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20.02.2015, 14:50

Nach den Ausschreitungen durch Feyenoord-Hooligans

Fassungslosigkeit in Rom: "Das sind Barbaren"

Am Rande des Europa-League-Auftritts beim AS Rom randalierten Hooligans von Feyenoord Rotterdam und schlugen eine Schneise der Verwüstung durch die Ewige Stadt. In Italien herrscht Fassungslosigkeit, doch eine Bestrafung seitens der UEFA muss der Verein, dessen Anhänger nicht zum ersten Mal negativ auffielen, nicht befürchten. Politiker in Rom fordern daher eine Entschädigung.

Hooligans von Feyenoord Rotterdam
Hooligans von Feyenoord Rotterdam liefern sich Scharmützel mit der italienischen Polizei.
© picture allianceZoomansicht

"Barbaren!", titelte am Freitag die italienische Sportzeitung "Gazzetta dello Sport", nachdem mehrere Hundert überwiegend betrunkene Anhänger Feyenoords das Zentrum der Ewigen Stadt teilweise schlimm verwüstet hatten. Bereits in der Nacht vor dem Spiel gerieten gewaltbereite Feyenoord-Hooligans mit den Polizeikräften zusammen, am Donnerstag kam es dann am zentralen Platz Piazza di Spagna in der Nähe der Spanischen Treppe zu schweren Zusammenstößen. Etliche Geschäfte wurden verwüstet, auch der am Platz befindliche historische Brunnen Fontana della Barcaccia wurde schwer verwüstet. 13 Polizisten sowie fünf Krawallmacher wurden verletzt.

"Das sind Barbaren! Ich kann dafür keine Worte finden", sagte Italiens Premierminister Matteo Renzi am Donnerstagabend in einem Interview dem TV-Sender RAI. Renzi forderte eine offizielle Entschuldigung von Feyenoord: "Das einzige Statement von Feyenoord kann heute nur fünf Buchstaben haben: Sorry."

Die Einsatzkräfte konnten insgesamt 28 Personen festnehmen, 19 von ihnen wurden bereits durch Schnellverfahren zu Haftstrafen von bis zu einem halben Jahr oder zu Geldstrafen von bis zu 45.000 Euro verurteilt.

Barcaccia-Brunnen
Spuren der Verwüstung am Barcaccia-Brunnen.
© picture alliance

Eine Bestrafung seitens der UEFA muss der Verein allerdings nicht befürchten. "Wir verurteilen alle gewalttätigen Vorfälle, die in der Stadt stattgefunden haben. Aber es liegt nicht innerhalb der Zuständigkeit der UEFA, Maßnahmen dagegen zu unternehmen, weil die Dinge nicht während des Spiels im Stadion passiert sind", erklärte ein Sprecher der Europäischen Fußball-Union am Freitag niederländischen Medien zufolge.

Roms Bürgermeister Ignazio Marino forderte den Verein unterdessen auf, für die entstandenen Schäden aufzukommen. "Mein Vorschlag ist, dass die Feyenoord-Verantwortlichen jetzt ihr Scheckbuch öffnen und die Stadt für die entstandenen Zerstörungen entschädigen", sagte Marino.

Das sind Barbaren! Ich kann dafür keine Worte finden.Italiens Premierminister Matteo Renzi

Den Vorwurf Renzis, dass Feyenoord seine eigenen Anhänger nicht unter Kontrolle habe, wollte Eric Gudde nicht auf sich sitzen lassen. Der Direktor Feyenoords verurteilte das Verhalten der Hooligans scharf und nannte es "total verwerflich". Allerdings stellte er klar, dass sich die registrierten Fans im Stadion anständig verhalten hätten. "Wir sind für die Fans im Gäste-Bereich des Stadions verantwortlich", sagte Gudde gegenüber dem niederländischen TV-Sender NOS.

Immerhin sagte der niederländische Botschafter in Rom seine Mithilfe bei der strafrechtlichen Verfolgung der Täter zu. In Den Haag forderten Politiker mehrerer Parteien scharfe Konsequenzen für gewalttätige Fußballfans.

jer

Video zum Thema
kicker.tv Hintergrund- 20.02., 12:35 Uhr
Feyenoord-Fans sorgen für schwere Krawalle
Am Rande der Europa-League-Partie zwischen AS Rom und Rotterdam liefern sich Feyenoord-Fans schwere Krawalle mit der Polizei. Der Bereich um die Spanische Treppe gleicht einem Schlachtfeld. Es fliegen Flaschen, Feuerwerkskörper und andere Gegenstände. Die Polizei berichtet von 20 Festnahmen. In Schnellverfahren wurden die ersten Randalierer bereits hart bestraft.
Alle Videos in der ÜbersichtAlle Videos per RSS
20.02.15
 

4 Leserkommentare

witzischkyt
Beitrag melden
26.02.2015 | 15:52

Sind die da zu Fuß hin

oder wieso zieht man die Autos von diesen europaweit bekannten Figuren nicht schon auf den 1600 km [...]
berlino1
Beitrag melden
24.02.2015 | 20:07

Barbaren

Die Kosten sollten wirklich von den hirnamputierten Grölköppen getragen werden - und nur von denen. [...]
reinmull
Beitrag melden
20.02.2015 | 23:23

hooligans

Nur ganz klare und schnelle Strafen helfen da.
Und für die Schäden selbst aufkommen, anstatt sie d[...]
ToWo11
Beitrag melden
20.02.2015 | 15:34

Schaden anrichten ohne Konsequenzen fürchten zu müssen

Die für mich einzig sinnvolle Konsequenz ist: Täter ausfindig machen und für alles aufkommen lassen. [...]

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