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17.03.2016, 23:01

Europa League, Achtelfinal-Rückspiele

BVB im Viertelfinale - Bayers Traum zerplatzt

Bayer Leverkusen hat es nicht geschafft: Die Werkself kam zu Hause gegen Villarreal nicht über ein 0:0 hinaus und schied ebenso aus wie Lazio Rom und Valencia. Borussia Dortmund feierte am Abend ein 2:1 bei Tottenham und vertritt so als letzter deutscher Vertreter die Farben der Bundesliga in der Europa League. Lazio Rom erlebte indes ein Debakel und schied ebenso aus wie Valencia und Manchester United, das zu Hause gegen Liverpool 1:1 spielte.

Er traf doppelt an der White Hart Lane: Pierre-Emerick Aubameyang.
Er traf doppelt an der White Hart Lane: Pierre-Emerick Aubameyang.
© imagoZoomansicht

Borussia Dortmund hatte durch das famose 3:0 vor einer Woche gegen Tottenham Hotspur mehr als die halbe Miete eingefahren und brachte seine Schäfchen am Abend an der White Hart Lane gefahrlos ins Trockene. Trainer Thomas Tuchel hatte zwar angekündigt, seine bestmögliche Elf aufs Feld schicken zu wollen, ließ dann aber Kapitän Hummels dennoch auf der Bank. Doch auch ohne den Weltmeister hatte der BVB das Geschehen im Griff und nutzte direkt die erste nennenswerte Chance, um in Führung zu gehen: Aubameyang schlenzte den Ball sehenswert in den rechten Winkel (24.). Für die Spurs, die früh wechseln mussten (Davies, 12.), war die Partie im Grunde da schon gelaufen.

Dortmund kontrollierte im weiteren Verlauf das Geschehen, verpasste es aber nachzulegen (Aubameyang, 26.; Mkhitaryan, 45.+3). Das holten die Westfalen in einem wenig ereignisreichen zweiten Durchgang nach: Mkhitaryan fand Aubameyang, der auf 2:0 stellte (71.). Ein Aussetzer von Subotic bescherte den Londonern kurz darauf dann doch noch den Ehrentreffer, den Son sicher stellte (74.). Am Europapokal-Aus der Spurs änderte das freilich nichts.

Leverkusen scheitert schon wieder an Spaniern

Rutschpartie: Bayer Papadopoulos und Kramer (re.) im Duell mit Villarreals Soldado.
Rutschpartie: Bayer Papadopoulos und Kramer (re.) im Duell mit Villarreals Soldado.
© Getty ImagesZoomansicht

Bayer Leverkusen brauchte nach dem 0:2 im Hinspiel zu Hause gegen den FC Villarreal schon ein kleines Fußball-Wunder, sollte das Aus vermieden werden. Zu allem Überfluss musste Sturmtank Kießling (Hüfte) passen, dafür standen Kramer und Mehmedi zur Verfügung. Spielerisch legten die Leverkusener ordentlich los, machten vor allem auf den Flügel Betrieb, kamen aber gegen die drittstärkste Defensive der Primera Division aber nur zu selten zu vielversprechenden Chancen. Für seltene Ausnahmen sorgten Calhanoglu (19.) und Frey (45.).

Nach Wiederanpfiff näherte sich die Schmidt-Elf in Person von Papadopoulos dem Tor - der Grieche scheiterte per Kopf am Lattenkreuz (53.) und musste etwas später sogar noch angeschlagen raus. Auf der anderen Seite setzten die clever aufspielenden Gäste immer wieder Nadelstiche, blieben vor dem Tor aber zu ineffektiv.

Weil auch die Leverkusener die letzte Konsequenz vermissen ließen, blieb es schließlich beim 0:0 und der Gewissheit: Bayer scheiterte binnen zehn Jahren zum fünften Mal im Europapokal an einer spanischen Mannschaft. Das Gelbe U-Boot hingegen baute seine stolze Serie auf internationalem Parkett weiter aus: Die "Groguets" sind seit neun Partien ungeschlagen (6/3/0).

Coutinhos Ausgleich ist der Knackpunkt

Für Jürgen Klopp sind Duelle gegen Manchester United immer etwas besonderes, so auch das Rückspiel in Old Trafford, in das der FC Liverpool mit einem 2:0 in Gepäck durchaus selbstbewusst gehen konnte. Nach einer ausgeglichenen halben Stunde verursachte Clyne aber gegen Martial einen Strafstoß, den der Gefoulte selbst sicher verwandelte (32.). Die Hoffnung der Red Devils war jedoch nicht von langer Dauer, denn Coutinho sorgte per Lupfer aus spitzem für das 1:1 (45.). Das war der Knackpunkt der Partie, denn ManUnited, bei dem Schweinsteiger in der 70. Minute eingewechselt wurde, war nicht mehr in der Lage, die durchaus abgezockt spielenden Liverpooler nochmal ernsthaft in Gefahr zu bringen.

Sein Tor ebnete den Reds den Weg: Coutinho (re.) vom FC Liverpool.
Sein Tor ebnete den Reds den Weg: Coutinho (re.) vom FC Liverpool.
© Getty Images

Sevilla macht mit Basel kurzen Prozess

Gar keine Mühe hatte Titelverteidiger FC Sevilla, der noch in Durchgang eins gegen den FC Basel das Weiterkommen klarmachte: Rami per Kopf nach Eckball (35.) sowie Gameiro per Doppelschlag (44., 45.) sorgten noch vor der Pause für extrem gute Laune bei den eigenen Anhängern. Danach brachten die Andalusier den klaren Sieg gegen aufsteckende Schweizer routiniert über die Runden.

Donezk reicht Nullnummer

Wenig Fußball war in Anderlecht geboten, wo Schachtar Donezk vom Anpfiff weg auf Spielzerstörung aus war und gegen offensiv harmlose Belgier keine großen Probleme hatte, ein 0:0 zu halten. Praktisch mit dem Schlusspfiff stach Eduardo für die Gäste dann aber doch noch zu und bescherte Schachtar so doch noch den Auswärtssieg (90.+3). Das reichte den Ukrainern, die vor einer Woche zu Hause mit 3:1 triumphiert hatten, logischerweise, um das Ticket für die Runde die letzten Acht zu lösen.

Braga ergreift die nicht vorhandene Chance

Brachte für Braga den Stein ins Rollen: Ahmed Hassan.
Brachte für Braga den Stein ins Rollen: Ahmed Hassan.
© Getty ImagesZoomansicht

Turbulent ging es in Portugal zur Sache, wo Sporting Braga gegen das hoch favorisierte Fenerbahce Istanbul ein 0:1 aus dem Hinspiel egalisierte und sich am Ende nach Hin- und Rückspiel mit 4:1 durchsetzte. Die Portugiesen erwischten einen prima Start und gingen durch Hassan schon nach elf Minuten in Führung, sahen zur Pause aber schon wieder der sichere Verlierer aus. Potuk hatte für die Türken, die sehr aggressiv auftraten, ausgeglichen (45.+3). Braga musste demnach drei Tore machen, um nicht auszuscheiden und hatte gefühlt keine Chance. Diese nutzten die Hausherren dann aber: Nach der Ampelkarte für Topal (67.) und einem ziemlich fragwürdigen Elfmeter sorgten Josué (69., FE), Stojiljkovic (74.) und Rafa (83.) für das Wunder. Fener sah seine Felle davon schwimmen und hatte auch die eigenen Nerven nicht im Griff: Potuk holte sich Rot ab (87.), der eingewechselte Sen Gelb-Rot (90.+7).

Aduriz ist Athletics Lebensretter

Eine gute Ausgangsposition gab indes Bilbao beinahe aus der Hand. Valencia machte im spanischen Vergleich gegen Bilbao das 0:1 aus dem Hinspiel bereits nach 13 Minuten wett - Santi Mina staubte einen abgewehrten Negredo-Schuss ab - und war zur Pause bereits im Vorteil, da Santos nach 37 Minuten wuchtig per Kopf das 2:0 erzielt hatte. Aduriz avancierte allerdings eine Viertelstunde vor Schluss zum Retter der Basken, er traf zum 1:2 und brachte damit sein Team dank der Auswärtstorregel eine Runde weiter.

Lazio scheidet sang- und klaglos aus

Nach dem 1:1 im Hinspiel bei Sparta Prag waren die Aussichten von Lazio Rom gar nicht so schlecht, doch das änderte sich grundlegend in der ersten Viertelstunde des Rückspiels im Stadio Olimpico: Dockal (10.) und Krejci (12.) schockten die Laziali mit einem frühen Doppelschlag und rissen die Tür zum Viertelfinale sperrangelweit auf. Die Römer, bei denen Klose in der Startelf stand, zeigten sich geschockt und kassierten noch vor der Halbzeit das 0:3 durch Julis, der sehenswert aus dem Stand traf (44.). Im römischen Fußball-Tempel Olimpico war die Messe da schon gelesen, Durchgang zwei hatte nicht mehr viel zu bieten, sodass sich Lazio Rom letzten Endes sang- und klanglos aus der diesjährigen Europa League verabschiedete.

drm

Europa League, 2015/16, Achtelfinale
FC Sevilla - FC Basel 3:0
FC Sevilla - FC Basel 3:0
Offene Ausgangslage

Nach dem 0:0 im Hinspiel war zwischen Basel und Sevilla alles offen, wobei den Schweizern im andalusischen Hexenkessel eine große Aufgabe bevorstand.
© Getty Images

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