Zur Loginbox springen Zur Navigation springen Zum Inhalt springen
29.11.2018, 20:54

Dudelange ärgert Milan - Sporting schießt halbes Dutzend Tore

Bayer bleibt Spitzenreiter - RB droht Europa-League-Aus

RB Leipzig hat auch das zweite Europa-League-Duell mit RB Salzburg verloren und muss nun sogar um das Weiterkommen bangen. Bayer Leverkusen kam gegen Rasgrad zwar nur zu einem Remis, erhielt aber Schützenhilfe von AEK. Milan wendete gegen Dudelange eine Blamage ab, Arsenal und Sporting fuhren deutliche Siege ein.

Leipzig verliert in Salzburg - Celtics Geduldsspiel

Hier geblieben: Torschütze Gulbrandsen (r.) wird von Dabbur festgehalten.
Hier geblieben: Torschütze Gulbrandsen (r.) wird von Dabbur festgehalten.
© imagoZoomansicht

Viel stand für RB Leipzig auf dem Spiel. Die Sachsen waren im Rahmen der Gruppe B bei ihrem Schwesterklub RB Salzburg gefordert und durften sich dort eigentlich keinen Ausrutscher leisten. In der Mozartstadt erwischten die Leipziger dann aber keinen guten Start: Salzburg war von Beginn an druckvoll und kam mehrfach zu einigen Chancen, blieb aber ohne Torerfolg. Mit zunehmender Spieldauer wurde die Begegnung offener, nicht aber unbedingt attraktiver. Werner bot sich dennoch eine dicke Chance, die der Nationalstürmer aber nicht nutzte (44.). Die Quittung gab es Mitte der zweiten Hälfte, als sich Gulbrandsen klug freilief und eine Ulmer-Vorlage zum 1:0 veredelte (74.). Danach bäumten sich die Gäste noch einmal auf, konnten die Niederlage letztlich aber nicht mehr abwenden.

Ein echtes Geduldsspiel hatte Celtic Glasgow bei Rosenborg Trondheim. Die Schotten erwiesen sich als reifere und bessere Mannschaft, hatten auch ein klares Chancenplus, waren aber nicht wirklich effektiv. Sinclair brach jedoch mit einem wuchtigen Kopfball in die Maschen den Bann und sorgte für die zweifellos verdiente Führung der Briten (42.).

Retsos im Pech, Weisers Hammer - AEK ärgert Zürich

Schlag ein: Bayers Weiser und Lars Bender (r.) jubeln.
Schlag ein: Bayers Weiser und Lars Bender (r.) jubeln.
© imagoZoomansicht

Die Gruppe A war schon vor dem 5. Spieltag entschieden. Zwischen Bayer Leverkusen und dem FC Zürich geht es aber noch um Platz 1 und damit um ein vermeintlich leichteres Los in der Zwischenrunde. Gegen Rasgrad schickte Trainer Heiko Herrlich dennoch nicht seine erste Garde ins Feld - unter anderem feierte Schreck sein Debüt bei den Profis. Auf dem Platz wurde dann zähe Kost geboten: Bayer investierte zwar mehr, tat sich jedoch unheimlich schwer, gegen destruktive Bulgaren zu nennenswerten Chancen zu kommen. Pech hatte Retsos, der sich nach nicht einmal einer halben Stunde am Oberschenkel verletzte und frühzeitig runter musste. Und es kam noch dicker für die Werkself, denn in der 69. Minute sah Dragovic nicht gut aus und der eingewechselte Marcelinho brachte Rasgrad in Führung. Dass es am Ende keine Niederlage wurde, war Weiser geschuldet, der nach 84 Minuten knallhart aus extrem spitzem Winkel und unter Mithilfe der Latte das 1:1 sicherte.

Der FC Zürich war im Parallelspiel gegen AEK Larnaka gefordert und tat sich dabei ebenfalls schwer, geriet kurz vor der Halbzeit nach einer verunglückten Abwehraktion sogar in Rückstand (Giannou, 38.). Die Schweizer kamen durch einen direkt verwandelten Khelifi-Freistoß zwar noch zum 1:1 (74.), doch Trickovski schlug in der Schlussphase noch einmal für die Gäste zu (85.), sodass AEK am Ende die drei Punkte mitnahm und Bayer damit zum alleinigen Spitzenreiter der Staffel machte.

Zenit macht alles klar - Girondins hofft weiter

Eng geht es in Gruppe C zu. Zenit St. Petersburg konnte zuhause gegen Verfolger Kopenhagen alles klarmachen, tat sich aber ebenso schwer Slavia Prag, das beim abgeschlagenen Girondins Bordeaux gefordert war. Für die Franzosen war es die letzte Chance, entsprechend motiviert traten sie auch auf. De Preville (49.) und Koundé (90.+5) sorgten mit ihren Treffern dafür, dass Bordeaux weiter hoffen darf. Zenit, das durch einen Treffer des ehemaligen Nürnbergers Mak (77 Spiele) mit 1:0 gewann, kam indes bereits eine Runde weiter und hat auch Platz eins sicher

Dudelange schnuppert kurz an der Sensation

Mit Schmackes: Dudelanges Stolz (#10) trifft zum zwischenzeitlichen 1:1.
Mit Schmackes: Dudelanges Stolz (#10) trifft zum zwischenzeitlichen 1:1.
© imagoZoomansicht

Große Spiele hat San Siro im Laufe der Jahre schon häufiger erlebt - nun kam eine weitere bemerkenswerte Anekdote hinzu: Das kleine Dudelange ärgerte den großen AC Mailand gehörig. Nach 21 Minuten und Cutrones Führungstreffer sah alles nach einer lockeren Angelegenheit für den siebenmaligen Champions-League-Sieger aus, doch dann kamen die Luxemburger, erstmals überhaupt in der Gruppenphase vertreten, eindrucksvoll zurück. Der ehemalige Sandhäuser Stolz (sieben Spiele in der 2. Liga) glich wunderbar per Direktabnahme aus (39.), ehe Turpel (49.) das Blatt komplett wendete.

Die Rossoneri wurden davon aber angestachelt und verhinderten die Blamage dann doch: Stelvio (66.; ET), Calhanoglu (70.), Schnell (77.; ET) und Borini (80.) sorgten letztlich dafür, dass der Favorit standesgemäß gewann. Durch den Sieg überholten die Italiener in der Tabelle der Gruppe F Olypmiakos Piräus, das bei Betis Sevilla mit 0:1 verlor (Canales, 39.). In Griechenland kommt es nun zum Endspiel ums Weiterkommen zwischen "Oly" und Milan.

Fener hat Mühe - kommt aber weiter

Dinamo Zagreb hatte sein Ticket nach vier Siegen in vier Spielen in Gruppe D bereits gelöst und konnte folglich befreit das schwere Auswärtsspiel bei Fenerbahce Istanbul angehen. Die Türken wollten unbedingt gewinnen, um Platz zwei zu festigen. Entsprechend wuchtig startete Fener dann auch in die Partie, allerdings blieb die ganze Mühe ohne Ertrag, denn vor dem Tor fehlte es den Gastgebern an Kaltschnäuzigkeit. Am Ende blieb es beim 0:0. Weil sich im Parallelspiel Anderlecht und Spartak Trnava (Slowakei) ebenfalls torlos trennten, reichte das den Türken, um in die nächste Runde einzuziehen.

Arsenals "B-Elf" siegt - Schützenfest von Sporting

Eine Entscheidung war auch schon in Gruppe E gefallen. Der FC Arsenal hatte sich frühzeitig für die Zwischenrunde qualifiziert und konnte nun bei Worskla Poltawa Platz eins perfekt machen. Das taten die Gunners dann auch. Obwohl mit einer "B-Elf" angetreten sorgten die Engländer in Kiew - das Spiel wurde nach Ausrufung des Kriegsrechts für Teile der Ukraine aus Sicherheitsgründen in die Hauptstadt verlegt - noch in Hälfte eins für klare Verhältnisse: Smith-Rowe (10.), Ramsey (27., FE) und Willock (41.) erzielten die Tore.

Eine klare Sache war auch das Gastspiel von Sporting Lissabon bei Qarabag. Die Aserbaidschaner konnten zwar noch die frühe Führung der Gäste durch den ehemaligen Wolfsburger Dost (5., FE) durch Zoubir egalisieren (14.), bekamen anschließend aber ihre Grenzen aufgezeigt: Bruno Fernandes (20., 75.), Nani (33.) und Diaby (65., 81.) schossen einen klaren 6:1-Sieg für Sporting heraus.

Bilder des Spieltages
Europa League, 2018/19, Gruppenphase, 5. Spieltag
Europa League, 2018/19, Gruppenphase, 5. Spieltag
Vorfreude

Die Frankfurter Spieler vor dem Anpfiff gegen OM
© imago

vorheriges Bild nächstes Bild
 
Seite versenden
zum Thema

DIE GANZE WELT DER KICKER APPS!
Informieren Sie sich über unser vielfältiges App Angebot:
Smart TV Tippspiel kicker MeinVerein Voice & VR eMagazine