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14.02.2012, 17:52

Schalkes Gegner im Porträt

Pilsen lehrt Prager Klubs das Fürchten

Viktoria Plzen, wie der Klub aus der weltberühmten Bierstadt Pilsen offiziell heißt, lehrt in Tschechien seit einigen Jahren den etablierten Großklubs aus der Hauptstadt Prag das Fürchten. Pokalsieger, Europa League, Meister, Champions-League-Teilnehmer - seit 2010 beherrscht Viktoria die Schlagzeilen. Dabei kommt Trainer Pavel Vrba ohne große Namen aus.

Viktoria Plzen
Freudentanz: Die Spieler Viktoria Plzens feiern das 2:2 in der Champions League gegen den AC Mailand.
© imagoZoomansicht

Der bekannteste Spieler hat den Klub inzwischen verlassen. Martin Jiracek wechselte in der Winterpause zum VfL Wolfsburg, Vaclav Pilar wird im Sommer folgen. Routinier Pavel Horvath und Marek Bakos könnten Schalker Fans ebenfalls noch ein Begriff sein, das war es dann aber schon.

Dennoch schweißte Trainer Pavel Vrba seit seinem Amtsantritt im Jahr 2008 eine verschworene Gemeinschaft zusammen, die zumindest in den letzten beiden Jahren den Klubs aus Prag den Rang abgelaufen hat. Nach dem Pokalsieg 2010 feierte Viktoria in diesem Sommer erstmals den Gewinn der Meisterschaft.

Nach drei Qualifikationsrunden gelang der Sprung in die Gruppenphase der Champions League. In der Gruppe H waren die Großklubs FC Barcelona und AC Mailand eine Nummer zu groß, gegen BATE Baryssau gelang aber der erste Sieg in der Königsklasse. Und zum Abschluss am 6. Spieltag schaffte Viktoria dann tatsächlich die Sensation: Im Heimspiel gegen Milan machte Pilsen einen 0:2-Rückstand wett und schaffte am Ende ein 2:2.

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"Wer in der Champions League in einer starken Gruppe hinter dem FC Barcelona und AC Mailand immerhin Dritter wird, muss über fußballerische Qualität verfügen. Das wird keine einfache Aufgabe, aber unser Ziel bleibt es, in der Europa League so weit wie möglich zu kommen", warnte S04-Kapitän Benedikt Höwedes.

Auch Horst Heldt warnte vor Überheblichkeit: "Pilsen ist eine reizvolle Aufgabe. Sie haben sich in der Champions League achtbar geschlagen. Es ist kein einfaches Los für uns", so der Manager.

Pilsen wird allerdings auch auf Abwehrspieler David Bystron verzichten müssen, der 29-Jährige wurde wegen eines Dopingvergehens für zwei Jahre gesperrt.

14.02.12
 
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