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07.03.2019, 22:52

Europa League, Achtelfinal-Hinspiele

Rasantes Remis in Frankfurt - Arsenal vor dem Aus

In einem rasanten Spiel hatte Eintracht Frankfurt gegen Inter Mailand zunächst Glück, vergab nach dem Seitenwechsel dann aber reihenweise Chancen und muss nun mit einem 0:0 nach Mailand reisen. Arsenal ging in Unterzahl in Rennes mit 1:3 baden, Zenit verlor zu Hause klar gegen Villarreal. Slavia Prag ärgerte den FC Sevilla, Zagreb schlug daheim Benfica. Abends feierte Chelsea gegen Kiew ebenso ein 3:0 wie Napoli gegen Salzburg. Krasnodar verlor in Valencia nur mit 1:2.

Überflieger: Frankfurts Haller im Zweikampf mit Brozovic (r.).
Überflieger: Frankfurts Haller im Zweikampf mit Brozovic (r.).
© imagoZoomansicht

Am 60. Geburtstag von Trainer Luciano Spaletti legte Inter Mailand ohne den verletzten Nainggolan in Frankfurt forsch los. Die Nerazzurri agierten clever, hatten vor allem im Mittelfeld klare Vorteile und machten insgesamt den besseren Eindruck im Vergleich zu einer sichtlich nervösen Eintracht, die ohne Rebic (Knie) auskommen musste. Nach 21 Minuten ging ein großes Raunen durchs Stadion, als Martinez nach minimalem Kontakt mit Fernandes zu Boden ging und der schottische Schiedsrichter William Collum Strafstoß gab. Trapp parierte jedoch Brozovics Elfer und war kurz darauf auch bei Skriniars Chance nach Ecke auf seinem Posten (22.). Die Italiener machten ein gutes Spiel, mussten aber dennoch mit einem 0:0 in die Pause.

Ein ganz anderes Bild zeigte sich nach dem Seitenwechsel: Auf einmal war die Eintracht tonangebend - und Inter sah sich Dauerdruck ausgesetzt. Die Emotionen kochten hoch, als d'Ambrosio im eigenen Sechzehner Haller zu Fall brachte und Collum weiterspielen ließ. Hasebe sah wegen Protestierens Gelb, Hütter trat gegen eine Flasche und musste auf die Tribüne (54.). Im weiteren Verlauf ging es in diesem rasanten Duell weiterhin hoch her, Tore fielen aber trotz vielversprechender Möglichkeiten (Hinteregger, 70.; Jovic, 87.; Gacinovic, 89.) keine mehr. Am Ende ein flottes 0:0, mit dem beide Mannschaften unter dem Strich leben können.

Zagreb glänzt auch gegen Benfica

Dinamo Zagreb hat erstmals in der Klubgeschichte die K.-o.-Runde in der Europa League erreicht - und darf weiter von dem großen Coup träumen. Auch gegen Benfica Lissabon legte der kroatische Rekordmeister einen starken Auftritt hin und gewann dank eines von Petkovic verwandelten Foulelfmeters (Ruben Dias an Olmo, 38.) mit 1:0. Pech hatte obendrein Seferovic, der schon nach 35 Minuten verletzt ausgewechselt wurde. Spielerisch passierte im weiteren Verlauf nicht mehr viel, da Zagreb dicht machte und den Portugiesen schlichtweg die Ideen fehlen, um Dinamo ernsthaft zu gefährden.

Sokratis erweist Arsenal einen Bärendienst

Er flog früh vom Feld: Sokratis (#5).
Er flog früh vom Feld: Sokratis (#5).
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Mit Sokratis gab ein weiterer ehemaliger Bundesliga-Profi eine tragische Figur ab. Zunächst sah es für den FC Arsenal bei Stade Rennes noch exzellent aus, als Iwobi die Gunners bereits nach drei Minuten in Führung brachte. Kurz vor der Halbzeit holte sich der Grieche allerdings wegen eines taktischen Fouls die Ampelkarte ab (41.), ehe Bourigeaud den folgenden Freistoß zunächst noch in die Mauer drosch, anschließend aber den Nachschuss fulminant in die Maschen jagte - die Doppelbestrafung für Arsenal war perfekt (42.). In Überzahl bekamen die Franzosen besseren Zugriff und kamen mehrfach zu guten Chancen, Cech wurde jedoch erst wieder von einem eigenen Mitspieler bezwungen: Monreal fälschte eine Flanke äußerst unglücklich mit der Hüfte ins eigene Netz ab - 1:2 (65.). Und es kam noch dicker für die Engländer, denn kurz vor Schluss stellte Sarr den 3:1-Endstand her (88.) und sorgte dafür, dass die Londoner im Rückspiel nun schon ein 2:0 brauchen, um das Aus zu vermeiden.

Torerzielungsabsicht? Von wegen!

Dramatisch ging es in Sevilla zu, wo Slavia Prag die favorisierten Spanier mächtig ärgerte. Ben Yedder brachte die Andalusier zwar schon nach einer Minute in Führung, doch Stoch sorgte aus der Distanz für den Ausgleich (25.). Sevilla antwortete postwendend wie sehenswert durch Munir, der eine Ecke volley nahm und den Ball gekonnt in die Maschen jagte (28.). Eher zufällig erschien dann allerdings der erneute Ausgleich: Bei einer Ecke prallte das Leder auf die Schulter von Kral, der sich schon weggedreht hatte und gar nicht wusste, wo der Ball war. Dieser sprang dann auch noch entscheidend ins Tor zum kuriosen 2:2 (39.). Im weiteren Verlauf stemmte sich Sevilla gegen das Remis, kam auch zu Chancen, ließ diese jedoch ungenutzt und muss die Kastanien nun in der tschechischen Hauptstadt aus dem Feuer holen.

Villarreal trumpft in Russland auf

An der Newa trafen sich Zenit St. Petersburg und der FC Villarreal zum Duell - und die Spanier gingen nach 33 Minuten im Anschluss an eine Ecke durch Iborra in Führung. Die Russen brauchten nur zwei Minuten, um auszugleichen: Azmoun veredelte ein Mak-Zuspiel konsequent zum 1:1 (35.). Zenit verpasste es jedoch, nachzulegen und bekam dafür nach Wiederanpfiff die Quittung: Gerard (62.) und Manu Morlanes (71.) sorgten für ein 3:1 und bescherten dem "Gelben U-Boot" damit eine exzellente Ausgangsposition für das Rückspiel auf der iberischen Halbinsel.

Salzburg steht vor Herkulesaufgabe

Er bewies mal wieder seinen Torriecher: Napolis Arkadiusz Milik, hier beim Jubel mit Dries Mertens (r.).
Er bewies mal wieder seinen Torriecher: Napolis Arkadiusz Milik, hier beim Jubel mit Dries Mertens (r.).

2017/18 war RB Salzburg sensationell bis ins Halbfinale der Europa League vorgedrungen - und auch dieses Jahr herrschte rund um die Mozartstädter eine gewisse Euphorie. Die bekam nun aber einen Dämpfer verpasst, denn bei der SSC Neapel kassierten die Österreicher ein 0:3. Milik brachte Napoli nach zehn Minuten in Führung, Fabian baute diese etwas später aus (18.). Salzburg mühte sich anschließend redlich, konnte die Niederlage letztlich aber nicht mehr abwenden, kassierte gar noch das 0:3 durch ein Eigentor von Onguené (58.) und hat nun in einer Woche zu Hause eine Herkulesaufgabe zu bewältigen.

Rodrigo Moreno nicht zu halten - Stimmungskiller Claesson

Keine leichte Aufgabe erwartet auch Leverkusen-Bezwinger Krasnodar: Die Russen verloren in Valencia mit 1:2, weil sie gegen Rodrigo Moreno einfach kein Mittel hatten. Der spanische Nationalstürmer sorgte mit einem Doppelpack (12.; 24.) noch vor der Pause für klare Verhältnisse. Claesson erzielte jedoch nach 62 Minuten den so wichtigen Auswärtstreffer für Krasnodar, dem im Rückspiel nun schon ein 1:0 daheim reichen würde, um das Viertelfinale zu erreichen.

Chelsea hat sein Formtief überwunden

Der FC Chelsea scheint sein Formtief endgültig überwunden. Nach der League-Cup-Finalniederlage gegen Manchester City (3:4 i.E.), inklusive eines peinlichen Kepa-Auftritts, feierten die Blues in der Premier League gegen Tottenham (2:0) und in Fulham (2:1) zwei Siege in Serie und blieben zumindest dran an den Europapokalplätzen. Ein Titel für Chelsea ist jedoch nur noch in der Europa League drin - und dieser bleibt weiterhin möglich, zumindest reichte es dank der Treffer von Pedro (17.), Willian (65.) und Hudson-Odoi (90.) zu einem 3:0-Heimsieg über Dynamo Kiew. Damit reisen die Londoner mit einer guten Ausgangsposition in die Ukraine zum Rückspiel.

drm

Bilder des Spieltages
Europa League, 2018/19, Achtelfinale
Europa League, 2018/19, Achtelfinale
Die Atmosphäre genießen

Gacinovic (r.) & Co. vor dem EL-Achtelfinalrückspiel bei Inter Mailand
© imago

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