Überblick: HSV siegt - Wölfe und Bremen remis
In einer Neuauflage des Finales im Pokalsieger-Wettbewerb von 1977 siegte der Hamburger SV mit 3:1 (2:1) gegen den RSC Anderlecht und hat sich mit dem Sieg eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel in der belgischen Hauptstadt am kommenden Donnerstag erarbeitet. Der Traum der Hanseaten vom Endspiel am 12. Mai im eigenen Stadion könnte also weiter gehen.
Bereits vor Anpfiff brandete Jubel auf, als die Startaufstellung verlesen wurde. Superstar Ruud van Nistelrooy stand erstmals für den HSV in der Startelf. Und der Niederländer trug sich neben Mathijsen und Jarolim gleich in die Torschützenliste ein. Dennoch musste das Labbadia-Team nach dem zwischenzeitlichen1:2-Anschlusstreffer kurz vor der Pause lange Zeit zittern, ehe der Erfolg mit zwei Toren Unterschied feststand. Keeper Rost griff in der Schlussphase aber beherzt zu und verhinderte einen weiteren Treffer der Belgier.
Es war die erwartet schwierige Aufgabe für den VfL Wolfsburg. Zehn Grad Celsius unter Null und ein Rasen, der den Namen kaum verdient hatte, stellten für den deutschen Meister alleine Herausforderungen dar. Und da war dann auch noch der russische Meister Rubin Kasan, der sich als ein technisch starkes Kollektiv präsentierte.
Trotz dieser widrigen Bedingungen entwickelte sich eine rassige Partie mit Chancen hüben wie drüben. Das Team von Trainer Lorenz-Günther Köstner hielt trotz einiger Ausfälle gut dagegen. Selbst der Rückstand brachte die Wölfe nicht aus dem Konzept. Misimovic mit einem Traumtor erzielte den für das Rückspiel so wichtigen Ausgleich. Wenig später scheiterte er an der Querlatte, ein Sieg wäre aber auch des Guten zuviel gewesen.
Es war das im Vorfeld befürchtete hitzige Duell zwischen dem FC Valencia und Werder Bremen. Und wie schon beim 2:0 vor gut fünf Jahren in der Champions League beendeten die Spanier die Partie nicht mit elf Mann. Banega sah in der 55. Minute nach einer Tätlichkeit die Rote Karte.
Doch der sechsmalige spanische Meister kam nur 120 Sekunden später zum Ausgleich durch Mata. Trotz Unterzahl war Valencia in einer hektischen Schlussphase dem Siegtreffer näher als die Werderaner, die am Ende mit dem Remis zufrieden sein mussten. Die Stimmung im Mestella kippte nach dem Führungstreffer Bremens durch Frings. Das 1:0 entsprang einem mehr als diskussionswürdigen Foulelfmeter.
Eine weitere Enttäuschung musste der FC Liverpool hinnehmen. Die Reds verloren beim OSC Lille mit 0:1. Das Team von Trainer Rafael Benitez hatte im ersten Abschnitt die besseren Chancen, traf aber das Tor nicht. Im zweiten Durchgang wurden die Franzosen besser, Hazard gelang in der 84. Minute das Siegtor.
Zeitgleich kam Atletico Madrid vor heimischem Publikum gegen Sporting Lissabon nicht über ein torloses Remis hinaus. Die Portugiesen spielten nach Gelb-Rot gegen Leandro Grimi (31.) fast eine Stunde lang in Unterzahl, verteidigten das 0:0 aber bis zum Abpfiff.
Eine faustdicke Überraschung gelang Standard Lüttich. Die Belgier siegten bei Panathinaikos Athen, das in der Runde zuvor den AS Rom ausgeschalten hatte, mit 3:1 (2:0) und haben sich so eine hervorragende Ausgangsposition für das Rückspiel geschaffen. Auch Juventus Turin kann nach dem 3:1 (3:1) über den FC Fulham bereits für das Viertelfinale planen. Benfica Lissabon kam gegen Olympique Marseille nicht über ein 1:1 (0:0) hinaus.
| Zeit | Sender | Sendung |
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