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Werder Bremen

Werder Bremen

Deutschland
4
:
4

Halbzeitstand
1:3
Hinspiel: 1:1
Nach Hin- & Rückspiel: 5:5
FC Valencia

FC Valencia

Spanien

WERDER BREMEN
FC VALENCIA
15.
30.
45.





60.
75.
90.















Offener Schlagabtausch an Dramatik kaum zu überbieten

Villa verhindert weiteres Wunder von der Weser

In einem spektakulären, an Dramatik kaum zu überbietenden Fußballfest verpasste ein nie aufgebendes Bremer Team ein weiteres Kapitel in der langen Geschichte legendärer Europapokalabende im Weserstadion. Die Schaaf-Elf ließ sich weder von einem 0:2 noch von einem 1:3-Rückstand beeindrucken, kämpfte sich immer wieder zurück und war am Ende nicht weit davon entfernt, Valencia das sicher geglaubte Weiterkommen noch zu entreißen.

David Villa feiert mit Mata
Höhenflug: David Villa (li.) feiert mit Mata den ersten seiner drei Treffer.
© picture allianceZoomansicht

Werder-Coach Thomas Schaaf wechselte im Vergleich zum 1:0-Sieg in Hoffenheim in der Bundesliga zweimal. Marin und Özil wurden rechtzeitig fit und begannen statt Bargfrede und Hugo Almeida.

Auf Valencias Seite tauschte Trainer Unai Emery nach der 0:3-Pleite beim FC Barcelona in der Primera Division fünfmal Personal aus. Für den verletzten Albelda, die gesperrten Banega (Rot) und Pablo Hernandez (Gelb) sowie Alba und Dominguez liefen Marchena, Mata, Joaquin, Baraja und der nach einer Schulterverletzung wiedergenesene David Villa auf.

Ohne jegliches Abtasten waren beide Teams mit dem Anpfiff sofort auf Betriebstemperatur. Marin startete über links einen ersten vielversprechenden Vorstoß, ehe Valencia den Bremern im direkten Gegenzug schon nach zwei Minuten die kalte Dusche verpasste. Naldo köpfte das Leder genau in die Füße von Silva, der links Villa entdeckte. Der Angreifer fackelte nicht lange und überwand Wiese per Flachschuss ins lange Ecke (2.). Der frühe Schock beeindruckte den Bundesligisten, der nun defensiv wackelte und Glück hatte, dass Wiese gegen den am Fünfmeterraum freistehenden Villa glänzend parierte (7.).

Erst jetzt fing sich Bremen, und bot - zumindest offensiv - Paroli. Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, in dem ein Höhepunkt den nächsten jagte. Beide Mannschaften machten defensiv keinen sattelfesten Eindruck, zeigten im Spiel nach vorne aber immer wieder ihre ganze Klasse. Pizarro hätte bei einem Konter das 1:1 machen müssen, schob das Leder frei vor Sanchez aber haarscharf am Kasten vorbei (10.). Die Schaaf-Elf suchte mit Nachdruck den Ausgleich, fand jedoch einen weiteren Gegentreffer. Wieder war Silva der Ausgangspunkt, der diesmal Mata per Traumpass in Szene setzte. Alleine vor Wiese machte es der Spanier besser als Pizarro und markierte das 0:2 (15.).

Schaaf reagierte, opferte Borowski für Hugo Almeida (22.) und brachte so die Hoffnung zurück. Nur vier Minuten nach seiner Hereinnahme drückte der Portugiese aus kurzer Distanz eine flache Pizarro-Hereingabe zum 1:2 über die Linie (26.). Bevor sich das Match nach einer knappen halben Stunde eine kurze Auszeit gönnte, hätte es aufgrund der zahlreichen Möglichkeiten, die beide Teams hatten, längst 3:3 oder 4:4 stehen können.

Werder machte sich als erste Mannschaft wieder auf den Weg nach vorne, Hunt (35.) und Hugo Almeida (36.) verpassten aber den möglichen Ausgleich, ehe Mata auf der gegenüberliegenden Seite daneben zielte (43.). Einen Nackenschlag mussten die Norddeutschen Sekunden vor dem Halbzeitpfiff dennoch hinnehmen. Silva ließ an der Grundlinie Hunt ins Leere laufen und passte mit seiner dritten Torvorlage mustergültig nach innen zu Villa, der die Kugel verarbeitete und mit links zum 1:3-Halbzeitstand in die Maschen setzte (45.).

Werder hatte sich noch nicht aufgegeben und versuchte nach Wiederbeginn, das Unmögliche möglich zu machen. Naldos Kopfball lenkte Sanchez gerade noch über die Latte (48.), und auch bei Hugo Almeidas Hammer gab sich der Gäste-Schlussmann keine Blöße (49.). Nachdem auch der von Özil bediente Pizarro aus kurzer Distanz gescheitert war, brachte ein Strafstoß den Bundesligisten zurück ins Spiel - Alba war dem kreuzenden Marin im Sechzehner von hinten in die Beine gelaufen (56.). Frings trat an und jagte das Leder hart in die Tormitte. Obwohl Sanchez wie angewurzelt stehen blieb, konnte er das Geschoss nicht abwehren - 2:3 (57.).

Spätestens als Marin mit einem abgefälschten Schrägschuss nach frechem Freistoßtrick von Özil auf 3:3 stellte (62.), wurden Erinnerungen an manch legendären Europapokalabend im Weserstadion wach. Bremen warf alles nach vorne, setzte den verzweifelt kämpfenden Spaniern mächtig zu und stand dicht vor dem Führungstor, das 4:3 wollte aber nicht fallen. Stattdessen nutzten die Gäste einen Konter, um abermals in Front zu gehen. Dreifach-Torschütze Villa befand sich bei Matas langem Pass allerdings in abseitsverdächtiger Position (65.).

Werder fehlten nun wieder zwei Tore, ans Aufgeben dachte die Schaaf-Elf trotzdem noch nicht. Allerdings stand Valencia nun wieder etwas sicherer und zwang die Bremer vermehrt zu Abschlüssen aus der Distanz. Marin (68.), Pasanen (75.), Pizarro (76.) und Hugo Almeida (77.) versuchten sich allesamt erfolglos.

Das Achtelfinalduell schien entschieden, ehe Pasanen sechs Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit in den Strafraum flankte. Pizarro stand goldrichtig und köpfte zum 4:4 ein (84.). Eine dramatische Schlussphase war garantiert! Werder stürmte mit Mann und Maus, hatte durch Mertesacker (86.) und Rosenberg (86.) tatsächlich den Siegtreffer auf Kopf und Fuß, musste sich am Ende eines außergewöhnlichen Spieles trotz des Unentschiedens aber geschlagen geben.

Die Augen richten sich jetzt gespannt auf die morgige Auslosung in Nyon. Das Viertelfinale findet dann am 1. und 8. April statt. Für Werder Bremen geht es am Samstag in der Bundesliga weiter. Die Norddeutschen empfangen den VfL Bochum. Valencia greift am Sonntag gegen Almeria wieder in das Geschehen der spanischen Liga ein.

 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Werder Bremen
Aufstellung:
Wiese (3) - 
Fritz (4,5)    
Mertesacker (5) , 
Naldo (5) , 
Pasanen (2,5) - 
Frings (3)        
Borowski    
Marin (1,5)    
Özil (4) , 
Hunt (4,5) - 
Pizarro (3)    

Einwechslungen:
22. Hugo Almeida (3)     für Borowski
79. Rosenberg     für Fritz

Trainer:
Schaaf
FC Valencia
Aufstellung:
Cesar Sanchez (2,5) - 
Miguel (5)    
Marchena (4,5)        
Dealbert (5) , 
Bruno (4)    
Maduro (4) , 
Baraja (3,5)    
Joaquin (5)        
Silva (1) , 
Mata (3)        
Villa (1)            

Einwechslungen:
46. Jordi Alba (4)     für Bruno
55. Manuel Fernandes (4) für Joaquin
65. Michel Herrero für Marchena

Trainer:
Emery

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
Villa (2., Linksschuss, Silva)
0:2
Mata (15., Linksschuss, Silva)
1:2
Hugo Almeida (26., Linksschuss, Pizarro)
1:3
Villa (45., Linksschuss, Silva)
2:3
Frings (57., Foulelfmeter, Rechtsschuss, Marin)
3:3
Marin (62., Rechtsschuss, Özil)
3:4
Villa (65., Rechtsschuss, Mata)
4:4
Pizarro (84., Kopfball, Pasanen)
Gelbe Karten
Bremen:
Rosenberg
(3. Gelbe Karte)
Valencia:
Joaquin
(1. Gelbe Karte)
,
Jordi Alba
(2.)
,
Miguel
(1.)
,
Mata
(1.)
,
Baraja
(2.)

Spielinfo

Anstoß:
18.03.2010 19:00 Uhr
Stadion:
Weser-Stadion, Bremen
Zuschauer:
24200
Spielnote:  1,5
ein Spektakel und Torfestival, atemberaubend bis zum Schluss, indes auch wegen katastrophaler Defensivleistungen.
Chancenverhältnis:
19:10
Eckenverhältnis:
7:5
Schiedsrichter:
Kevin Blom (Niederlande)   Note 5
übersah Villas Abseitsstellung vor dem 3:4, unterband kaum das Zeitspiel der Spanier, fiel auf die vielen Mätzchen herein.
Spieler des Spiels:

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