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15.02.2013, 12:38

EL: Leverkusen, Hannover, Stuttgart und Gladbach enttäuschen

Kollektives Wundenlecken

Geschlossen erreichten sie die Zwischenrunde, geschlossen droht dort das Aus: Der Donnerstagabend verlief für die vier deutschen Europa-League-Vertreter enttäuschend. Die Erkenntnisse? Leverkusen verzockt sich unfreiwillig, Hannover fehlt die Absicherung, in Stuttgart grüßt das Murmeltier - und Gladbach lernt ein 3:3 von einer ganz neuen Seite kennen.

LEVERKUSEN: Die Ergebnisse stimmen nicht mehr

Stefan Kießling
Die Hoffnung schwindet: Auch Leverkusen, hier Stefan Kießling, droht in der Europa League das Aus.
© picture allianceZoomansicht

Es ist alles eine Frage der Perspektive, und für Bayer Leverkusen ist sie schlecht: Nach dem 0:1 gegen Benfica Lissabon zuhause braucht man beim portugiesischen Rekordmeister, dem 2012/13 nur der FC Barcelona höchstpersönlich eine Heimniederage beibringen konnte, ein kleines Wunder - oder, wie Sascha Lewandowski anmahnt, mehr "Konsequenz und Galligkeit". In dieser Hinsicht fehle derzeit "der letzte Tick", vielleicht auch, mutmaßt der Trainer, wegen jüngsten Lobeshymnen für die verbesserte Spielweise.

"Leverkusen hat heute gezeigt", resümierte Benfica-Coach Jorge Jesus, "dass es zu Recht in der Meisterschaft steht, wo es steht." Nur noch auf Platz drei nämlich, könnten böse Zungen anfügen: Zuletzt blieben trotz aller Spielkunst die Ergebnisse aus (0:0 in Freiburg, 2:3 gegen Dortmund und 3:3 in Gladbach). Ohne Boenisch, Carvajal und Sam, später auch ohne Schürrle und Castro: Wegen des nahenden Heimspiels gegen Augsburg (Samstag, 15.30 Uhr) mussten Lewandowski/Hyypiä personell ein wenig zocken. Am Ende stand ein Ergebnis, das den Erwartungen des Trainerduos nicht entsprach. "Ein 5:0 wäre sehr gut", hatte Hyypiä im Vorfeld gelächelt. Hinterher ärgerte sich Lewandowski mit ernster Miene: "Es war ein Spiel, das eigentlich unentschieden ausgehen muss."

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HANNOVER: Die Gegentore 59 bis 61

Wundenlecken auch in Moskau: Hannover 96 musste nach dem 1:3 gegen Anschi Machatschkala sogar froh sein, nicht höher verloren zu haben. Innenverteidiger Christian Schulz sprach von einem "Schlag ins Gesicht". Die millionenschweren Anschi-Superstars Samuel Eto'o und Willian wurden von der 96-Defensive nach der Pause vorübergehend derart freundlich eingeladen, dass die Gegentore 59 bis 61 im 35. Pflichtspiel fast zwangsläufig fielen. "Da konnten wir nicht mehr so dagegenhalten, wie wir uns das vorgenommen hatten", bilanzierte Trainer Mirko Slomka frustriert. Sicher konnten sich im Luzhniki-Stadion nur die 96-Fans fühlen - für 7000 Zuschauer wurden rund 1200 Sicherheitskräfte abgestellt.

Jetzt soll es die Hannoveraner Heimstärke in einer Woche richten. "Wir haben uns noch nicht aufgegeben", betonte Slomka, an Auswärtsniederlagen gewohnt. Allerdings kann sich Machatschkala, das sich weiterhin in der Winterpause befindet und Trainer Guus Hiddink schon am Donnerstag mit seiner Eingespieltheit überraschte, bis dahin noch ein wenig besser abstimmen.

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15.02.13
 

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