Das hatten sich die Hamburger sicher anders vorgestellt. Schon nach wenigen Sekunden war der 1:0-Vorsprung aus dem Hinspiel durch ein Blitztor aufgebraucht. Auch in der Folge sah es nicht gut aus. Die PSV drängte, hatte Chancen und der HSV schaute meist nur zu. Und so brauchte sich die Labbadia-Truppe auch nicht beschweren, als kurz vor der Pause ein abgefälschter Freistoß zum völlig verdienten 2:0 im Netz landete.
Offenbar stimmte die Halbzeitansprache, denn nur Sekunden nach Wiederanpfiff spitzelte Petric den Ball ins Tor. Es folgten hektische Minuten. Eindhovens Torschütze Dzsudzsak und Hamburgs Demel flogen beide vom Platz. Die Entscheidung fiel dann aus elf Metern. Trochowski verwandelte einen Foulelfmeter zum 2:2. Koevermans brachte die PSV in der Schlussphase zwar nochmal mit 3:2 in Führung, aber die Hamburger zitterten sich über die Ziellinie.
Der Gegner im Achtelfinale war schneller gefunden. Anderlecht hatte nach dem 1:1-Remis bei Athletic Bilbao im Rückspiel nur noch wenig Mühe und ließ den Basken beim sicheren 4:0-Erfolg keine Chance.
Der VfL Wolfsburg war wohl von der guten Ausgangsposition (Hinspiel: 2:2) beflügelt und legte los wie die Feuerwehr. Dzeko ließ seine erste Möglichkeit noch aus, doch der zweite Versuch des Bosniers war umso schöner und landete unter der Latte zum 1:0 im Netz. Die "Wölfe" blieben am Drücker. Nach einer Hereingabe von Grafite und einem Eigentor der Spanier hieß es 2:0. Doch es wurde spannend, weil beste Chancen ausgelassen wurden und Capdevila verkürzte. Egal, die Hausherren legten unbeeindruckt zum 3:1 nach. Grafite war es schließlich, der das Gelbe U-Boot endgültig versenkte, als er auf 4:1 erhöhte. Allerdings hatte das Schiedsrichtergespann geschlafen, denn der Torjäger stand klar im Abseits. Jetzt geht es gegen Rubin Kasan, das mit einem 3:0-Vorsprung bei Hapoel Tel Aviv antrat und sich beim 0:0 die Butter nicht mehr vom Brot nehmen ließ. Bereits in zwei Wochen treten die "Wölfe" in der Hauptstadt der Republik Tatarstan an. "Wir haben heute gezeigt, was wir können. Wir kommen dem VfL vom letzten Jahr immer näher", meinte VfL-Profi Sascha Riether.

Eigentlich hatte Bremen ja nur einen 0:1-Rückstand gegen Enschede aufzuholen, aber nach einer knappen halben Stunde hieß es schon 3:0 für Werder. Die Niederländer agierten in der Defensive teilweise desolat, Pizarro war's egal. Der Werder-Torjäger eröffnete die Partie mit einem Doppelpack. Doch als Naldo dann den dritten Treffer markierte, wurde es Twente zu viel und die Niederländer rappelten sich auf. Als de Jong auch noch vor dem Wechsel verkürzte, kamen die Gäste besser in die Partie. Im Tor stand übrigens Vander, weil sich Wiese im Morgentraining verletzte. Und Vander wäre nach dem Wechsel erneut geschlagen gewesen, aber der Pfosten rettete. Im Gegenzug fiel die Entscheidung, als Pizarro mit seinem dritten Treffer auf 4:1 erhöhte.
Etwas enger ging es bei der Ermittlung des nächsten Gegners zu. Brügge fuhr mit einem knappen 1:0 im Rücken nach Valencia. Als die Spanier bereits in der 1. Minute durch Mata egalisierten, sah es nach einer klaren Sache für die Hausherren aus, doch die Belgier wehrten sich. Die Verlängerung musste einen Sieger ermitteln. Ein Doppelpack von Pablo Hernandez entschied die Partie schließlich zugunsten von Valencia.

Der AS Rom hatte gegen Panathinaikos Athen einen 2:3-Rückstand aufzuholen und zunächst lief auch alles nach Plan. Riise erzielte schon früh die Führung für die Roma. Doch kurz vor dem Wechsel folgten fünf schwarze Minuten für die Italiener und drei Tore für die Griechen - 1:3! Cissé war mit zwei Toren der Matchwinner für Panathinaikos. Für die Römer reichte es nur noch zum Anschlusstreffer durch de Rossi. Damit ist Juventus nach dem 0:0 gegen Ajax Amsterdam die letzte italienische Mannschaft im Wettbewerb.
Mit einem dünnen Polster (1:0) machte sich der FC Liverpool nach Rumänien auf. Und die Engländer erwischten keinen guten Start bei Unirea Urziceni, denn die Gastgeber gingen in Führung. Aber die leidgeprüften Reds kamen zurück. Mascherano, Babel und Gerrard rückten das Ergebnis für den großen Favoriten schnell wieder zurecht. Und auch der FC Fulham bleibt im Rennen. Nach dem 2:1 im Hinspiel reichte den Engländern in Donezk ein 1:1 Remis. Das Ticket für die Runde der letzten 16 Teams lösten außerdem Olympique Marseille durch ein 3:1 gegen den FC Kopenhagen sowie Atletico Madrid durch ein Last-Minute-Tor von Diego Forlan beim 2:1 bei Galatasaray Istanbul.
Ausgeschieden sind die ehemaligen Bundesliga-Trainer Christoph Daum mit Fenerbahce Istanbul und Huub Stevens mit dem österreichischen Meister RB Salzburg. Die Türken kamen nach der 1:2-Niederlage aus der vergangenen Woche gegen den OSC Lille nur zu einem 1:1, für Salzburg war ein 0:0 gegen Standard Lüttich nach dem 2:3 im ersten Vergleich zu wenig. Sporting Lissabon kam durch 3:0 gegen den FC Everton weiter.
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