
| Vorname: | Didier |
| Nachname: | Ya Konan |
| Nation: | Elfenbeinküste |
| Verein: | Hannover 96 |
| Geboren am: | 22.05.1984 |
Die Hannoveraner konnten sich nicht lange über den Coup gegen den deutschen Rekordmeister freuen, da erreichte sie im DFB-Pokal gegen den 1. FSV Mainz in der Verlängerung das Aus (0:1). Nach dem anschließenden 1:2 in Mönchengladbach verstummten auch die Stimmen vom "Bayern-Jäger". Und nun folgen die wegweisenden Spiele in Kopenhagen und am Sonntag gegen den FC Schalke 04.
Quo vadis, 96? Glaubt man Angreifer Didier Ya Konan, geht es für die Niedersachsen nur vorwärts. Der Ivorer denkt nicht nur an die Partie in Dänemark, sondern schon einen, wenn nicht sogar mehrere Schritte weiter. "Ich möchte weit kommen", sagt Ya Konan, "vielleicht holen wir auch den Cup!"
Doch um weiter vom Finale in Bukarest im kommenden Sommer träumen zu dürfen, müssen die Niedersachsen erst einmal beim dänischen Meister bestehen. Und das wird schwer genug.
Im Hinspiel (2:2) vor zwei Wochen hat die Mannschaft von Trainer Mirko Slomka eine zweimalige Führung leichtfertig aus der Hand gegeben. "Ich hoffe, wir haben daraus gelernt und können das, was wir oft zu Hause zeigen, jetzt auch einmal auswärts bestätigen", sagte Mittelfeldspieler Lars Stindl, "es fehlen ja nur Kleinigkeiten und im Moment vorn auch ein bisschen das Glück."
Fehlen wird möglicherweise auch der angeschlagene Manuel Schmiedebach. Die Entscheidung über seinen Einsatz werde erst kurzfristig fallen, sagte Slomka nach der Ankunft in der dänischen Hauptstadt. Sollte der Mittelfeldspieler passen, würde Altin Lala zum Zuge kommen.
Mit einem Sieg in Kopenhagen würde Hannover der K.o.-Runde entgegeneilen. Mit dann acht Punkten hätten sie den direkten Verfolger aus Dänemark um vier Zähler distanziert, bei noch zwei ausstehenden Partien. "Ein Sieg in Kopenhagen und einer zu Hause gegen Poltawa, das sind die entscheidenden Schritte", sagte Ron-Robert Zieler.
Der 21-jährige Torwart hatte unter der Woche den Zorn seines Trainers zu spüren bekommen. Als Zieler im Training beim Herauslaufen keine gute Figur machte, blaffte Slomka ungewohnt rau: "Ey Ron, was machst du da? Sekundenschlaf, oder was?"
Auch im sonst so beschaulichen Hannover wird der Ton also schärfer - Folge der gestiegenen Ansprüche und des Höhenflugs in den vergangenen Monaten. Und direktes Resultat des erhöhten Drucks nach zwei Pleiten in Folge. "Ist doch völlig klar, dass man nach zwei Niederlagen nicht auf gute Laune macht", sagte Slomka.
Hannovers Coach, der wieder auf den in Gladbach gesperrten Pinto zurückgreifen kann, kitzelt seine Spieler, um Selbstzufriedenheit erst gar nicht aufkommen zu lassen. Denn gerade bei den jüngsten Niederlagen offenbarten die 96er Schwächen in ihrer größten Stärke. Die Angreifer unterstützten nicht mehr so aggressiv beim Verteidigen, die defensiven Spieler ließen beim Einsetzen der Stürmer Zielstrebigkeit und Präzision vermissen. Und so fehlte es dem berühmten und beim Gegner so gefürchteten blitzschnellen Umschalten an Effektivität.
Da aber auch die Mannschaft von Trainer Roland Nilsson, Nachfolger des nach Köln gewechselten Stale Solbakken, unter Druck steht und unbedingt einen Sieg braucht, um im Europapokal überwintern zu können, können sich die Dänen ein Versteckspiel nicht erlauben. Wie gemalt für die überfallartigen Konter der Slomka-Elf.
| Heim | Gast | Erg. | ||
|---|---|---|---|---|
Worskla Poltawa | - | S. Lüttich | 1:3 (1:2) | |
Kopenhagen | - | Hannover | 1:2 (0:0) | |
| Pl. | Verein | Tore | Pkte. | |
|---|---|---|---|---|
| 1 | ![]() | Standard Lüttich | 6:1 | 8 |
| 2 | ![]() | Hannover 96 | 6:4 | 8 |
| 3 | ![]() | FC Kopenhagen | 4:7 | 4 |
| 4 | ![]() | Worskla Poltawa | 2:6 | 1 |