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FC Villarreal

 - 

Bayer Leverkusen

 

2:1 (1:0)

Hinspiel: 3:2

Nach Hin- & Rückspiel: 5:3

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FC Villarreal
Bayer Leverkusen
1.
15.
30.
45.




46.
60.
75.
90.











Villarreal clever weiter - Leverkusen wacht zu spät auf

Rossi sorgt für die eiskalte Dusche

Das Viertelfinale der Europa League wird ohne deutsche Beteiligung stattfinden. Bayer Leverkusen unterlag nach der 2:3-Heimpleite auch im Rückspiel beim spanischen Topklub FC Villarreal und schied somit als letzter Bundesligist aus dem laufenden Wettbewerb aus. Beim 1:2 hatte die "Werkself" in fast allen Belangen das Nachsehen, wachte dann viel zu spät auf und musste den Platz letztlich als Verlierer verlassen.

Renato Augusto
Aus: Renato Augusto zeigt sich vom Rückstand enttäuscht.
© picture allianceZoomansicht

Villarreals Trainer Juan Carlos Garrido änderte seine Startelf nach dem 1:1 gegen Sporting Gijon in der Primera Division auf drei Positionen: Catala, Marchena und Marco Ruben erhielten den Vorzug vor Capdevilla, Cani und Nilmar.

Leverkusens Coach Jupp Heynckes indes tauschte trotz des1:0-Auswärtssieges in Mainz gleich viermal. Kadlec, Rolfes, Derdiyok und Vida ersetzten Ballack, Sam, Schwaab und den gelbgesperrten Vidal.

Das bedeutete, dass bei der "Werkself" im Vergleich zum Hinspiel Hyypiä, Bender und Kießling anstelle von Schwaab, Vidal und Sam aufliefen. Bei den Iberern ersetzte lediglich Santi Cazorla auf der linken Seite Wakaso.

Nach kurzer Abtastphase nahm die Partie rasch Fahrt auf. Bayer war um Spielkontrolle bemüht, während die Spanier auf Konter lauerten. Die Iberer zeigten sich dabei zielstrebiger und hatten mit dem quirligen Rossi einen stetigen Unruheherd in ihren Reihen. Allerdings erhielten sie auch tatkräftige Unterstützung von der Leverkusener Defensive, die sich in der Anfangsphase einige Unsicherheiten leistete. Sowohl Hyypiä als auch Reinartz hatten großes Glück, dass Santi Cazorla (10.) sowie Rossi (17.) flapsige Zuspiele unbestraft ließen.

Villarreal machte den besseren Eindruck, auch wenn die "Werkself" leichte Feldvorteile hatte. Dem Bundesligisten fehlte es schlicht und ergreifend an zündenden Ideen gegen eine aufmerksame und sehr lauffreudige spanische Deckung. Das "Gelbe U-Boot" offenbarte allerdings Schwächen beim finalen Pass, sodass Adler zunächst nicht viel zu tun bekam. Folglich war es ein rasantes, aber chancenarmes Duell.

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Wenn es gefährlich wurde, dann waren die Iberer dafür verantwortlich, die ein ums andere Mal mit schnellen Kombinationen durch die Mitte für Gefahr sorgten. Nach 32 Minuten kam Adler Rossi noch zuvor, doch nur eine Minute später war der Nationalkeeper geschlagen. Rossi hatte zu Santi Cazorla durchgesteckt, der sich bedankte und Adler mit einem präzisen Schuss aus 14 Metern keine Chance ließ. Bayer musste nun drei Tore machen, sollte das Aus noch verhindert werden. Die Rheinländer gingen aber zunächst kein größeres Risiko ein, auch weil sie um die Konterstärke der Spanier wussten.

Bayer drückt und wird von Rossi kalt erwischt

Santi Cazorla (re.) überwindet Adler
Treffer: Santi Cazorla (re.) überwindet Adler.
© picture alliance

Heynckes reagierte noch im ersten Durchgang und brachte mit Sam, der Castro ersetzte, einen weiteren Angreifer. Und Bayer sollte noch vor dem Pausenpfiff die Möglichkeit zum Ausgleich erhalten: Renato Augusto scheiterte aber mit seinem sehenswerten Freistoß an Diego Lopez, der mit seiner Parade den knappen Vorsprung der Hausherren festhielt (45.+1).

Kurz nach dem Seitenwechsel kam bei den Gästen Ballack aufs Feld. Damit war das System mit zwei Spitzen hinfällig und Leverkusen agierte fortan wieder im gewohnten 4-2-3-1. Die Rheinländer wurden nun auch stärker, näherten sich durch Renato Augusto (58.) und Sekunden später durch Derdiyok dem Ausgleich an, wurden dann aber eiskalt erwischt: Nach Hyypiäs bitterem Fehlpass schalteten die Spanier blitzschnell, Santi Cazorla passte zu Rossi, der aus 14 Metern trocken ins linke Eck vollendete (61.).

Die Messe war zu diesem Zeitpunkt gelesen, dennoch musste man Bayer zu Gute halten, dass es nicht aufsteckte. Leverkusen bäumte sich auf, allerdings hatten Ballack (63.), Kadlec (64.) und wiederum Ballack (69., 71.) kein Glück. Dass es am Ende doch noch spannend wurde, hatte man Gonzalo Rodriguez zu verdanken. Der Argentinier hatte in der 82. Minute ins eigene Netz getroffen. Plötzlich drehte die "Werkself" noch einmal auf und blies zur Schlussoffensive. Weil aber Ballack (89.), Renato Augusto (90.) und Derdiyok (90.+2) beste Gelegenheiten liegen ließen, blieb es letztlich bei der 1:2-Pleite.

Für beide Mannschaften steht am kommenden Wochenende der Ligaalltag wieder auf dem Programm. Leverkusen empfängt am Sonntag (15.30 Uhr) den FC Schalke 04, am selben Tag ist Villarreal ab 19 Uhr bei Athletic Bilbao gefordert. Bereits am Freitag geht der Blick nach Nyon, wo der kommende Gegner der Spanier ausgelost wird.

17.03.11
 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

FC Villarreal
Aufstellung:
Diego Lopez (3) - 
Mario (4) , 
Gonzalo Rodriguez (3)       
Musacchio (2,5) , 
Catala (3) - 
Borja Valero (3)   
Marchena (2,5) , 
Bruno (3) , 
Santi Cazorla (1,5)       
Marco Ruben (5) - 
Rossi (2)       

Einwechslungen:
69. Nilmar für Rossi
74. Capdevila für Borja Valero
80. Cani für Santi Cazorla

Trainer:
Garrido
Bayer Leverkusen
Aufstellung:
Adler (3,5) - 
Vida (5)   
Reinartz (4,5)   
Hyypiä (5) , 
Kadlec (4,5)   
L. Bender (4)   
Rolfes (4)    
Derdiyok (5) , 
Renato Augusto (3,5) , 
Castro (3)   
Kießling (5)   

Einwechslungen:
43. Sam (3,5) für Castro
53. Ballack (4,5) für Kießling
60. Schwaab (3,5)    für Vida

Trainer:
Heynckes

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Santi Cazorla (33., Rechtsschuss, Rossi)
2:0
Rossi (61., Rechtsschuss, Santi Cazorla)
2:1
Gonzalo Rodriguez (82., Eigentor, Linksschuss, Schwaab)
Gelbe Karten
Villarreal:
Gonzalo Rodriguez
(2. Gelbe Karte)
Leverkusen:
Reinartz
(1. Gelbe Karte)
,
Kadlec
(2.)
,
Schwaab
(1.)
,
L. Bender
(1.)

Spielinfo

Anstoß:
17.03.2011 21:05 Uhr
Stadion:
El Madrigal
Zuschauer:
19500
Spielnote:  3,5
zunächst versprühte nur Villarreal Spielwitz, nach der Pause rannte Bayer ohne großen Esprit an.
Chancenverhältnis:
4:5
Eckenverhältnis:
1:10
Schiedsrichter:
Björn Kuipers (Niederlande)   Note 3
ohne große Probleme in einem fairen Spiel.
Spieler des Spiels:
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