Das erhoffte Bundesliga-Duell wird es im Achtelfinale nicht geben. Während der VfB Stuttgart seine Aufgabe in Genk erfüllte, konnte Mönchengladbach in Rom bei Lazio nicht nachziehen.
Fast 10.000 Fans der Borussia aus Mönchengladbach fanden den Weg ins Stadio Olimpico, was sie da zu sehen bekamen, konnte ihnen aber nicht schmecken. Nach engagierter Anfangsphase spielte Dominguez mit einem groben Patzer Lazio - ohne den verletzten Klose - in die Karten, von dem 0:1 erholte sich der Bundesligist nicht wirklich. Vielmehr agierten die "Fohlen" in der Abwehr zu sorglos, kassierten durch Candreva einen weiteren Treffer und konnten ihren Traum vom Weiterkommen nach dem 3:3 im Hinspiel schon nach 45 Minuten begraben. Das Aufbäumen in der Schlussphase der Partie kam zu spät und war auch nicht von Erfolg gekrönt. Die "Laziali" schaukelten den Sieg über die Zeit. Mönchengladbach verspielte den ersten Achtelfinaleinzug im Europacup seit 18 Jahren, Lazio ist weiter.
Für den Serie-A-Klub geht es gegen einen weiteren Bundesligisten weiter, denn Stuttgart übersprang die Hürde KRC Genk. "Es war ein erster kleiner Schritt in die richtige Richtung", hatte VfB-Manager Fredi Bobic nach dem 1:0 in der Liga bei der TSG Hoffenheim und dem damit verbundenen Ende der Negativserie betont, der viel größere folgte in Genk. Nach dem 1:1 im Hinspiel, als die Belgier in der Nachspielzeit noch zuschlugen und die Ausgangssituation der Schwaben schlagartig veränderten, ging die Labbadia-Elf in der Cristal Arena als Sieger vom Platz. Genk hielt zunächst aufopferungsvoll dagegen, die besseren Chancen gehörten aber dem VfB. So köpfte Tasci knapp drüber, rettete Koulibaly auf der Linie und hatte Harnik das Visier zu hoch eingestellt. Mit dem Pausenpfiff erlöste Boka den Bundesligisten, auch wenn sein Schuss zweimal abgefälscht wurde. Auch in Durchgang zwei war Stuttgart das gefährlichere Team. Ibisevic, der im Achtelfinal-Hinspiel gelbgesperrt fehlen wird, vergab die Riesenchance zum 2:0, die sich Gentner nach einer knappen Stunde nicht nehmen ließ. Die Schwaben sind weiter und haben am 7. März zunächst Heimrecht gegen Lazio.
Im Achtelfinale nicht mehr dabei ist der Titelverteidiger. Atletico Madrid gewann zwar durch einen später Treffer von Torjäger Falcao bei Rubin Kasan, nach dem 0:2 im Hinspiel verabschiedeten sich die Spanier aus dem Wettbewerb. Die Russen dagegen dürfen weiter träumen.
Das darf auch Inter Mailand. Der Serie-A-Klub fuhr mit einem 2:0 nach Rumänien, auch im Rückspiel konnte Cluj nicht wirklich Paroli bieten. Hatte zu Hause Palacio mit einem Doppelpack alles klar gemacht, sorgte in Cluj beim 3:0 Guarin mit zwei Toren für den Inter-Sieg. Die "Nerazzurri" treffen nun auf Tottenham, das in Lyon lange vor dem Aus stand. Dembeles später Ausgleich verhalf den "Spurs" mit dem Ex-Schalker Holtby eine Runde weiter. Newcastle reichte das dritte Europa-League-Tor der laufenden Saison von Ameobi, um nach der Nullnummer im Hinspiel bei Metalist Charkiw zu bestehen.
| 1. Kozak, Libor | Lazio Rom | ![]() |
| Spiele: 10 | Tore: 8 | |
| 2. Cardozo, Oscar | Benfica Lissabon | ![]() |
| Spiele: 9 | Tore: 7 | |
| 3. Cavani, Edinson | SSC Neapel | ![]() |
| Spiele: 7 | Tore: 7 | |
| 4. Fernando Torres | FC Chelsea | ![]() |
| Spiele: 9 | Tore: 6 | |
| 5. Palacio, Rodrigo | Inter Mailand | ![]() |
| Spiele: 7 | Tore: 6 | |