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13.12.2018, 22:56

Europa League, 6. Spieltag

Salzburg siegt, Leipzig scheitert dennoch - Bayer klar

RB Leipzig ist in der Vorrunde der Europa League ausgeschieden. Gegen Rosenborg Trondheim verspielten die Sachsen ein 1:0 und verabschiedeten sich damit ebenso aus Europa wie der AC Mailand, der in Piräus ausschied. Bayer Leverkusen besiegelte indes mit einem 5:1 den Gruppensieg.

Gruppe B: Aus für Leipzig - Celtic verliert und jubelt dennoch

Dieser Treffer besiegelte Leipzigs Aus: Reginiussen (r.) trifft zum 1:1.
Dieser Treffer besiegelte Leipzigs Aus: Reginiussen (r.) trifft zum 1:1.
© Getty ImagesZoomansicht

Die größte Spannung versprach am Donnerstagabend Gruppe B. Mittendrin RB Leipzig, das zu Hause zwingend drei Punkte gegen Rosenborg Trondheim brauchte, um die Chance auf das Weiterkommen am Leben zu erhalten. Außerdem war Schützenhilfe von RB Salzburg nötig, das bei Celtic Glasgow ebenfalls gewinnen musste. Auf das Resultat in Schottland hatten die Sachsen freilich keinen Einfluss, auf das in der heimischen nicht sonderlich gut gefüllten Arena allerdings schon. Ralf Rangnick sah dann auch motivierte Leipziger, die vom Anpfiff weg die bessere Mannschaft waren, zunächst aber kein Abschlussglück hatten - unter anderem köpfte Orban an die Latte (44.). Nach dem Seitenwechsel brach Cunha jedoch den Bann - Reginiussen fälschte noch entscheidend ab (47.). Anschließend legten die Gastgeber aber nicht nach und kassierten kurz vor Schluss dafür die Quittung: Ausgerechnet Reginiussen schloss einen sehenswerten Angriff über links per Kopf gekonnt zum 1:1 ab (87.) und besiegelte so das Europapokal-Aus der Leipziger.

Doppelt bitter dürfte das Remis sein, da Salzburgs Schützenhilfe nicht ausblieb. In Glasgow reichte Celtic ein Punkt gegen Gruppensieger Salzburg, um weiterzukommen - entsprechend defensiv traten die Grün-Weißen dann auch auf. Celtic war von Beginn an primär darauf bedacht, hinten nichts zuzulassen und opferte dafür auch eigene Angriffsbemühungen. Die Österreicher waren folglich die aktivere und auch bessere Mannschaft, nur vorne fehlte halt die Durchschlagskraft. Das änderte sich nach Wiederanpfiff - RB-Top-Torjäger Dabbur köpfte zum 1:0 ein und erzielte sein sechstes Tor im sechsten EL-Spiel (67.). Celtic stand vor dem Aus, musste nun kommen, tat sich aber enorm schwer, den Schalter umzulegen. Vielmehr blieb Salzburg gefährlicher, Gulbrandsen (77.) machte den Deckel drauf. Ntchams Anschlusstreffer zum 1:2-Endstand kam zu spät (90.+5). Dennoch jubelten die Schotten, die weiter waren.

Bayer schnelle Antwort auf Zypern

Starke Leistung: Bayers Kohr (2.v.l.) erzielte einen Doppelpack.
Starke Leistung: Bayers Kohr (2.v.l.) erzielte einen Doppelpack.
© picture allianceZoomansicht

Bayer Leverkusen hatte das Zwischenrundenticket bereits in der Tasche, musste aber bei AEK Larnaka Platz 1 sichern, um so in der K.-o.-Phase einen vermeintlich leichteren Gegner zugelost zu bekommen. Auf Zypern starten die Rheinländer, die nicht in Bestbesetzung angetreten waren, allerdings bescheiden, gerieten trotz optischer Überlegenheit zunächst in Rückstand (Catala, 26.). Bayers "B-Elf" gab jedoch die passende Antwort und drehte das Spiel noch vor der Pause: Kohr (28.) und Alario (41.; FE) stellten die Weichen auf Sieg. In Durchgang zwei sorgten Kohr (68.), Paulinho (78.) und Alario (86.) für den 5:1-Endstand (68.). Da der Bundesligist seine Hausaufgaben brav erledigt hatte, war aus Bayer-Sicht das 1:1 des FC Zürich in Rasgrad völlig ohne Bedeutung.

St.Petersburgs Schützenhilfe bleibt aus

Zenit St. Petersburg hatte in Gruppe C seine Schäfchen bereits vor dem letzten Spieltag ins Trockene gebracht, die Russen spielten aber das Zünglein an der Waage, waren sie doch beim Zweiten Slavia Prag zu Gast - in Dänemark, wo Kopenhagen Bordeaux empfing, wurden den Russen die Daumen gedrückt. Zenits Schützenhilfe blieb jedoch aus, Zmrhal brachte die Tschechen nach 32 Minuten in die Spur, Stoch sorgte noch vor der Pause für die Vorentscheidung (41.). Weil Slavia am Ende 2:0 gewann, fiel Bordeauxs 1:0 in Kopenhagen nicht mehr ins Gewicht.

Keine Entscheidungen in Gruppe D

In Gruppe D waren die Würfel schon vor dem letzten Spieltag gefallen: Dinamo Zagreb stand als Gruppenerster fest, Fenerbahce Istanbul war Zweiter. Das 0:0 der Kroaten gegen Anderlecht sowie das 0:1 der Türken bei Spartak Trnava hatte demnach im Grunde nur statistischen Wert.

Scorerpunkt für Özil - Sportings Schützenfest

Nichts zu entscheiden gab es auch in Gruppe E, wo der FC Arsenal und Sporting Lissabon ihrer Favoritenrolle gerecht geworden waren und sich vorzeitig für die Zwischenrunde qualifiziert hatten. Da die Gunners den direkten Vergleich mit den Portugiesen zu ihren Gunsten entschieden hatten, war auch die Platzverteilung bereits klar - gespielt wurde dennoch. Die Gunners gaben dabei Qarabag Agdam aus Aserbaidschan mit 1:0 das Nachsehen - Özil legte das Tor von Lacazette (16.) auf -, Sporting schlug daheim Worskla Poltawa (Ukraine) deutlich mit 3:0.

Achterbahnfahrt in Griechenland

Viel mehr Spannung bot indes Gruppe F. Betis Sevilla war zwar schon durch und konnte folglich bei Dudelange befreit aufspielen, kam am Ende aber nicht über ein 0:0 hinaus - der erste Punkt der Luxemburger überhaupt. Ein Endspiel stand aber in Griechenland auf dem Programm - und das hatte sogar Champions-League-Flair: Olympiakos Piräus benötigte mindestens ein 2:0 zu Hause gegen den AC Mailand, um den direkten Vergleich mit den Italienern (Hinspiel: 3:1) für sich zu entscheiden und letztlich vorbeizuziehen. Piräus trat dann auch bis in die Haarspitzen motiviert auf und brachte fahrige Mailänder ein ums andere Mal in Bedrängnis. Nach einer Stunde brachte Cissé das Stadion zum Kochen. "Oly" drängte danach auf das zweite, so heiß ersehnte Tor - und durfte dieses in der 69. Minute dann auch bejubeln.

Aus dem Weg geräumt: Rodriguez scheiterte mit Milan in Piräus - zur Freude von Fetfatzidis (r.).
Aus dem Weg geräumt: Rodriguez scheiterte mit Milan in Piräus - zur Freude von Fetfatzidis (r.).
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Zapata fälschte einen Guilherme-Schuss äußerst unglücklich ab, der Ball segelte als Bogenlampe ins Netz und das Stadion explodierte. Der Kolumbianer war es aber auch, der nur zwei Minuten später nach einer Ecke per Kopf das 1:2 markierte (71.) und die Rossoneri damit wieder auf Kurs brachte. Das war aber noch längst nicht das Ende der Fahnenstange, denn zehn Minuten später gab es nach einer Ecke Strafstoß für die Griechen. Der ehemalige Lauterer Fortounis verwandelte sicher zum 3:1 - jetzt war Piräus, das die bessere Tordifferenz im Vergleich zu den Lombarden hatte, weiter. Milans neuerliches Comeback blieb aus.

drm

Bilder des Spieltages
Europa League, 2018/19, Gruppenphase, 6. Spieltag
Europa League, 2018/19, Gruppenphase, 6. Spieltag
Vorbeigezogen

Larnacas Tete (li.) lässt Leverkusens Sam Francis Schreck stehen.
© Getty Images

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