Zur Loginbox springen Zur Navigation springen Zum Inhalt springen
RSC Anderlecht

RSC Anderlecht

Belgien
4
:
3

Halbzeitstand
2:1
Hinspiel: 1:3
Nach Hin- & Rückspiel: 5:6
Hamburger SV

Hamburger SV

Deutschland

RSC ANDERLECHT
HAMBURGER SV
15.
30.
45.






60.
75.
90.










Anderlecht bringt den HSV bedenklich ins Wanken

Petric beruhigt Labbadias Nerven

Nach nervenaufreibenden 90 Minuten hat der HSV mit etwas Glück das Viertelfinale erreicht. Die Hanseaten kontrollierten die Partie zunächst und gingen sogar in Front, ehe das Match kurz vor der Pause plötzlich kippte. Nach Jansens zwischenzeitlichem 2:2 schien das Weiterkommen nur noch Formsache, doch Anderlecht gab nie auf und stand phasenweise dicht davor, dem HSV das Viertelfinalticket doch noch zu entreißen.

Boateng gegen Boussoufa
Torschützen unter sich: Boateng, der auch noch einen Elfmeter verschuldete, und Boussoufa.
© picture allianceZoomansicht

Anderlechts Coach Ariel Jacobs musste nach der 1:3-Niederlage im Hinspiel auf Legear, seinen Torschützen von Hamburg, verzichten. Dafür begann Suarez von Beginn an. Zudem kehrte Boussoufa nach auskurierter Knieverletzung für Kanu in die Startelf zurück.

Hamburgs Trainer Bruno Labbadia wechselte nach der 2:4-Pleite in Leverkusen in der Bundesliga dreimal. Rincon, der in der Liga zuletzt gelbgesperrt pausieren musste, Boateng und Torun liefen anstelle von Demel, Elia und Aogo auf.

Video zum Thema
kicker.tv Hintergrund- 19.03., 11:27 Uhr
Der HSV träumt vom Finale
Euphorie sieht anders aus. Zwar erreichte der Hamburger SV am Donnerstagabend beim RSC Anderlecht das Europa-League-Viertelfinale, doch nach der 3:4-Niederlage waren alle erleichtert. "Wir müssen mit einem Auge auch auf die negativen Dinge schauen", sagte Mladen Petric, Schütze des wichtigen dritten Treffers. Trainer Bruno Labbadia bemängelte Zweikampfverhalten und lobte die starke Moral.
Alle Videos in der ÜbersichtAlle Videos per RSS

Der Plan der Belgier wurde schnell klar: ein frühes Tor sollte her. Praktisch mit dem Anpfiff legten die Hausherren den Vorwärtsgang ein und machten Druck. Nach Rozehnals Beinahe-Eigentor (1.) rettete Rost mit etwas Glück vor Kouyaté (1.). Hamburg hatte allerdings nur in den Anfangsminuten Mühe und fing sich schnell. Petrics Schuss hätte möglicherweise den Weg ins Tor gefunden, wäre van Nistelrooy nicht unglücklich im Weg gestanden (4.).

In der Folge passierte nicht viel. Suarez' Versuch landete am Außennetz (9.), Petric setzte Jansens Flanke rechts neben das Tor (17.). Der HSV hatte die Partie im Griff. Die Gäste kontrollierten das Geschehen, hielten Anderlecht weit vom eigenen Tor entfernt und traten im Mittelfeld immer wieder geschickt auf die Bremse.

Lediglich in der 35. Minute wurde es einmal brenzlig vor Rost, der die Kugel schließlich mit der Faust aus der Gefahrenzone beförderte. Ansonsten plätscherte das Duell zwischen den Strafräumen weitgehend höhepunktlos vor sich hin. Bis zur 42. Minute: Torun flankte per Freistoß von rechts in den Sechzehner, wo van Damme die Kugel per Kopf genau zum am linken Strafraumeck lauernden Boateng abwehrte. Der Defensivmann fasste sich ein Herz und schlenzte das Spielgerät sehenswert zur Hamburger Führung in die Maschen.

Das Weiterkommen schien kurz vor der Pause für die Hanseaten nur noch Formsache. Das dachten sich wohl auch die Akteure des Bundesligisten und verabschiedeten sich gedanklich in die Kabine. Boussoufa sagte "Danke" und flankte unbedrängt in die Mitte, wo der 16-jährige Lukaku freistehend zum 1:1 einnickte (44.). Damit nicht genug: Boateng stellte sich im Strafraumduell mit Suarez alles andere als clever an und foulte den Argentinier. Referee Terje Hauge entschied auf Strafstoß, den Suarez persönlich zum 2:1-Pausenstand verwandelte (45.+3).

Auch nach Wiederbeginn wollte der HSV seine einstige Souveränität in der Defensive zunächst nicht wiederfinden. Nur weil Jarolim auf der Linie für seinen geschlagenen Keeper gegen Kouyaté rettete, ging das deutsch-belgische Duell nach 47 Minuten nicht von vorne los.

In der Hintermannschaft war zwar auch in der Folge keine Verbesserung zu erkennen, vorne hatte die Labbadia-Elf aber Jansen, der eine Petric-Vorarbeit aus ganz ungünstigem Winkel perfekt traf und zum ganz wichtigen 2:2 verwandelte (54.). Anderlecht musste nun dreimal treffen, um doch noch selbst ins Viertelfinale vorzudringen.

Die Belgier ließen sich von der unlösbar scheinenden Aufgabe nicht beeindrucken und hatten in Hamburg einen Gegner, der kräftig mithalf, dass es tatsächlich noch einmal spannend wurde. Nur fünf Minuten nach dem Ausgleich durfte van Damme ungehindert für Biglia ablegen, der aus 16 Metern ebenso ungestört flach zur neuerlichen RSC-Führung einnetzte (59.). Wenig später ließ Lukaku Mathijsen auf der linken Seite alles andere als gut aussehen und passte flach vors Tor. Rost wollte das Leder aufnehmen, hatte die Rechnung jedoch ohne Boussoufa gemacht, der dem Keeper das Leder unter dem Bauch hindurch ins Tor spitzelte (66.).

Plötzlich war die Sensation für die Belgier greifbar, zumal der HSV in der Abwehr weiter von einer Verlegenheit in die nächste stolperte. Hamburg wackelte bedenklich und stand dicht vor dem K.o., ehe ein Konter die Entscheidung zugunsten der Hanseaten brachte. Jarolim steckte durch für Petric, der frei vor Proto die Nerven behielt und auf 3:4 verkürzte (75.). Der dritte Nackenschlag war zu viel für die Hausherren, die sich zwar nicht aufgaben, bei nachlassenden Kräften aber wohl selbst nicht mehr an ein Weiterkommen glaubten und letztlich nichts mehr zuzusetzen hatten.

Die Augen richten sich nun gespannt auf die morgige Auslosung in Nyon. Das Viertelfinale findet dann am 1. und 8. April statt. Der RSC Anderlecht reist am Sonntag zum letzten Spiel in der regulären Saison der belgischen Jupiler League zum KSC Lokeren OV. Ebenfalls sonntags empfängt der HSV den FC Schalke 04 in der Bundesliga.

 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

RSC Anderlecht
Aufstellung:
Proto (4) - 
G. Gillet (3,5) , 
Juhasz (4) , 
Mazuch (4) , 
Deschacht (4)        
Kouyaté (3) , 
Biglia (3)    
van Damme (3,5)    
Suarez (2,5)        
Boussoufa (1)    
R. Lukaku (2)        

Einwechslungen:
62. de Sutter für Deschacht
82. Kanu für R. Lukaku

Trainer:
Jacobs
Hamburger SV
Aufstellung:
Rost (4,5) - 
Rincon (3,5) , 
Rozehnal (5) , 
Mathijsen (5) , 
J. Boateng (5)            
Jarolim (3)    
Zé Roberto (4) - 
Torun (4)    
Jansen (3,5)        
van Nistelrooy (4,5) , 
Petric (3)    

Einwechslungen:
63. Elia für J. Boateng
79. Tesche für Jansen
83. Trochowski für Torun

Trainer:
Labbadia

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
J. Boateng (42., Rechtsschuss)
1:1
R. Lukaku (44., Kopfball, Boussoufa)
2:1
Suarez (45. + 3, Foulelfmeter, Rechtsschuss, Suarez)
2:2
Jansen (54., Linksschuss, Petric)
3:2
Biglia (59., Rechtsschuss, van Damme)
4:2
Boussoufa (66., Rechtsschuss, R. Lukaku)
4:3
Petric (75., Linksschuss, Jarolim)
Gelbe Karten
Anderlecht:
van Damme
(2. Gelbe Karte)
,
Suarez
(1.)
HSV:
J. Boateng
(1. Gelbe Karte)

Spielinfo

Anstoß:
18.03.2010 21:05 Uhr
Stadion:
Constant-Vanden-Stock, Brüssel
Zuschauer:
23500
Spielnote:  1
packender Schlagabtausch mit 75 Minuten purer Dramatik.
Chancenverhältnis:
15:9
Eckenverhältnis:
4:4
Schiedsrichter:
Terje Hauge (Norwegen)   Note 3
nur kleinere Fehler, lag in den entscheidenden Situationen richtig.
Spieler des Spiels:

DIE GANZE WELT DER KICKER APPS!
Informieren Sie sich über unser vielfältiges App Angebot:
Smart TV Tippspiel kicker MeinVerein Voice & VR eMagazine