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FC Brügge

FC Brügge

Belgien
0
:
1

Halbzeitstand
0:1
Hinspiel: 1:2
Nach Hin- & Rückspiel: 1:3
Hannover 96

Hannover 96

Deutschland

FC BRÜGGE
HANNOVER 96
15.
30.
45.



60.
75.
90.











Brügge nutzt Chancen nicht - Hannover baut Serie aus

Vorne Diouf, hinten Zieler - ab ins Achtelfinale!

Hannover 96 schrieb seine Erfolgsgeschichte in Europa fort und steht im Achtelfinale der Europa League - erstmals in der Vereinshistorie. Die Niedersachsen mussten zwar im Rückspiel beim FC Brügge zahlreiche kritische Situationen überstehen, setzten sich dann aber gegen engagierte Belgier am Ende mit 1:0 durch und blieben damit zugleich im elften Pflichtspiel in Folge unbezwungen.

Abdellaoue herzt Torschütze Diouf (li.)
Komm in meine Arme: Abdellaoue herzt Torschütze Diouf (li.).
© picture allianceZoomansicht

Brügges Trainer Christoph Daum wechselte im Vergleich zur 1:2-Hinspielpleite auf drei Positionen: Almebäck, Högli und Meunier ersetzten Donk (Gelb-Sperre), den verletzten Stenman und Lestienne (Bank). Der gelernte Rechtsverteidiger Högli musste folglich die ungewohnte linke Seite der Viererkette beackern.

96-Coach Mirko Slomka musste lediglich auf den Gelb-gesperrten Kapitän Cherundolo verzichten. Chahed war die Vertretung. Im Gegensatz zum 4:2-Ligaerfolg gegen den VfB Stuttgart standen zwei Neue in der Startelf der Niedersachsen: Pogatetz, der in der Bundesliga Rot-gesperrt gefehlt hatte, sowie Abdellaoue (nach Fußverletzung) spielten für Haggui und Ya Konan.

Auf einem äußerst schwer zu bespielendem Terrain erwischte Brügge den besseren Start und ergriff von Beginn an die Initiative. Die Belgier machten den besseren Eindruck und sorgten über quirliges Flügelspiel für ganz schön viel Betrieb im niedersächsischen Strafraum. Zimling (6.), Refaelov (10.), Akpala (11.), aber auch Diouf mit einer verunglückten Bogenlampe machten Zieler das Leben schwer.

Hannover zeigte erstaunlich viel Respekt vor dem Gegner, legte diesen allerdings nach 14 Minuten erstmalig ab, als Abdellaoue nach einem Jordi-Fauxpas knapp neben den linken Pfosten schoss. Auf der Gegenseite hatten die 96er dann Glück, dass sich Akpala verzettelte und eine aufgekommene Unordnung in der Defensive der Gäste nicht bestrafte (17.).

Brügge war einen Tick besser, doch Hannover traf nach 21 Minuten: Stindl hatte auf der rechten Seite Platz und flankte präzise in den Fünfer. Hoefkens rutschte dort vorbei, und der Ball kam zu Diouf - 1:0. Das war ein Nackenschlag für das Daum-Team, das in der Folge zwar bemüht blieb, aber bei weitem nicht mehr so viel Torgefahr ausstrahlte. Refaelov hätte nach einem Patzer von Pogatetz dennoch ausgleichen können, der Israeli schoss aber aus elf Metern neben das Tor (27.).

Zieler zieht Brügge mit zahlreichen Paraden den Zahn

Hannovers Schlaudraff gegen van Acker (re.).
Den Ball im Blick: Hannovers Schlaudraff gegen van Acker (re.).
© picture alliance

Hannover agierte mittlerweile verhalten und setzte über Konter immer wieder Nadelstiche, verpasste es aber noch vor der Pause nachzulegen. Die beste Gelegenheit dazu hatte Abdellaoue, der nach feiner Vorarbeit von Diouf am stark reagierenden Kujovic scheiterte (35.). Fünf Minuten danach zeigte dann Zieler gegen Meuniers platzierten Kopfball eine starke Parade und sicherte dem Bundesligisten damit die knappe Pausenführung.

Nach dem Seitenwechsel schalteten die Belgier gleich mehrere Gänge hoch und drängten nun mit aller Macht auf den Ausgleich. Der Druck wurde größer, doch Zieler hielt dagegen. Der 23-jährige Schlussmann zog mit zahlreichen Paraden dem belgischen Sturmwirbel den Zahn. Högli (47.), Refaelov (50.) und Vazquez per Freistoß (53.) scheiterten allesamt an Zieler. Daum ging nach etwas mehr als einer Stunde volles Risiko und brachte mit Lestienne und Vleminckx zwei weitere Stürmer. Linksverteidiger Högli sowie van Acker, der im zentralen Mittelfeld zuhause ist, gingen runter (62.).

Dadurch ergaben sich aber für die 96er auch mehr Freiräume, die jedoch meist ungenutzt blieben. Bis auf Diouf (65., 72.) strahlte kaum ein Gast echte Torgefahr aus. In der 76. Minute hatten die Hannoveraner dann Glück, als Schiedsrichter William Collum aus Schottland einen leichten Kontakt von Chahed gegen Refaelov übersah und den Israeli wegen einer Schwalbe verwarnte (76.). Danach war der Wille der Hausherren gebrochen, sodass die Slomka-Elf den durchaus schmeichelhaften Sieg routiniert über die Zeit brachte.

Für beide Mannschaften steht nun wieder der Liga-Alltag auf dem Programm. Club Brügge reist am Sonntag zu KRC Genk, am selben Tag sind die Hannoveraner im Topspiel bei Borussia Dortmund gefordert. Im Europa-League-Achtelfinale wartet dann am 8. März Standard Lüttich. Schlaudraff wird den Niedersachsen im Hinspiel in Belgien allerdings Gelb-gesperrt fehlen.

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© Getty Images

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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

FC Brügge
Aufstellung:
Kujovic (2,5) - 
Hoefkens (3,5)        
Almebäck (4,5) , 
Högli (5)    
van Acker (4,5)    
Zimling (3,5)    
Meunier (4,5)    
Refaelov (2,5)    
Akpala (5)    

Einwechslungen:
62. Lestienne für Högli
62. Vleminckx     für van Acker

Trainer:
Daum
Hannover 96
Aufstellung:
Zieler (1)    
Chahed (3,5)    
Eggimann (2) , 
Pogatetz (3) , 
Pander (3,5) - 
Stindl (2,5)    
Schmiedebach (3,5) - 
Schlaudraff (3)            
M. Diouf (2)    
Abdellaoue (3,5)    

Einwechslungen:
74. Rausch für Schlaudraff
90. + 1 Ya Konan für Abdellaoue
90. + 4 Stoppelkamp für Stindl

Trainer:
Slomka

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
M. Diouf (21., Rechtsschuss, Stindl)
Gelbe Karten
FC Brügge:
Zimling
(3. Gelbe Karte)
,
Hoefkens
(2.)
,
Refaelov
(3.)
,
Meunier
(1.)
,
Vleminckx
(2.)
,
Akpala
(2.)
Hannover:
Zieler
(1. Gelbe Karte)
,
Chahed
(1.)
,
Schlaudraff
(3.)

Spielinfo

Anstoß:
23.02.2012 19:00 Uhr
Stadion:
Jan Breydel, Brügge
Zuschauer:
22000 (ausverkauft)
Spielnote:  3,5
wenig Spielkunst auf schwerem Boden; Hannover verwaltete souverän.
Chancenverhältnis:
4:6
Eckenverhältnis:
10:5
Schiedsrichter:
William Collum (Schottland)   Note 4
reichlich Gelbe Karten, aber oft falsch verteilt: Akpala (37., gegen Eggimann) und Vleminckx (68., gegen Zieler) hätten verwarnt werden müssen, viel zu hart dagegen das folgenschwere Gelb für Schlaudraff (63.).
Spieler des Spiels: