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Hannover 96

 - 

Helsingborgs IF

 

3:2 (1:0)

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Hannover 96
Helsingborgs IF
1.
15.
30.
45.


46.
60.
75.
90.
















96 gibt Führung aus der Hand - Doppel-Rot für Helsingborg

Huszti setzt dem Wahnsinn die Krone auf

Hannover 96 hat sich das Ticket für die Zwischenrunde in der Europa League mit Ach und Krach gesichert. In einem lange Zeit wenig berauschenden Spiel lagen die Niedersachsen bereits mit 2:0 vorne, gaben diese Führung dann aber leichtfertig aus der Hand und brauchten am Ende einen umstrittenen Elfmeter, um den Sieg einzufahren. Die Schweden, die in einer turbulenten Schlussphase zweimal Rot sahen, dürften sich um das Remis betrogen fühlen.

Diouf (re.) bejubelt sein soeben erzieltes 2:0
Doppelpacker: Diouf (re.) bejubelt sein soeben erzieltes 2:0.
© Getty ImagesZoomansicht

Hannovers Trainer Mirko Slomka brachte die Anfangself, die zuletzt mit 2:0 gegen den FC Augsburg gewonnen hatte. Im Vergleich zum 2:1-Hinspielsieg waren Haggui und Schmiedebach neu dabei und ersetzten da Silva Pinto (Muskelfaserriss) sowie Abdellaoue (Bank). Helsinborgs Coach Åge Hareide verzichtete derweil auf personelle Änderungen und schenkte der Startelf aus dem Hinspiel sein Vertrauen.

Den Niedersachsen glückte ein Traumstart! Wenige Augenblicke waren erst verstrichen, da flankte Huszti aus dem linken Halbfeld präzise in die Mitte zu Diouf, der aus sechs Metern unbedrängt zum 1:0 einköpfte (3.). Helsingborg zeigte sich von dem Rückstand direkt mal beeindruckt und agierte fortan etwas ängstlich. Nach vorne fanden die Schweden im Grunde gar nicht statt, sodass es für die 96er ein Leichtes war, das Spiel zu kontrollieren.

Hannover hatte Ball und Gegner im Griff, konnte sich in der Folge aber trotzdem kaum noch klare Torchancen erarbeiten. Das lag einerseits daran, dass die Gäste sehr tief standen und aus einer massierten Deckung heraus agierten, andererseits aber auch an der fehlenden Präzision im Passspiel der Roten. Daraus resultierte ein etwas müder Kick, der keine echten Höhepunkte zu bieten hatte. Wenn etwas ging, dann zeichneten die Slomka-Schützlinge dafür verantwortlich - Ya Konan (24.), Diouf (27.) und Stindl (38.) hatten aber kein Abschlussglück.

Die Hausherren brachten den Vorsprung letztlich völlig ungefährdet in die Pause, mussten sich aber auch den Vorwurf gefallen lassen, dass sie aus ihrer klaren spielerischen Überlegenheit im ersten Durchgang nicht mehr gemacht haben. Sei?s drum, die Hannoveraner waren auf Kurs Zwischenrunde und machten es nach Wiederanpfiff besser: Stindl setzte sich prima durch und flankte von der rechten Grundlinie zurück an die Fünferlinie zu Diouf, der per Kopf auf 2:0 stellte (49.).

Helsingborg bläst zur Aufholjagd und beendet das Spiel mit neun Mann

Helsingborgs Stürmer Djurdjic
Er zeigt die Richtung an: Helsingborgs Stürmer Djurdjic.
© Getty Images

Danach wachten die Schweden, bei denen Alvaro für Bouaouzan zum Seitenwechsel gekommen war, urplötzlich auf. Helsingborg spielte plötzlich viel mutiger und kam über Djurdjic (51.) und Lindström (56.) auch zu eigenen Möglichkeiten. In dieser Phase geriet Hannover völlig aus dem Tritt, weshalb die Partie nun auf des Messers Schneide stand. Und das Spiel kippte! Zuerst verkürzte Djurdjic nach Lindström-Flanke per Kopf (59.), dann landete der Ball nach einem Freistoß etwas glücklich im Strafraum bei Bedoya - 2:2 (67.).

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Und fast wäre es noch schlimmer gekommen! Zieler rettete jedoch mit einer Glanztat gegen Alvaro (70.). Slomka reagierte und brachte Schlaudraff und Pander für Ya Konan und Rausch - Hannover stabilisierte sich danach wieder ein wenig, sodass es nun absolut ausgeglichen war. Die Kontrahenten belauerten sich jetzt wie zwei angeschlagene Boxer auf der Suche nach dem Lucky Punch. Dieser glückte dann den Niedersachsen! In der 88. Minute überschlugen sich nämlich die Ereignisse: Zuerst entschied Referee Fredy Fautrel nach einem Foul von Larsson am wenige Sekunden zuvor eingewechselten Sobiech auf Strafstoß, in der anschließenden Aufregung schickte der Franzose dann auch noch Atta und Larsson mit Rot vom Platz. Es dauerte dann eine Weile, ehe Huszti zum Elfmeter antrat und mit viel Dusel - der Ball prallte von Hanssons rechter Hand noch irgendwie über die Linie - zum 3:2-Siegtreffer vollendete (90.+1).

Während die Saison in Schweden beendet ist, müssen die Hannoveraner am kommenden Sonntag beim VfB Stuttgart ran (17:30 Uhr). In der Europa League geht es am Donnerstag, den 22. November, weiter: 96 empfängt dann Twente Enschede, Helsingborg hat UD Levante zu Gast.

08.11.12
 
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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Hannover 96
Aufstellung:
Zieler (2,5) - 
Cherundolo (3,5)    
Eggimann (4) , 
Haggui (3,5) , 
Rausch (4,5)    
Schmiedebach (3,5) , 
C. Schulz (4) - 
Stindl (3)    
Huszti (4)    
Ya Konan (4)    
M. Diouf (2)            

Einwechslungen:
72. Schlaudraff für Ya Konan
73. Pander für Rausch
87. A. Sobiech für M. Diouf

Trainer:
Slomka
Helsingborgs IF
Aufstellung:
Hansson (5)    
P. Larsson (5)    
Atta (4)    
Uronen (4,5)    
Gashi (4) , 
Mahlangu (4) - 
Lindström (3,5)        
Bouaouzan (4,5)    
Bedoya (3,5)        
Djurdjic (3)    

Einwechslungen:
46. Alvaro (3,5) für Bouaouzan
84. Hanstveit für Uronen
90. + 4 Accam für Lindström

Trainer:
Hareide

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
M. Diouf (3., Kopfball, Huszti)
2:0
M. Diouf (50., Kopfball, Stindl)
2:1
Djurdjic (59., Kopfball, Lindström)
2:2
Bedoya (67., Rechtsschuss)
3:2
Huszti (90. + 1, Foulelfmeter, Linksschuss, A. Sobiech)
Rote Karten
Hannover:
-
Helsingborg:
Atta
(89., Meckern)
,
P. Larsson
(89., Notbremse,
-
A. Sobiech)

Gelbe Karten
Hannover:
Stindl
(3. Gelbe Karte)
Helsingborg:
Lindström
(2. Gelbe Karte)
,
Bedoya
(2.)

Spielinfo

Anstoß:
08.11.2012 21:05 Uhr
Stadion:
AWD-Arena, Hannover
Zuschauer:
33200
Spielnote:  4,5
attraktiv nur durch den kuriosen Verlauf nach der Pause.
Chancenverhältnis:
5:4
Eckenverhältnis:
4:4
Schiedsrichter:
Fredy Fautrel (Frankreich)   Note 4,5
einige Probleme in der Zweikampfbewertung; strittig, ob das Foul vor dem Elfmeter tatsächlich im Strafraum stattfand; äußerst hart die persönlichen Strafen gegen Atta und Larsson.
Spieler des Spiels:
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