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19.03.2015, 23:36

Überblick: Florenz jubelt - Goodbye England

Wolfsburg im Viertelfinale - Besiktas scheitert

Arg geschröpft kamen die deutschen Teams aus dem Achtelfinale der Champions League - nur die Bayern "überlebten". In der Europa League hielt sich Wolfsburg nun bei Inter aber schadlos und steht unter den letzten acht Mannschaften. Dort steht auch Mario Gomez mit dem AC Florenz, der den AS Rom aus dem Wettbewerb kegelte. Kevin Kuranyi schied mit Dynamo Moskau gegen Napoli aus, und Everton musste als letzter englischer Verein die Segel streichen. Außerdem haben es auch zwei Klubs aus der Ukraine geschafft.

Schlag ein: Bendtner (li.) und Luiz Gustavo bejubeln den 2:1-Siegtreffer.
Schlag ein: Bendtner (li.) und Luiz Gustavo bejubeln den 2:1-Siegtreffer.
© Getty ImagesZoomansicht

Trotz des tollen Ergebnisses aus dem Hinspiel (3:1) hatte im Vorfeld des Rückspiels Wolfsburgs Trainer Dieter Hecking unermüdlich auf die Euphorie-Bremse gedrückt und war stets als Mahner aufgetreten. Hecking erwartete einen schweren Gang gegen einen physisch sehr starken Gegner, doch dann entpuppte sich Inter als harmlos. Die Nerazzurri probierten es anfangs zwar noch, hatten aber keine Mittel, um die solide VfL-Defensive in Bedrängnis zu bringen. Und dann schlug die 24. Minute, in der das Spiel im Grunde bereits entscheiden wurde: Der sich seit Wochen in Gala-Form befindliche De Bruyne setzte sich auf der Außenbahn durch und bediente im Zentrum Caligiuri, der zum 1:0 einnetzte und damit die mitgereisten Anhänger der Wölfe glücklich machte.

Für den Deutsch-Italiener selbst dürfte es ein ganz besonderer Treffer gewesen sein, war er doch als Kind glühender Anhänger des AC Mailand. Unabhängig davon wurde es im weiteren Verlauf in San Siro recht ruhig, zu kontrolliert und abgeklärt traten die Niedersachsen auf. Mit fortschreitender Spieldauer verflachte die Partie aber, der VfL ließ sich einlullen und kassierte prompt die Quittung: Über den eingewechselten ehemaligen Stuttgarter Kuzmanovic und Hernanes landete der Ball bei Palacio, der auf 1:1 stellte (71.). Dass es schlussendlich doch noch zum Auswärtssieg reichte, dafür zeichnete der eingewechselte Bendtner verantwortlich, der kurz vor Schluss den 2:1-Endstand markierte (89.).

In Sevilla bleibt das Fußballwunder aus

Der FC Sevilla hatte mit seinem 3:1-Triumph im Hinspiel im rein spanischen Duell beim FC Villarreal bereits mehr als die halbe Miete eingefahren und musste nun daheim das Kind nur noch schaukeln. Das "Gelbe U-Boot" brauchte ein Fußballwunder, das jedoch trotz aller Mühen ausblieb. Der Titelverteidiger und dreimalige Europa-League-Gewinner präsentierte sich zu abgeklärt, ließ nichts anbrennen und zog in die nächste Runde ein. Das Spiel endete nach Toren von Sevillas Iborra (69.) und Denis Suarez (83.) sowie dos Santos (73.) auf der Gegenseite am Ende 2:1 - Villarreals Bailly sah zudem noch die Ampelkarte (77.).

Wie im Hinspiel: Brügge gewinnt nach Rückstand

Hände hoch: Brügges de Sutter (re.) jubelt über das 1:1.
Hände hoch: Brügges de Sutter (re.) jubelt über das 1:1.
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Emotional ging es am Bosporus zur Sache: Besiktas Istanbul, letzter türkischer Vertreter auf europäischem Parkett, schickte sich an, den FC Brügge aus dem Weg zu räumen. Kein leichtes Vorhaben für das Team des kroatischen Erfolgstrainer Slaven Bilic, der vor einer Woche mit seinem Team in Belgien in einem unterhaltsamen Duell mit 1:2 das Nachsehen gehabt hatte. Ein Traumtor des brasilianischen Linksverteidigers Ramon Motta kurz nach Wiederanpfiff brach jedoch den Bann und sorgte dafür, dass das Atatürk-Stadion zum Tollhaus wurde - BJK befand sich auf Viertelfinalkurs (48.). Doch der pfeilschnelle de Sutter trübte die Stimmung im weiten Rund mit seinem Treffer zum 1:1 jedoch wieder ein (61.). Die Partie wies große Parallelen zum Hinspiel aus, denn auch diesmal machten die Belgier aus einem Rückstand einen Sieg: Mbombo raubte mit seinem Doppelpack (80., 90.) alle Hoffnungen auf ein Weiterkommen und führte Brügge zum 3:1-Erfolg und damit zugleich eine Runde weiter. Zu allem Überfluss sah aus Sicht der Türken der ehemalige Lauterer Sahan auch noch die Rote Karte (90.+1).

Destruktive Zarenstädter zittern sich weiter

Langweile herrschte derweil über weite Strecken in Turin, wo Zenit St. Petersburg nach dem 2:0 aus dem Hinspiel ausschließlich auf Spielzerstörung aus war und mit dieser destruktiven Spielweise die Italiener weitgehend im Griff hatte. Turin kam zwar zu einigen Standardsituationen, war aber nicht zwingend genug. Darüber hinaus ging es auf dem Rasen durchaus kernig zur Sache, was zahlreiche Gelbe Karten mit sich brachte. Teuer für die Russen, die sich trotz einer 0:1-Niederlage - Glik hatte für die Hausherren in der 90. Minute getroffen - und einer sechsminütigen Nachspielzeit zwar für die Runde der letzten Acht qualifizierten, im Viertelfinale aber auf die dann Gelb-gesperrten Criscito und Danny verzichten werden müssen.

Ajax scheidet in der Verlängerung aus

Nicht zwingend war auch Ajax Amsterdam, das zu Hause die 0:1-Schlappe aus dem Hinspiel bei Dnipro Dnipropetrowsk (Ukraine) umbiegen wollte. Die Niederländer riskierten schlichtweg zu wenig gegen destruktive Gäste, die nichts Besseres zu tun hatten, als es sich rund um den eigenen Sechzehner gemütlich zu machen und sich dort einzuigeln. Ein krasser Fehler von Egidio eröffnete Ajax nach einer Stunde aber die Chance, die Bazoer sich nicht entgehen ließ - 1:0. Dabei blieb es nach den regulären 90 Minuten, die Partie ging in die Verlängerung - ein Elfmeterschießen sollte es aber nicht geben: Dnipros Kapitän Konoplyanka hatte nämlich in der 97. Minute die Eingebung, als er gekonnt ins lange Eck schlenzte. Der K.o. für Ajax? Keineswegs, denn die Amsterdamer gingen kurz vor Schluss durch den eingewechselten van der Hoorn erneut in Front (117.), konnten den Bock letzten Endes aber trotz zwei Minuten Nachspielzeit nicht mehr umstoßen.

Desaströse Roma verpennt die Anfangsphase und Florenz feiert

Gonzalo Rodriguez
Eiskalter Schütze: Gonzalo Rodriguez blieb bei zwei Elfmetern cool.
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Die Fiorentina, bei der Gomez die Bank drückte, kam am Abend nicht mit der besten Ausgangsposition zur Roma (Hinspiel: 1:1) und hatte die Partie dennoch nach gut 20 Minuten für sich entschieden. Zunächst gab es nach stümperhaftem einsteigen Elfmeter. Gonzalo Rodriguez musste zweimal ran, blieb aber cool. Erst schoss er rechts ein, beim zweiten Anlauf links. Danach ging es drunter und drüber. Erst versuchte Keeper Skorupski einen verunglückten Rückpass im Spiel zu halten und legte sich damit das Ei fast selbst ins Nest. Denn Marcos Alonso setzte hinterher, schnappte sich den Ball und schob ins leere Tor ein. Doch damit nicht genug. Nach einer Ecke verweigerte die Roma-Defensive komplett die Arbeit, Basanta durfte ungehindert einköpfen - 0:3. Vorne lief es bei den Hausherren, bei denen Totti auf der Bank saß, auch nicht besser. Gute Chancen hatte das Team von Rudi Garcia zwar, ließ sie aber allesamt aus. Die Fans quittierten den frühen Rückstand mit Rückzug aus der Kurve. Den negativen Schlusspunkt setzte Ljajic, der kurz vor dem Ende seine zweite Gelbe Karte sah und vom Feld musste.

Kiew schmeißt letztes englisches Team raus

In Kiew verabschiedete sich mit dem FC Everton nach einem unterhaltsamen Kick das letzte englische Team aus dem Europacup. Bevor es aber losging, wurde vor allem über den schlechten Rasen diskutiert, der Partie war dieser Umstand allerdings nicht abträglich. Denn bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt wurde den Fans schnell warm. Mit einem herrlichen Schuss aus rund 25 Metern brachte Yarmolenko sein Team in Front. Das war Ansporn genug für Lukaku, der mit einem lässigen und ebenfalls sehenswerten Schuss schnell ausglich. Die Freude darüber währte wieder nur kurz, denn per Doppelschlag lag Everton nach 37 Minuten plötzlich 1:3 hinten. Zunächst staubte Teodorczyk ab, Yarmolenko hatte glücklich via Oberschenkel aufgelegt. Auch beim dritten Treffer war Fortune im Spiel, denn Miguel Velosos Schuss fälschte Coleman unhaltbar ab. Die Toffees erlebten einen schwarzen Abend, denn nach dem Wechsel ging es weiter. Yarmolenko bereitete einmal mehr vor und Gusyev vollendete im zweiten Versuch via Innenpfosten. Es war ein offener Schlagabtausch, vor dem Tor hatte Everton aber nicht den nötigen Punch. Atsu scheiterte mit einem Schuss am Keeper, Barkley knallte das Leder an den Pfosten. Bei den Hausherren klappte dagegen fast alles: Per Traumtor erzielte Antunes aus 30 Metern den fünften Treffer für die Ukrainer. Yarmolenko war dagegen gnädig, donnerte die Kugel "nur" noch an den Querbalken. Jagielka durfte nach einer Ecke per Kopf noch auf 2:5 verkürzen. Das war es dann aber und die Europareise war für England beendet.

Napoli reicht torloses Remis in Moskau

Bereits um 18 Uhr starteten Dynamo Moskau und der SSC Neapel in den Abend. Eigentlich wollte Dynamo Moskau zur Aufholjagd gegen Napoli blasen, blieb am Ende aber ohne Tore und schied aus (Hinspiel: 3:1 für Neapel). Die Russen hatten dabei Glück, nicht schon früh in Rückstand zu geraten, ein schöner Schlenzer von Mertens landete nur an der Latte. Aber auch die Hausherren hatten ihre Chancen, gleich zwei Mal landete die Kugel im Netz. Allerdings wurde bei beiden Treffern zu Recht auf Abseits entschieden. Insgesamt war Neapel aber die bessere Mannschaft und sicherte sich verdientermaßen das Ticket für das Viertelfinale.

kon

Europa League, 2014/15, Achtelfinale
Ajax Amsterdam - Dnipro Dnipropetrowsk 2:1
Ajax Amsterdam - Dnipro Dnipropetrowsk 2:1
Zugekniffen

Augen zu und durch: Ajax-Angreifer Kishna gegen Dnipro.
© Getty Images

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