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20.09.2018, 20:53

Europa League: Siege für Sevilla, Lazio und Chelsea

Eintrachts erfolgreiche Europa-Rückkehr

Eintracht Frankfurt ist nach vierjähriger Abstinenz erfolgreich nach Europa zurückgekehrt: Trotz Geisterkulisse, Rückstand und Unterzahl gewann die SGE bei Vorjahresfinalist Olympique Marseille mit 2:1. Mit Lazio Rom, Chelsea und Sevilla gaben sich andere Favoriten keine Blöße.

Gruppe G: Viel los im Geisterspiel in Marseille

Frankfurter Matchwinner: Luka Jovic (Mi.).
Frankfurter Matchwinner: Luka Jovic (Mi.).
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Die Rückkehr von Eintracht Frankfurt aufs internationale Parkett verlief zunächst alles andere als nach Plan. Trotz einer defensiveren Grundausrichtung wurden die Hessen in Südfrankreich nach wenigen Augenblicken eiskalt erwischt: Sarr und Thauvin durften ungehindert kombinieren, der Ball landete dann bei Ocampos, der auf 1:0 stellte (3.). Kurz darauf mussten die Südfranzosen bereits wechseln, da Abwehrmann Rami nicht weitermachen konnte. Für den Weltmeister, der in Russland keine Minute gespielt hat, kam Luiz Gustavo zum Einsatz. Die SGE zeigte sich anschließend bemüht, Olympique hatte aber vor einer Geisterkulisse die besseren Chancen - Thauvin (9.) und Germain (29.) kamen an Trapp nicht vorbei. Nachdem Haller mal ein Ausrufezeichen gesetzt hatte (31.), war wieder OM an der Reihe: Thauvin (36./40.) und Payet per direktem Freistoß (45.+1) ließen ihre Chancen ungenutzt.

Das sollte sich nach dem Seitenwechsel, den die Eintracht mit Müller anstelle von Gacinovic begann, rächen: Bei einer Ecke von de Guzman setzte sich Torro ab und nickte wuchtig zum 1:1 ein (52.). Kurz darauf folgte aber der nächste Nackenschlag für die Hessen, denn Willems sah unnötigerweise die Ampelkarte (59.). Trotz Unterzahl steckte die Eintracht aber nicht auf, vielmehr spielten die Frankfurter nun mutiger und weitaus organisierter als noch in Hälfte eins. Und dann bewies Adi Hütter auch noch ein goldenes Händchen, denn der eingewechselte Jovic erzielte kurz vor Schluss doch noch den 2:1-Siegtreffer (89.).

Das zweite Spiel der Gruppe fand in Rom statt, wo Lazio seiner Favoritenrolle gegen Apollon Limassol (Zypern) gerecht wurde und einen Sieg einfuhr: Luis Alberto schloss nach 14 Minuten einen herrlichen Spielzug gekonnt ab und legte mit seinem 1:0 den Grundstein für den späteren Erfolg. Immobile sorgte per Elfmeter noch für das 2:0 (84.), während Zelaya mit dem 1:2 Ergebniskosmetik betrieb (87.).

Gruppe G: Bacca sorgt für Villarreals Blitzstart

Vier Tore, kein Sieger: Villarral und Glasgow Rangers spielten Remis.
Vier Tore, kein Sieger: Villarral und Glasgow Rangers spielten Remis.
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Ein Blitztor gab es auch in der Provinz Castellon: Bacca sorgte mit einem sehenswerten Treffer von der Strafraumgrenze für einen Start nach Maß für den FC Villarreal gegen die Glasgow Rangers. In der Folge erwiesen sich die Spanier als überlegene Mannschaft und verdienten sich die Führung so auch. Die Iberer legten aber nicht nach und kassierten in Hälfte zwei die Quittung dafür: Arfield bescherte den Schotten mit dem ersten Schuss aufs Tor direkt den Ausgleich (67.). Villarreal bügelte das aber umgehend wieder aus, Gerard setzte sich gut im Eins-gegen-eins durch und markierte das 2:1 (69.). Doch Glasgow ließ nicht locker, glich durch Lafferty abermals aus (76.) und nahm folgerichtig einen Punkt auf die Insel mit.

Im Parallelspiel kam Rapid Wien gegen Spartak Moskau zu einem vielumjubelten 2:0: Timofeev avancierte dabei zum Unglücksraben der Russen, als er einen Kopfball von Müldür unglücklich ins eigene Netz beförderte (50.). Etwas später legte Murg nach und sorgte für tosenden Jubel auf den Rängen in Wien (68.).

Gruppe I: Genks Start glückt - Besiktas müht sich

Spannung verspricht die ausgeglichene Gruppe I mit Besiktas, Sarpsborg, Genk und Malmö. Den Belgiern glückte dabei der Start in die Europa League, sie feierten dank Trossard (37.) und Samatta (71.) ein 2:0 gegen Malmö und heimsten so gleich die ersten drei Punkte ein. Besiktas tat sich derweil zuhause gegen Sarpsborg aus Norwegen enorm schwer, gewann das Geduldsspiel dank Treffer von Babel (51.), Enzo Roco (69.) und Lens (82.) letztlich dennoch klar mit 3:0.

Gruppe J: Flottes Spiel in Sevilla

Applaus: Ben Yedder (l.) und Sevilla gewannen klar.
Applaus: Ben Yedder (l.) und Sevilla gewannen klar.
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Ein flottes Spiel sahen die Zuschauer in Sevilla, wo Standard Lüttich einen frühen Rückstand durch Banega schlucken musste (8.), dann aber Moral bewies und noch vor der Pause den Ausgleich markierte (Djenepo, 39.). Die Freude darüber währte nicht allzu lange, da die Spanier postwendend in Person von Vazquez antworteten und so doch noch mit einer Führung im Rücken in die Pause gingen (41.). Kurz nach dem Seitenwechsel räumte Ben Yedder mit seinem Treffer zum 3:1, der wunderbar herausgespielt wurde, sämtliche Restzweifel bereits früh aus dem Weg. Später schnürte der Franzose sogar noch einen Doppelpack (70.), ehe Banega per Elfmeter den 5:1-Endstand markierte (74.). Im zweiten Spiel entführte Krasnodar drei Zähler aus der Türkei: Claesson schockte Akhisar Belediyespor noch in Hälfte eins. Von dem 0:1 erholten sich die Türken nicht mehr.

Gruppe K: Schöne Tore in Rennes

Ein besonders schöner Treffer war beim Gastspiel von Jablonec (Tschechien) bei Stade Rennes zu sehen: In der 31. Minute traf Sarr nach feinem Doppelpass mit Andre per Direktabnahme toll in die Maschen. Das 1:0 reichte den Franzosen aber nicht für die drei Punkte, denn Travnik traf frech per direktem Freistoß in Hälfte zwei (54.). So war dann Ben Arfa mit einem verwandelten Elfmeter in der Nachspielzeit für den 2:1-Erfolg und damit den Dreier verantwortlich (90.+1). Dynamo Kiew strauchelte indes gegen Astana, musste zunächst miterleben, wie die eigene Führung (Tsygankov, 11.) durch Anicic per wuchtigem Kopfball egalisiert wurde (21.). In der Nachspielzeit der ersten Hälfte war aber Garmash zur Stelle, um bei einem Patzer von Astana-Keeper Eric abzustauben - 2:1 (45.+2). Als sich Dynamo bereits im Ziel wähnte, schlug Murtazayev aber für Astana zu und rettete den Gästen in der fünften Minute der Nachspielzeit noch einen Punkt.

Gruppe L: Arbeitssieg für Chelsea

Der FC Chelsea ist der haushohe Favorit in Staffel L - und die Blues starteten erfolgreich in die Europapokalsaison, allerdings fiel das 1:0 bei PAOK Saloniki eher unter die Kategorie Arbeitssieg. Bereits in der siebten Minute traf Willian für die Engländer, die danach aber nicht nachlegten und ob des knappen Resultats lange zittern mussten.

Im zweiten Spiel der Gruppe unterlag Vidi Szekesfehervar, wo der ehemalige Bundesliga-Legionär Danko Lazovic (9 Spiele für Bayer Leverkusen) tags zuvor sein Karriereende verkündet hatte, dem weißrussischen Spitzenklub BATE Baryssau mit 0:2 - Tuominen (27.) und Filipenko (85.) glückten die entscheidenden Treffer.

Europa League, 2018/19, Gruppenphase, 1. Spieltag
Olympique Marseille - Eintracht Frankfurt 1:2
Olympique Marseille - Eintracht Frankfurt 1:2
Ganz leer...

...präsentierte sich das Stade Velodrome nicht nur vor dem Spiel.
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