Im Duell mit Bilbao, das in der Runde zuvor Manchester United ausgeschaltet hatte, setzte es für Schalke in der 21. Minute die kalte Dusche: Torjäger Llorente schoss die Basken in Führung, nachdem Torhüter Hildebrand gepatzt hatte. Die "Königsblauen" antworteten postwendend, Raul glich aus (22.). Zur Pause musste Hildebrand verletzt raus, Schober, etatmäßiger Torhüter Nummer vier, kam zu seinem ersten Pflichtspieleinsatz seit über drei Jahren. Mit einer herrlichen Volleyabnahme erzielte Raul seinen zweiten Treffer (59.), Schalke hatte danach Chancen auf das dritte Tor. Doch nach einer Standardsituation kam Athletic zum Ausgleich und drehte dann mächtig auf. Spätestens als Muniain in der Nachspielzeit das 4:2 erzielte, standen die Basken mit einem Bein im Halbfinale. Schalke kann nur noch ein Wunder helfen. Trainer Huub Stevens: "Daran glaube ich nicht."
Hannover wurde im "Vicente Calderon" von 3.000 Fans unterstützt, die das Stadion trotz des Generalstreiks im öffentlichen Verkehr rechtzeitig erreichten. Ihr Team lief gegen Atletico, bei dem der frühere Bundesliga-Profi Diego nach gerade auskuriertem Muskelfaserriss zunächst nur auf der Bank saß, jedoch schnell einem Rückstand hinterher (Falcao, 9.) und war zunächst klar unterlegen. Der Europa-League-Sieger von 2010 hätte schon höher führen können, als 96 wie aus dem Nichts ausglich: Diouf nutzte die erste Chance der Gäste eiskalt (38.). Nach dem Wechsel (Diego kam nach knapp einer Stunde ins Spiel) spielte die Slomka-Elf besser mit und hielt dagegen, musste kurz vor Schluss allerdings doch noch das 1:2 hinnehmen: Salvio schlenzte den Ball unhaltbar in den Winkel (89.). Hannover darf dennoch von der Runde der letzten Vier träumen.
Ein spanisches Team musste den Platz dann aber doch als Verlierer verlassen. Der FC Valencia unterlag bei AZ Alkmaar mit 1:2, hat aber dennoch gute Chancen aufs Erreichen des Halbfinals. Holman, der im Sommer in die Premier League zu Aston Villa wechselt, brachte den Spitzenreiter der niederländischen Eredivisie kurz vor der Pause sehenswert in Führung. Topal glich sechs Minuten nach Wiederanpfiff per Kopf aus, ehe Martens AZ in der Schlussphase doch noch den Sieg bejubeln ließ.
Sporting Lissabon schien gegen Metalist Charkiw auf eine glänzende Ausgangsposition zuzusteuern. Nach ganz schwacher erster Hälfte kamen die Portugiesen besser aus der Kabine und gingen durch Izmailov (51.) in Führung, Insua erhöhte per Gewaltfreistoß (64.). In der Nachspielzeit der vom deutschen Schiedsrichter Wolfgang Stark geleiteten Partie gelang den Ukrainern dann aber doch noch das wichtige Auswärtstor: Cleiton Xavier behielt vom Elfmeterpunkt die Nerven.