Zenit kommt nach spektakulärer Aufholjagd weiter

8:1 nach 0:4! Wahnsinn in St. Petersburg

Europa League - 16.08. 23:44

8:1 nach Verlängerung - ein Ergebnis, das es in der Fußballgeschichte noch nicht allzu häufig gegeben haben dürfte. Am Donnerstagabend stand das Resultat am Ende einer Partie voller dramatischer Wendungen in der Europa-League-Qualifikation zwischen Zenit St. Petersburg und Dinamo Minsk. Mit 0:4 war Zenit im Hinspiel baden gegangen, ein Weiterkommen hatte den Russen kaum noch jemand zugetraut. Doch der Verlauf der Partie sollte mindestens genauso kurios werden wie ihr Ergebnis.

Dokument eines denkwürdigen Spiels: Zenit St. Petersburg zog durch ein 8:1 über Minsk in die Play-offs der Europa League ein. © imago

Denn lange Zeit hatte nichts auf ein solch kurioses Endergebnis hingedeutet. Zenit ging zwar Mitte der ersten Halbzeit durch Leandro Paredes in Führung (22.), tat sich aber lange Zeit schwer, nachzulegen. Erst mit dem 2:0 durch Noboa (66.) nährten sich Hoffnungen bei den Russen, die aber sogleich einen Dämpfer erhielten: Torschütze Paredes flog mit Gelb-Rot vom Platz (72.). Kurioserweise der Startschuss für das folgende Spektakel: Kaum in Unterzahl, drehte die Zenit-Offensive mächtig auf - besonders der russische Nationalspieler Dzyuba. Mit einem Doppelpack binnen drei Minuten (75., 78.) stellte er auf 4:0 und brachte sein Team in die Verlängerung.

Dort sollte es allerdings den nächsten Rückschlag geben. Minsk, im Hinspiel vor eigenem Publikum noch souveräner Sieger, verkürzte durch Yahaya auf 1:4 (99.) und brachte sich damit zurück auf Kurs Play-offs. Vor Beginn der letzten 15 Minuten brauchte Zenit in Unterzahl noch zwei Tore zum Weiterkommen - und schoss sogar vier. Driussi (109.) und erneut Dzyuba per Elfmeter (115.) brachten das Petrowski-Stadion zum Beben, der ehemalige Nürnberger Robert Mak stellte mit einem Doppelpack in der Nachspielzeit sogar noch auf 8:1.

Nach Abpfiff feierten die Zenit-Spieler vor dem Stadion den unerwarteten Erfolg mit den Fans am Mannschaftsbus. Die Euphorie einer denkwürdigen Nacht nimmt das Team von Trainer Sergej Semak nun in den Play-offs gegen den norwegischen Vertreter Molde FK mit.

mib

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