Neben Abwehrchef Naldo ist der Youngster der konstanteste Profi in Grün-Weiß im neuen Jahr, mit einer kicker-Durchschnittsnote von 2,75 für sechs Spiele dekoriert.
"Es läuft gut", teilt der frühere Gladbacher mit. Pudelwohl fühlt er sich inzwischen an der Weser. "Richtig angekommen" sei er dort schon länger. Marin glaubt mit seinem Wechsel alles richtig gemacht zu haben. Und er ist nun im siebten Himmel gelandet. Vor allem im neuen System, in dem er wieder aus dem Mittelfeld agieren kann. "Ich bin Mittelfeldspieler, kein Stürmer", sagt der Fußball-Zwerg, der nicht verhehlt, dass ihm die neue Ordnung in der Werder-Offensive gefällt. "Wir können beide Systeme spielen, auch das mit zwei Spitzen, doch der zweite Stürmer kann ja auch Hugo Almeida sein."
Selbstbewusst tritt Marin auf. Frech und mutig, unerschrocken wie auf dem Feld gegen körperlich überlegene Gegner. In Bremen sehen sie seine kontinuierliche Entwicklung. Allofs betont: "Er wird seinen Weg gehen, muss sich natürlich noch verbessern in mancher Beziehung, vor allem Konstanz in sein Spiel bringen."
Schon in Südafrika traut der Manager seinem Schützling eine entscheidende Rolle zu. In der Natio- nalelf ist die Rolle im linken Mittelfeld weitgehend unbesetzt. Es gibt die alten Platzhirsche wie Podolski und Trochowski, die schwächeln. Es gibt den Rückkehrer Jansen sowie den Newcomer Kroos. Und es gibt nicht zuletzt einen Marko Marin, dem nicht nur Allofs als Fürsprecher aus den eigenen Reihen eine außerordentliche Qualität als Vorbereiter, Flankengeber und Tempodribbler zugesteht: "Bei der WM kann Marin eine wichtige Rolle spielen." Reklame gedenkt Allofs dabei gar nicht zu machen: "Es regelt sich alles von selbst. Seine Klasse wird sich durchsetzen."
An die Weser gewechselt ist der Nationalspieler, weil er unbedingt international auf Vereinsebene spielen wollte. Dies ist natürlich Werders Ziel auch für die kommende Saison. Drei Chancen sind noch da, die erste in der Europa League. Marin denkt gar nicht mal an die vielen Werder-Wunderspiele der Historie, wenn er seine zuversichtliche Vorschau vor dem Rückspiel gegen Enschede formuliert: "Wir haben das Zeug dazu, weiterzukommen." Auch wenn der nationale Pokal sowie die Liga noch Perspektiven bieten, konzentriert sich Marin ganz auf Europa: "Wir wollen ins Finale."
Hans-Günter Klemm
| Zeit | Sender | Sendung |
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| 11:30 | EURO | Rodeln |
| 11:30 | SKYS2 | Golf - European Tour |
| 11:45 | SKYBU | Fußball: Bundesliga |
| 11:55 | SKYS1 | Wrestling: WWE |
| 12:00 | EURO | Rodeln |
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