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26.02.2016, 21:31

Bayer Leverkusen trifft erneut auf das "gelbe U-Boot"

"Es wird heiß": Villarreal weckt Erinnerungen an 2011

"Als Reiseziel sicherlich nett, aber das ist nebensächlich." Bayer-04-Manager Jonas Boldt blickt mit einigem Respekt auf den FC Villarreal, der zwischen Leverkusen und dem Viertelfinale der Europa League steht. Tatsächlich hätte es die Rheinländer schlimmer erwischen können als mit dem Trip ans Mittelmeer in die rund 60 Kilometer nördlich von Valencia gelegene 50.000-Einwohner-Stadt. Doch sportlich hat es das Los in sich.

Villarreal-Jubel im Madrigal im Spiel gegen Neapel
Gelb jubelt im Madrigal - eine Szene, die man bei Bayer 04 ungern sehen würde.
© imagoZoomansicht

"Das wird sehr heiß", sagt Boldt mit Blick auf den Auftritt im "Madrigal", in dem Villarreal nicht nur zehn von 13 Heimspielen der aktuellen Spielzeit in der heimischen Primera Division, sondern auch alle vier Europa-League-Partien ohne ein Gegentor gewann. Leverkusen ist also gewarnt vor dem aktuellen Tabellenvierten der Primera Division, der nicht den großen, klingenden Namen mitbringt, aber deshalb auch kein weniger unangenehmer Gegner sein wird.

Marcos Senna, langjähriger Spieler des FC Villarreal und nach Ende seiner aktiven Karriere seit Anfang Februar als Vertreter des Klubs unterwegs, ordnet in seiner Analyse für Villarreal die Chancen der Spanier als gar nicht so schlecht ein. "Wir hätten ein weniger schwieriges Team erwischen können, aber es ist auch nicht das komplizierteste Los", meint der gebürtige Brasilianer, der 28 Länderspiele für Spanien bestritt. Als positives Signal stuft Senna das bisher einzige Aufeinandertreffen beider Klubs ein, das durchaus kuriose Parallelen zu bieten hat.

Wie 2011: Erst Neapel, dann Bayer 04

Denn schon 2010/11 traf das "gelbe U-Boot" ("Submarino amarillo") im Achtelfinale auf Leverkusen, schaltete Bayer 04 damals in den Spielen am 10. und 17. März - also auf den Tag genau fünf Jahre vor den diesjährigen Begegnungen - aus: 3:2 siegte Villarreal am Rhein, 2:1 dann im eigenen Stadion.

Doch die Parallelen gehen noch weiter: In der Zwischenrunde der Europa League hatte sich Villarreal damals gegen den SSC Neapel durchgesetzt - wie auch jetzt. Mit Senna als Kapitän hielten die Spanier in Neapel ein 0:0, im Rückspiel gab es einen 2:1-Sieg, nachdem Marek Hamsik die Süditaliener zunächst in Führung gebracht hatte. Eben jener Hamsik, dessen Treffer im Rückspiel auch diesmal nicht zum Weiterkommen reichte. Anschließend setzte sich Villarreal auch noch gegen den FC Twente Enschede durch, scheiterte dann erst im Halbfinale am späteren Titelträger FC Porto.

Der Schlüssel wird sein, zu Hause zu gewinnen und auswärts ein Tor zu machen.Marcos Senna

Kein Wunder, dass Senna das bisher einzige Aufeinandertreffen mit Bayer 04 als gutes Omen nimmt und einen psychologischen Vorteil sieht: "Das Positive ist, dass wir vor fünf Jahren gegen Leverkusen gespielt und uns damals durchgesetzt haben." Und wie Villarreal auch 2016 ins Viertelfinale einziehen kann, weiß Senna ganz genau: "Der Schlüssel wird sein, zu Hause zu gewinnen und auswärts ein Tor zu machen."

Villarreal-Trainer Marcelino Garcia Toral
Villarreal-Trainer Marcelino Garcia Toral ordnet Leverkusen bei den Top-Teams der Europa League ein.
© imago

Vor allem die Defensive, in der auch der frühere BVB- und 1860-Rechtsverteidiger Antonio Rukavina (2008-09 bzw. 2009-12) zum Einsatz kommt, soll es richten. Wenig verwunderlich, markiert sie doch auch die eigene Stärke. 18 Gegentore musste das Team von Trainer Marcelino in dieser La-Liga-Saison erst hinnehmen, nur Atletico kassierte weniger. "Unsere Verteidigung ist sehr gut", sagt auch Senna, der einigen Respekt vor Ex-Real-Stürmer Chicharito hat: "Ein Spieler, der in der Regel viele Tore macht", meint Senna, der aber darauf verweist, dass Villarreal auch Neapels Torjäger Gonzalo Higuain an die Kette gelegt habe.

Nicht wirklich zufrieden mit dem Los war Trainer Marcelino Garcia Toral, kurz Marcelino. "Wir hatten nicht besonders viel Glück bei dieser Auslosung", meint der 50-Jährige. "Wir haben gerade erst ein großartiges Team herausgeworfen (SSC Neapel, Anm. d. Red.), aber Leverkusen ist eine genauso große Mannschaft." Leverkusen stuft er als einen der drei oder vier schwierigsten Gegner im verbliebenen Teilnehmerfeld ein. Der sich aber seinerseits auf einen harten Prüfstein einstellen kann.

bru

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26.02.16
 
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