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Benfica Lissabon

Benfica Lissabon

Portugal
1
:
2

Halbzeitstand
0:0
FC Chelsea

FC Chelsea

England

BENFICA LISSABON
FC CHELSEA
15.
30.
45.


60.
75.
90.








Lissabon verliert schon wieder ein europäisches Finale

Ivanovic entfesselt den FC Chelsea in letzter Sekunde

Der FC Chelsea schnappt sich nach dem Champions-League-Titel im vergangenen Jahr nun die Trophäe der Europa League und ist das erste englische Team, das alle drei europäischen Pötte gewonnen hat. Im Finale von Amsterdam besiegten die Blues in einem spannenden Spiel Benfica Lissabon mit 2:1. Ähnlich wie beim verlorenen "Finale dahoam" des FC Bayern fragen sich auch die Portugiesen, wie sie dieses Spiel verlieren konnten - in der Nachspielzeit köpfte Ivanovic den 2:1-Siegtreffer für die Benitez-Elf.

Benficas Matic im Duell mit Ramires (re.), David Luiz schaut aufmerksam zu
Ungleiches Duell: Benficas Matic im Duell mit Ramires (re.), David Luiz schaut aufmerksam zu.
© picture allianceZoomansicht

Im engen portugiesischen Meisterschaftsrennen hatte Benfica Lissabon zuletzt beim FC Porto in letzter Minute mit 1:2 verloren und musste dadurch die Tabellenführung in der Liga Zon Sagres an den Erzrivalen abgeben. "Das ist überwunden, wir haben den Chip ausgetauscht", erklärte Trainer Jorge Jesus, der im Vergleich dazu dreimal wechselte: Melgarejo, Rodrigo und Cardozo kamen für Pereira (Gelb-Sperre), John und Lima.

Chelseas Coach Rafael Benitez brachte im Vergleich zum 2:1-Liga-Sieg bei Aston Villa, durch den die Blues Platz 4 und damit die Teilnahme an der Champions-League-Qualifikation im kommenden Jahr gesichert hatten, vier Neue: Ivanovic, David Luiz, Oscar und Torres ersetzen Terry (Bänderverletzung im Knöchel), Hazard (Muskelprobleme), Moses und den in der Europa League nicht spielberechtigten Ba.

Der letzte Europapokalsieg der Lissaboner lag satte 51 Jahre zurück - 1962 hatte Benfica in Amsterdam den Pokal der Landesmeister gewonnen, seit dem aber sechs europäische Endspiele verloren. Diese Wartezeit wollten die Adler nun endgültig beenden und traten entsprechend motiviert auf. Nach kurzer, intensiver Abtastphase ergriff Benfica die Initiative und erspielte sich klare Feldvorteile. Die Portugiesen kamen auch rasch in gute Schusspositionen, trauten sich dann aber den Abschluss nicht zu - Cardozo (12.), Salvio (13.) und Rodrigo (16.) waren entweder zu zögerlich oder glücklos.

Benficas Angst vor dem Abschluss - Lampard prüft Artur Moraes

Andre Almeida (li.) und Luisao kämpfen mit Chelseas Ramires und Cahill (re.) um den Ball
Getümmel: Andre Almeida (li.) und Luisao kämpfen mit Chelseas Ramires und Cahill (re.) um den Ball.
© Getty ImagesZoomansicht

Die Blues liefen meist hinterher, fanden offensiv nicht statt, hielten dafür aber mit Kampf dagegen und schafften es, mit zunehmender Spieldauer die Angriffsversuche der Adler einzudämmen. Die Partie verlor ein wenig an Fahrt, nicht aber an Intensität. In dieser Phase gaben die Londoner durch Mata dann auch ihren ersten Torschuss ab - Artur Moraes hatte damit keine Mühe (25.). Auf der Gegenseite verweigerte erneut ein Benfica-Spieler den Abschluss, diesmal legte Melgarejo lieber quer und vergab damit die nächste gute Möglichkeit (29.).

Das Spiel der Lissaboner war freilich schön anzusehen, nur war Benfica zu verspielt, nicht konsequent genug und suchte viel zu selten den Abschluss. Wenn die Jesus-Elf dann doch mal abzog, dann fehlte es ihr an Fortune (Gaitan, 34.). Die Portugiesen drohten, in Schönheit zu sterben und hatten es nur Keeper Artur Moraes zu verdanken, dass sie nicht mit einem Rückstand in die Pause mussten. Der 32-jährige Brasilianer wehrte einen strammen Lampard-Schuss aus der zweiten Reihe mit einem tollen Reflex noch ab und sicherte so das 0:0 zur Halbzeit (38.).

Torres schlägt aus dem Nichts zu - Cardozo zeigt starke Nerven

Auch nach Wiederanpfiff war Benfica drückend überlegen und ließ weiter munter Chancen liegen: Ivanovic klärte vor Gaitan (47.), Azpilicueta vor Rodrigo (51.), während Schiedsrichter Björn Kuipers (Niederlande) Cordozos Tor wegen haarscharfer Abseitsstellung nicht anerkannte (52.). Die Partie ähnelte stark dem letztjährigen Champions-League-Finale, als der FC Bayern gegen Chelsea klar besser war und am Ende doch das Nachsehen hatte. Und auch diesmal machte es den Anschein, als könnte es wieder gut für die Londoner ausgehen. Chelsea, das bis dahin nur verteidigt und offensiv fast gar nicht stattgefunden hatte, schlug nämlich aus dem Nichts zu: Cechs langen Abwurf leitete Mata auf Torres weiter, der Garay abschüttelte, dann Moraes umkurvte und schließlich ins leere Tor einschob (60.).

Chelsea-Spieler mit dem Europa-League-Pokal
Jubelnde Blues: Chelsea-Spieler mit dem Europa-League-Pokal.
© Getty Images

Die Adler zeigten sich von dem Gegentor beeindruckt, waren danach nicht mehr ganz so dynamisch, erhielten dann aber unerwartet Hilfe vom Gegner: Azpilicueta ging im eigenen Sechzehner klar mit der Hand zum Ball und verursachte einen Elfmeter, den Cardozo sicher und mit viel Wucht in die Maschen drosch (68.). Die Zeiger waren wieder auf null gestellt, und Lissabon drückte nun noch mit aller Macht auf die eigene Führung - Cordozo prüfte Cech aus 18 Metern (82.), Jardel köpfte drüber (84.), während Matics Kopfball in den Armen von Cech landete (89.). Sekunden später stockte den Portugiesen für einen kleinen Moment aber der Atem, als Lampard den Ball aus der Distanz an die Latte donnerte. Es roch nach Verlängerung, zu der es jedoch nicht kam. Denn die Blues hatten noch eine Ecke, bei der Ivanovic sträflich frei zum Kopfball kam, den Ball ins lange Eck einnickte und dem FC Chelsea zum Europa-League-Sieger 2013 machte (90.+3).

Am kommenden Wochenende müssen beide Mannschaften in ihren jeweiligen Ligen am Sonntag antreten: Benfica Lissabon hat dann Moreirense FC zu Gast (19.30 Uhr), Chelsea empfängt am letzten Spieltag der Premier League den FC Everton (17 Uhr).

Bilder zum Finale der Europa League
Ivanovic taucht Amsterdam in Blau
John Terry
Trotz Fehlens: Daumen nach oben

Wie im Vorjahr beim Triumph in der Champions League fehlte John Terry auch in Amsterdam. Dennoch zeigt er mit dem Daumen nach oben.
© Getty Images

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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Benfica Lissabon
Aufstellung:
Luisao (4)        
Garay (2,5)        
Melgarejo (3,5)    
Matic (3,5) - 
Salvio (3) , 
Perez (2,5) , 
Gaitan (2,5) - 
Rodrigo Moreno (2,5)    
Cardozo (2,5)    

Einwechslungen:
66. Lima für Rodrigo Moreno
66. John für Melgarejo
78. Jardel für Garay

Trainer:
Jorge Jesus
FC Chelsea
Aufstellung:
P. Cech (2,5) - 
Azpilicueta (4,5) , 
Cahill (4) , 
Ivanovic (2,5)    
A. Cole (3,5) - 
David Luiz (4) , 
Lampard (3)    
Ramires (3) , 
Mata (3) , 
Oscar (4)    
Fernando Torres (2,5)    

Trainer:
Benitez

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
Fernando Torres (60., Rechtsschuss, Mata)
1:1
Cardozo (68., Handelfmeter, Linksschuss)
1:2
Ivanovic (90. + 3, Kopfball, Mata)
Gelbe Karten
Benfica:
Garay
(1. Gelbe Karte)
,
Luisao
(1.)
Chelsea:
Oscar
(2. Gelbe Karte)

Spielinfo

Anstoß:
15.05.2013 20:45 Uhr
Stadion:
Amsterdam ArenA, Amsterdam
Zuschauer:
46163 (ausverkauft)
Spielnote:  2,5
Benfica sorgte für Unterhaltung, Chelsea für die Spannung. Insgesamt ein ordentliches Niveau.
Chancenverhältnis:
4:4
Eckenverhältnis:
4:3
Schiedsrichter:
Björn Kuipers (Niederlande)   Note 1,5
sicheres, souveränes Auftreten, lag mit fast allen Entscheidungen richtig, hätte nur Azpilicueta für dessen Handspiel Gelb zeigen müssen.
Spieler des Spiels:
Branislav Ivanovic
Zweikampfstark und wach, bester Verteidiger der Engländer und vor allem: Schütze des entscheidenden Tores.

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