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Benfica Lissabon

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Fenerbahce Istanbul

 
Benfica Lissabon

3:1 (2:1)

Hinspiel: 0:1

Nach Hin- & Rückspiel: 3:2

Fenerbahce Istanbul
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Benfica Lissabon
Fenerbahce Istanbul
1.
15.
30.
45.








46.
60.
75.
90.







Fenerbahce ist dem Benfica-Wirbel nicht gewachsen

Cardozo schießt Benfica ins Endspiel

Mit hohem Tempo beeindruckte Benfica die Abwehr von Fenerbahce von Beginn an. Die Türken kamen kaum zum Luft holen und gerieten früh in Rückstand. Benfica ließ sich dann auch vom zwischenzeitlichen Ausgleich nicht aus dem Konzept bringen, setzte intensiv nach und brachte die Abwehr der Türken immer wieder ins Schwimmen. Weitere Tore der Portugiesen waren nur noch eine Frage der Zeit.

Oscar Cardozo machte mit seinen zwei Toren den Unterschied.
Oscar Cardozo machte mit seinen zwei Toren den Unterschied.
© picture allianceZoomansicht

Nach dem 1:0-Sieg im Hinspiel begann Fenerbahce mit drei Wechseln in der Startformation. Webo und Topal fehlten Coach Aykut Kocaman Gelb-gesperrt, dazu musste er noch Raul Meireles verletzungsbedingt ersetzen. Für diese drei begannen Caner Erkin und Selcuk Sahin im Mittelfeld sowie Ucan im Angriff. Auf der Gegenseite brachte Jorge Jesus gleich fünf neue Akteure im Vergleich zum Hinspiel in Istanbul. Einzig John fehlte Gelb-gesperrt. Jardel, Melgarejo und Aimar mussten auf die Bank. Andre Gomes war gar nicht erst im Kader. Dafür übernahmen Luisao und Andre Almeida in der Abwehr, Perez und Gaitan im Mittelfeld sowie Lima im Angriff.

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Gemäß ihrer offensiven Ausrichtung entwickelten die Benfica-Spieler vom Anpfiff an mächtig Druck auf die mit Mann und Maus verteidigenden Türken. Diese waren vom hohen Tempo der Portugiesen überrascht und begannen prompt in der Abwehr zu schwimmen. Erste Chancen durch Perez (1.) und Cardozo (5.) ließen nicht lange auf sich warten, brachten aber zunächst nichts ein.

Auf den Führungstreffer mussten die Fans der Hausherren trotzdem nicht lange warten. In der neunten Minute kam Lima mit dem Ball am Fuß bis zur Torauslinie durch und legte zurück zu Gaitan. Dieser setzte sich gegen Egemen Korkmaz durch und versenkte die Kugel unhaltbar zum 1:0.

In der Folgezeit versuchten die Hausherren nachzulegen, ließen in dieser Phase die allerletzte Konsequenz im Abschluss aber vermissen. Einzig ein Kopfball von Cardozo in der 18. Minute sorgte für Gefahr. Allerdings kam von der Offensive der Gäste gar nichts.

Da half kein Zetern und Reklamieren. Schiedsrichter Lannoy gibt Handelfmeter.
Da half kein Zetern und Reklamieren. Schiedsrichter Lannoy gibt Handelfmeter.
© picture allianceZoomansicht

Umso schockierender für die Hausherren war deshalb der Ausgleich durch einen von Kuijt verwandelten Handelfmeter. Garay war nach einem Zweikampf ins Straucheln geraten und ruderte wild mit den Armen im Strafraum umher. Dabei nahm er den Ball mit und Schiedsricher Stephane Lannoy entschied auf Elfmeter, den der niederländische Nationalspieler unbeeindruckt von den Benfica-Protesten links unten versenkte.

Jorge Jesus' Mannschaft ließ sich davon nicht beeindrucken und setzte den Sturmlauf ansatzlos fort. Fenerbahces Abwehr kam immer mehr unter Druck. Dabei kam auch noch Hektik ins Spiel, der Schiedsrichter war im Hexenkessel des Estadio da Luz nicht zu beneiden. Diskussionen über nicht gegebene Elfmeter wechselten sich mit Fouls und dreisten Schwalben ab. Mit Mühe brachte Lannoy das Spiel in die Spur zurück.

Maxi Pereira (27.) und Cardozo (32.) hatten die nächsten Chancen, die Hausherren erneut in Führung zu bringen, scheiterten jedoch knapp. In der 35. Minute machte es Cardozo aber besser. Einen schnell ausgeführten Freistoß von Perez nahm er gegen verschlafen wirkende türkische Verteidiger auf und versenkte die Kugel aus 15 Metern im Tor von Fener. Damit fehlte Benfica wieder nur ein Tor für das Finale. Salvio (37.) und Matic (42.) scheiterten mit ihren Versuchen aber vor der Pause.

Auf der Gegenseite hatte aber auch Fener noch die große Möglichkeit auf den Ausgleich. In der 40. Minute setzte sich Caner Erkin auf der linken Seite durch und flankte vor das Tor. Dort verpassten sowohl Sow als auch Torwart Artur Moraes den Ball, so dass am zweiten Pfosten Kuijt nur noch das leere Tor vor sich hatte. Der Niederländer war aber so überrascht, dass er den Ball nur noch ans Außennetz schob.

Zu Beginn des zweiten Durchgangs setzten die Portugiesen ihre Angriffsbemühungen fort. Wie schon in der ersten Hälfte wirkte die Abwehr von Fenerbahce keineswegs sattelfest oder souverän. Immer wieder kamen Bälle gefährlich in den Strafraum der Türken, und ein weiterer Treffer der Hausherren schien nur eine Frage der Zeit.

Eine unglückliche Aktion von Gaitan auf Seiten Benficas sorgte für Aufregung der anderen Art. Der Benfica-Spieler versuchte im Strafraum eine weite Flanke volley zu nehmen, traf dabei aber den Kopf von Gökhan Gönül voll. Dieser ging schwer getroffen und offenbar bewusstlos zu Boden. Minutenlang war das Spiel unterbrochen (58.).

Nach einer mehr als dreiminütigen Unterbrechung wurde die Partie fortgesetzt. Allerdings dauerte es einige Minuten, ehe die Spieler den Schock überwunden hatten. Erst in der 66. Minute wurde es wieder gefährlich vor Volkan Demirels Tor. Luisao verlängerte einen weiten Einwurf von Salvio zu Cardozo. Dies hebelte die Fener-Abwehr völlig aus. Cardozo kam völlig frei zum Schuss und erzielte gegen den machtlosen Volkan Demirel das 3:1.

Benfica hatte sich ins Endspiel geschossen und die Türken mussten auf Angriff umschalten. Damit tat sich das Team von Aykut Kocaman sichtlich schwer. Erst die Einwechslung von Stock als weiteren Stürmer sollte da Abhilfe schaffen. Dieser hatte in der 80. Minute die Möglichkeit zum Anschlusstreffer. Artur Moraes war aber rechtzeitig im bedrohten Eck und kratzte die Kugel von der Linie.

In der Schlussphase brachte Benfica die Partie nach allen Regeln der Kunst über die Zeit. Immer wieder wurden Fouls des Gegners gezogen und diese für Verletzungsunterbrechungen genutzt, um Zeit von der Uhr zu nehmen. Dazu hatte man sich am eigenen Strafraum eingerichtet und ließ keine großen Möglichkeiten der Türken mehr zu zu. Einzig ein Kopfball von Egemen Korkmaz in der Nachspielzeit stellte noch einmal Artur Moraes vor Probleme. Der Keeper war aber zur Stelle und holte den Ball von der Linie (90.+1.).

Ehe es am Mittwoch, den 15. Mai (20.45 Uhr, LIVE! bei kicker.de), im Finale von Amsterdam gegen den FC Chelsea um den Titel in der Europa League geht, gilt es für Benfica, sich wieder auf die heimische Liga zu konzentrieren: Lissabon muss am kommenden Montag (21 Uhr) das Heimspiel gegen Estoril absolvieren. Fenerbahce tritt am Sonntag (19 Uhr) bei Istanbul BB an.

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© picture alliance

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02.05.13
 
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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Benfica Lissabon
Aufstellung:
Maxi Pereira    
Luisao    
Garay
Perez    
Matic
Gaitan        
Lima
Cardozo            

Einwechslungen:
87. Urreta für Cardozo
90. + 3 Roderick für Gaitan

Trainer:
Jorge Jesus
Fenerbahce Istanbul
Aufstellung:
Volkan Demirel    
Gökhan Gönül    
Yobo    
Selcuk Sahin    
Caner Erkin    
Cristian    
Kuijt    
Ucan

Einwechslungen:
45. Mehmet Topuz für Selcuk Sahin
61. Bekir Irtegün für Gökhan Gönül
75. Stoch für Yobo

Trainer:
Kocaman

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Gaitan (9., Linksschuss, Lima)
1:1
Kuijt (23., Handelfmeter)
2:1
Cardozo (35., Linksschuss, Perez)
3:1
Cardozo (66., Linksschuss, Luisao)
Gelbe Karten
Benfica:
Maxi Pereira
(3. Gelbe Karte)
,
Perez
(4.)
Fenerbahce:
Cristian
(3. Gelbe Karte)
,
Caner Erkin
(4.)

Spielinfo

Anstoß:
02.05.2013 21:05 Uhr
Stadion:
Da Luz, Lissabon
Zuschauer:
55402
Schiedsrichter:
Stéphane Lannoy (Frankreich)
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