Levantes Trainer Juan Ignacio Jimenez ließ im Grunde seine B-Elf auflaufen. Mit Ausnahme von Ballesteros (Gelb-Sperre) und Dudka standen dem Übungsleiter alle Spieler zur Verfügung. Einige erhielten aber eine Schonpause - nur David Navarro, Diop, Iborra und El Zhar hatten auch schon beim 1:1 bei Celta Vigo in der Startelf gestanden.
Auch 96-Coach Mirko Slomka ließ rotieren: Im Vergleich zur 1:2-Niederlage in Mainz spielten Sakai, Schmiedebach, Huszti und Ya Konan anstelle von Cherundolo, Pander, Eggimann sowie Schlaudraff.
Levante überließ den Niedersachsen von Beginn an weite Teile des Feldes und verlegte sich eher aufs Konterspiel. Die 96er nahmen das Angebot an und erspielten sich rasch ein optisches Übergewicht, mussten aber rasch zwei heikle Situationen überstehen (Angel, 8., Michel, 13.). Wie man es besser macht, zeigten die Hannoveraner nach 18 Minuten: Über da Silva Pinto, Stindl und Ya Konan landete der Ball vor den Füßen von Stindl, der aus einem Meter sicher vollendete. Damit nicht genug, denn bei den Spaniern kam es in der Folge zum Bruch, während die Roten die totale Kontrolle übernahmen.
Nachdem Huszti am vor der Linie stehenden Pedro Lopez (22.) scheiterte, schlug Ya Konan zu. Stindl bediente den Ivorer, der sehenswert aus 16 Metern per Heber auf 2:0 stellte (26.). Kurz darauf hätte Diouf die Führung weiter in die Höhe schrauben können, allerdings zog der Senegalese innerhalb weniger Sekunden per Kopf gegen Navas gleich zweimal den Kürzeren (30., 31.). Nur zwei Minuten später stand Diouf erneut im Mittelpunkt, diesmal allerdings als Unglücksrabe. Der Senegalese schubste im Laufduell Diop. Dieser fiel unglücklich und traf Stindl am rechten Knöchel, der deshalb kurz darauf gegen Nikci ausgewechselt werden musste (38.). Ansonsten passierte im ersten Durchgang nichts mehr.

War der Auftritt der Iberer im ersten Durchgang noch absolut leblos gewesen, so änderte sich das nach Wiederanpfiff - und wie. Urplötzlich präsentierte sich Levante zweikampfstark, zielstrebig und offensiv ausgerichtet. In der 49. Minute war der Anschluss geschafft: Michels Freistoß verlängerte Iborra zu Angel, der aus kurzer Distanz einnetzte (49.). Juan Ignacio Jimenez brachte kurz darauf mit Barkero und Juanlu (für El Zhar sowie Ruben Garcia) frische Kräfte.
Die Souveränität und Abgeklärtheit der Hannoveraner aus den ersten 45 Minuten war danach wie verflogen. Auf einmal spielte fast nur noch Levante, für das Diop (60.) und Michel (72., 73.) hätten ausgleichen müssen - der Senegalese verzog jedoch knapp, während der Spanier in Zieler seinen Meister fand. Die 96er standen unter Dauerdruck, hielten diesem aber mit Glück und Geschick stand und sorgten ab und an auch für Entlastung (da Silva Pinto, 83.). Letztlich war es aus Sicht der Slomka-Elf dann aber doch eine Zitterpartie geworden. Angel (87.) und David Navarro (90.) ließen jedoch weitere erstklassige Chance liegen. In der vierten Minute der Nachspielzeit war es dann aber passiert: Iborra köpfte nach einer Ecke quasi mit der letzten Aktion des Spiels den verdienten Ausgleich zum 2:2-Endstand.
Für beide Mannschaften geht es am Wochenende in der Liga weiter. In der Primera Division empfängt Levante am Sonntag (12 Uhr) RCD Mallorca, Hannover empfängt etwas später Bayer Leverkusen (17.30 Uhr). Am 20. Dezember richtet sich der Blick dann nach Nyon, wo beide Teams ihre kommenden Gegner in der Zwischenrunde der Europa League zugeteilt bekommen. Gespielt wird am 14. und 21. Februar.
| UD Levante |
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![]() Aufstellung: Navas (3,5) - Pedro Lopez (4) , David Navarro (4) , Hector Rodas (4) , Karampelas (4) - Diop (2,5) - Michel (3,5) , Ruben Garcia (4,5) - Angel (2,5) Trainer:
Juan Ignacio |
| Hannover 96 |
![]() ![]() Aufstellung: Zieler (3) - H. Sakai (3,5) , Haggui (3,5) , C. Schulz (3,5) , Rausch (3,5) - da Silva Pinto (2,5) , Schmiedebach (3,5) - Huszti (4) - M. Diouf (3) Trainer:
Slomka |
Gelbe Karten |
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