Als erstes Bundesliga-Team musste am Donnerstagabend der Hamburger SV ran. Die Hanseaten hatten nach dem 3:0 in Nijmegen die leichteste Aufgabe - und lösten diese denn auch mit einem 1:0-Sieg ganz locker. Nach dem Treffer von Olic in der 9. Minute war die Luft bereits draußen und die Partie hatte Freundschaftsspielcharakter. Wobei Nijmegen der Ehrentreffer mit viel Pech versagt blieb: Zweimal traf El Kabir nur den rechten Pfosten.
Keine Chance hatte dagegen der VfL Wolfsburg, der nach dem 0:2 im Hinspiel auch in der eigenen Volkswagen-Arena gegen Paris St. Germain mit 1:3 unterlag. Dabei hatte die Magath-Elf stark begonnen und sich Chancen fast im Minutentakt erspielt. Doch gerade, als die Niedersachsen sich eine kleine Verschnaufpause gönnten, stand es plötzlich 0:1 gegen sie: Einen von Simunek verursachten Foulelfmeter verwandelte Luyindula zur Gästeführung (38.). Nach der Pause ließen die Franzosen routiniert nichts mehr anbrennen, erhöhten durch Rothen (59.) sogar auf 2:0. Dem Anschlusstreffer von Hasebe (63.) ließ Luyindula (74.) mit seinem zweiten Treffer die Entscheidung folgen. Somit ist für Wolfsburg in diesem Jahr der Europapokal beendet. Ob es eine Fortsetzung im nächsten Jahr geben kann, werden die nächsten Wochen in der Bundesliga zeigen.
Ihre guten Ausgangssituationen nach dem Hinspiel konnten ZSKA Moskau (2:0 gegen Aston Villa nach 1:1 im Hinspiel) und Metalist Kharkov (2:0 gegen Sampdoria Genua nach 1:0) nutzen. Dagegen musste Twente Enschede nach einem 1:0-Auswärtssieg in Marseille noch in Verlängerung und sogar ins Elfmeterschießen - um dieses dann mit 6:7 zu verlieren. Rajkovic vergab den entscheidenden Versuch für die Niederländer. Auch Galatasaray tat sich nach der Entlassung des deutschen Coaches Michael Skibbe unter seinem neuen Trainer Bülent Korkmaz trotz Heimvorteil gegen Girondins Bordeaux schwer: Nach einer Nullnummer im Hinspiel wogte die Partie hin und her und endete schließlich mit 4:3 für die Türken, die nun im Achtelfinale Gegner des HSV sind.
Der VfB Stuttgart hatte nach dem 1:2 in St. Petersburg alle Chancen auf ein Weiterkommen offen - konnte sie aber nicht nutzen. In der Offensive waren die Schwaben zu ideenlos, um die Abwehr der technisch starken Gäste zu knacken. Nachdem es für Cacau immerhin zu einem Pfostentreffer gereicht hatte (34.), gingen die Russen durch Semschov noch vor der Pause in Führung (43.). Auch nach der Pause taten sich die Stuttgarter weiter schwer, und als Gebhardt immerhin und endlich den Ausgleich erzielt hatte (80.), schlugen die Gäste eiskalt zurück und machten durch Fayzulin (86.) alles klar.
Werder Bremen schaffte dagegen in Mailand tatsächlich noch die Wende. Nach dem 1:1 im Hinspiel, bei dem mit etwas Glück auch mehr drin gewesen wäre, und dem blamablen 1:2 in Cottbus zeigten die Bremer im ersten Durchgang wieder ihre gute Seite - den Abschluss aber zunächst ausgenommen. Denn vor dem Tor fehlte wieder einmal die Kaltschnäuzigkeit, spätestens Dida im Milan-Kasten konnte jede Situation bereinigen. Effizienter zeigten sich die Italiener, die sich meist hinten einigelten und dennoch vor der Pause ihre Tore machten: Pirlo verwandelte einen von Frings verursachten Handelfmeter (26.), und Pato erhöhte in der 33. Minute mit einem Schuss unter die Latte auf 2:0. Doch im zweiten Durchgang wurde Claudio Pizarro zum Helden von Mailand: Zweimal traf der Peruaner (68., 78.) per Kopf. Ein 2:2 hätte schon gereicht, doch Werder drängte sogar noch auf die Entscheidung. Am Ende blieb es beim Remis, das Werder das Achtelfinale sicherte.
3:0 - so lautete das überraschend klare Resultat bei der Partie zwischen Aalborg und La Coruña. Und die Dänen ließen diesem deutlichen Sieg ein 3:1 bei den Spaniern folgen. Auch Sporting Braga gewann mit demselben Ergebnis gegen Standard Lüttich. Den Portugiesen reichte somit ein 1:1 im Rückspiel für den Einzug ins Achtelfinale.
Auch Schachtjor Donezk ließ sich nach einem 2:0 gegen Tottenham an der White Hart Lane nicht mehr die Butter vom Brot nehmen und schaffte ein 1:1. Weiterhin weiter sind St.-Etienne (2:1 nach einem 3:1 bei Olympiakos Piräus) und Ajax Amsterdam (1:1 nach einem 1:0 beim AC Florenz).
Auch Manchester City (2:1 nach einem 2:2 beim FC Kopenhagen) und Udinese (2:1 nach einem 2:2 bei Lech Poznan) nutzten ihre günstigen Ausgangspositionen aus dem Hinspiel zum Weiterkommen. Dagegen war für den FC Valencia ein 1:1 bei Dynamo Kiew am Ende zu wenig: Die Ukrainer holten im Rückspiel in Spanien ein 2:2, was aufgrund der Auswärtstorregel zum Weiterkommen reichte.
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