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08.03.2019, 22:39

UEFA verhandelt den Fall erst am 28. März

UEFA sperrt Hütter für das Rückspiel in San Siro

Das Rückspiel im Mailänder Giuseppe-Meazza-Stadion findet ohne Trainer Adi Hütter statt. Der Österreicher wurde aufgrund seines Verweises aus dem Innenraum im Europa-League-Achtelfinal-Hinspiel gegen Inter (0:0) für eine Partie gesperrt. Mittlerweile hat die UEFA angekündigt, den "Fall Hütter" am 28. März zu verhandeln - also deutlich nach dem Rückspiel. Damit geht es für den Österreicher wohl um eine Geldstrafe oder eine noch längere Sperre.

Adi Hütter und William Collum
Feldverweis: Der schottische Referee William Collum schickte Frankfurts Trainer Adi Hütter auf die Tribüne.
© imagoZoomansicht

Es lief die 54. Minute in der Frankfurter Arena, da schickte der schottische Referee William Collum Frankfurts Coach Hütter nach einem Aufreger auf die Tribüne. Doch was war passiert? Eine Minute zuvor hatte Inter-Akteur Danilo d'Ambrosio Frankfurts Stürmer Sebastien Haller im Strafraum zu Fall gebracht. Die Pfeife des Unparteiischen blieb stumm - sehr zum Missfallen derjenigen, die es mit der Eintracht halten.

Während sich Makoto Hasebe direkt beim Schiedsrichter echauffierte und dafür Gelb sah, kickte Hütter eine in der Coaching-Zone am Boden stehende Trinkflasche durch die Gegend. Collum schickte den 49-jährigen Österreicher postwendend auf die Tribüne - eine harte Entscheidung mit wenig Fingerspitzengefühl. Vor allem wegen der gravierenden Konsequenzen.

Eintracht prüft die Möglichkeit eines Einspruchs

Denn mit diesem Verweis geht nun automatisch eine Sperre von einer Partie einher, die Hütter im Rückspiel in Mailand absitzen muss. In Artikel 67 der seit Juli 2017 gültigen "Rechtspflegeordnung der UEFA" steht: "Vorbehaltlich einer anderslautenden Entscheidung der zuständigen Disziplinarinstanz ist ein des Feldes oder der technischen Zone verwiesener Spieler oder Offizielle automatisch für das nächste Spiel desselben Wettbewerbs gesperrt." Die Eintracht will prüfen, ob ein Einspruch möglich ist.

In Artikel 60 heißt es: "Gegen Entscheidungen der Kontroll-, Ethik- und Disziplinarkammer ist die Berufung zulässig, ausgenommen bei: a. Ermahnung; b. Verweis; c. automatischer Sperre von einem Spiel nach Feldverweis." Das wirkt etwas schwammig formuliert, da "Verweis" nicht näher - wie beim Feldverweis - präzisiert wird. Womöglich gibt es noch eine juristische Hintertür für einen Einspruch. Man könnte Artikel 60 auch so verstehen, dass deshalb keine Einspruch gegen einen Verweis möglich ist, da dieser - bezogen auf das Hinspiel - logischerweise nicht mehr rückgängig gemacht werden kann.

Peintinger und Reutershahn würden einspringen

Am Freitagmittag hatte Hütter im Rahmen der Spieltagspressekonferenz vor dem Bundesliga-Gastspiel in Düsseldorf noch auf Gnade gehofft: "Ich gehe davon aus, dass ich keine Sperre bekomme." Laut eines Vereinssprechers gab es noch am Abend des Spiels von der UEFA die Rückmeldung, dass ein Verfahren eröffnet wird. Von einer automatischen Sperre sei nicht die Rede gewesen. So ist Hütters Zuversicht zu erklären. Sollte es keine juristische Wende geben, werden die Co-Trainer Christian Peintinger und Armin Reutershahn die Mannschaft während der Partie im altehrwürdigen Giuseppe-Meazza-Stadion betreuen.

Hütter muss sich von seinen Spielern fernhalten. In Artikel 69 "Zusatzbestimmungen für Trainer" steht: "Ein der technischen Zone verwiesener oder mit einer Funktionssperre belegter Trainer darf sich während des Spiels weder in der technischen Zone aufhalten noch direkt oder indirekt mit den Spielern und/oder dem Trainerstab kommunizieren. Zudem darf ein Trainer, der mit einer Funktionssperre belegt ist, die Umkleidekabine oder den Spielertunnel vor oder während des Spiels nicht betreten."


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kög/JF

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weitere Infos zu Hütter

Vorname:Adolf
Nachname:Hütter
Nation: Österreich
Verein:Eintracht Frankfurt


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