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19.02.2013, 10:29

Gladbach: Interview mit dem Österreicher

Stranzl: "Ich brauche kein Spektakel"

Das Hinspiel zwischen Borussia Mönchengladbach und Lazio Rom (3:3) war mit einer spektakulären zweiten Hälfte ein echter Leckerbissen für die Fans. Darauf würde Martin Stranzl im Rückspiel gerne verzichten und setzt vor allem auf eine gute Defensive. Im Interview mit dem kicker spricht er aber auch die hohe Belastung an, die der Termindruck zwischen Europa League und Bundesliga mit sich bringt.

Martin Stranzl
Torschütze im Hinspiel: Gladbachs Martin Stranzl glaubt in Rom an die Borussia.
© picture allianceZoomansicht

kicker: Herr Stranzl, verspielt die Borussia im Februar ihre Ziele?

Martin Stranzl: Gegen Lazio stehen unsere Chancen weiterhin 50 zu 50. Und die Niederlage in Hamburg kostet uns auch nicht alle Möglichkeiten, die Saison unter den besten sechs zu beenden.

kicker: 0:1 - ein Rückschritt?

Stranzl: Nein. Nach acht Gegentoren in den vergangenen drei Spielen traten wir wieder stabiler auf, verteidigten geschlossener und arbeiteten besser gegen den Ball. Hamburg besaß nur zwei Torchancen. Das ist schon ein Fortschritt. Allerdings hätten wir unsere Angriffe besser ausspielen müssen. Ein Punkt war drin - und wäre auch verdient gewesen.

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kicker: Stolpert die Borussia in eine Talfahrt wie in der Hinrunde?

Stranzl: Wir liegen nur einen Punkt hinter unserer Bilanz aus der Hinrunde, es ist noch alles möglich nach oben. Wir wollen die 25 Punkte bis zur Winterpause wiederholen und vielleicht sogar ein paar Zähler draufpacken. Aber: Wenn wir wieder ins internationale Geschäft einziehen möchten, müssen wir uns verbessern und auch Spiele wie gegen Dortmund am Sonntag gewinnen.

kicker: Welchen Einfluss hatte die Pause von nur 40 Stunden zwischen Rom und Hamburg?

Stranzl: Ich will das nicht als Ausrede anführen. Es standen fünf frische Spieler in der Anfangself. Da sitzt vielleicht nicht jeder Automatismus, aber unter dem Strich war die Leistung in Ordnung.

kicker: Kein Kräfteverschleiß?

Stranzl: Doch. Nach dem Abpfiff in Hamburg war ich leer, komplett ausgepumpt. Man darf sich die Müdigkeit nur nicht vor dem Spiel einreden, sonst spielt der Kopf überhaupt nicht mehr mit.

kicker: Wie wirkt sich die kurze Pause aus Spielersicht aus?

Stranzl: Am zweiten Tag ist man körperlich down. Das ist so und nicht wegzudiskutieren. Es kommt ja nicht von ungefähr, dass die meisten Trainer am zweiten Tag freigeben, damit sich die Spieler erholen können. Es ist schade, wenn man für solche Situationen keine anderen Lösungen findet, zum Beispiel ein weiteres Sonntagsspiel. Es handelt sich schließlich um absolute Ausnahmen und trifft nicht nur uns, sondern andere Vereine genauso.

Wir wissen, dass wir auswärts gegen Top-Gegner bestehen können.Martin Stranzl

kicker: Hamburg spielt bei 96 wieder gegen einen europapokal-belasteten Gegner. Ungerecht?

Stranzl: Es bringt nichts zu lamentieren. Nennen wir es einen günstigen Spielplan.

kicker: Warum klappt es in Rom mit dem Weiterkommen?

Stranzl: Wir haben in Kiew und bei Fenerbahce gewonnen, in Marseille ein Remis geholt. Wir wissen, dass wir auswärts gegen Top-Gegner bestehen können.

kicker: Erwarten Sie wieder ein Spektakel?

Stranzl: Ich brauche kein Spektakel, mir reicht ein 1:0. Je länger wir das 0:0 halten, desto gefährlicher wird es für Lazio. Weil wir notfalls immer über Standards für ein Tor gut sind.

Interview: Jan Lustig

Video zum Thema
kicker.tv Hintergrund- 15.02., 09:57 Uhr
Irres 3:3: Last-Minute-Tor schockt Gladbach
Drei Elfmeter, ein Platzverweis, zweimaliger Führungswechsel - und dann kassierte Borussia Mönchengladbach in der Nachspielzeit gegen Lazio Rom noch den Treffer zum 3:3. Noch lange nach Schlusspfiff mussten die "Fohlen" einen verrückten Europa-Laegue-Abend erklären. Die Enttäuschung war den Protagonisten ins Gesicht geschrieben. Der Traum vom Achtelfinaleinzug ist fast schon beendet. Doch Martin Stranzl und Tony Jantschke geben sich kämpferisch.
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19.02.13
 

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