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Hamburger SV

Hamburger SV

Deutschland
3
:
1

Halbzeitstand
2:1
RSC Anderlecht

RSC Anderlecht

Belgien

HAMBURGER SV
RSC ANDERLECHT
15.
30.
45.



60.
75.
90.



Anderlechts Schlussoffensive kommt zu spät

Van Nistelrooy trifft beim Startelfdebüt

Der Hamburger SV gewann das Achtelfinalhinspiel gegen den RSC Anderlecht mit 3:1 und verschaffte sich damit eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel in Belgien. In einer durchschnittlichen Partie taten sich die Hanseaten gegen tief stehende Belgier lange schwer, ehe sie nach der Pause ihre größere Klasse dann doch ausspielten. Dennoch darf Anderlecht weiter hoffen, denn schließlich konnte der RSC ein Auswärtstor schießen.

Hamburgs Mathijsen (li.) im Duell mit dem 16-jährigem Lukaku
Heißes Duell: Hamburgs Mathijsen (li.) und Anderlechts 16-jähriger Lukaku lieferten sich intensive Duelle.
© picture-allianceZoomansicht

Hamburgs Trainer Bruno Labbadia veränderte seine Startformation nach dem 1:0 über Hertha BSC auf einer Position. Anstelle von Torun rutsche van Nistelrooy erstmalig in die Anfangself. Auch bei den Gästen aus Anderlecht tauschte Trainer Ariel Jacobs im Vergleich zum 4:0-Kantersieg über Athletic Bilbao im Rückspiel der Europa-League-Zwischenrunde einmal: Der am Knie verletzte Boussoufa wurde durch Kanu ersetzt.

Die Hamburger begannen gleich druckvoll, zogen ihr Spiel breit auf und zwangen die Belgier zunächst in deren eigene Hälfte. Allerdings fehlte es den Hanseaten an Zug zum Tor, so dass sie aus ihrem optischen Übergewicht zunächst kein Kapital schlagen konnten. Auf der anderen Seite agierte Anderlecht anfangs eher zurückhaltend, strahlte über Konter aber dennoch Torgefahr aus. So gab der bullige 16-jährige Lukaku auch den ersten halbwegs gefährlichen Torschuss ab (6.).

Es war aber kein wirklich gutes Fußballspiel, dies lag vor allem daran, dass sich hüben wie drüben zahlreiche Fehlpässe einschlichen. Gepaart mit zu wenig Bewegung führte das dazu, dass klare Torraumszenen lange Zeit nicht zu sehen waren. Folglich musste ein wenig Glück für das erste Tor herhalten: Bei einer Ecke von links wurde ein Aogo-Gewaltschuss aus der zweiten Reihe von Juhasz und van Damme in Flippermanier ungewollt abgefälscht und landete plötzlich vor den Füßen von Mathijsen - 1:0 (23.).

Doch auch danach wurde die Partie nicht besser. Zwar agierten die Hamburger etwas souveräner, konnten sich zunächst aber gegen sichtlich angeschlagene Belgier nicht entscheidend durchsetzen. Nach 35 Minuten sorgte dann eine der seltenen schnellen Kombinationen des HSV für enorme Gefahr, doch Petric setzte das Spielgerät hauchdünn neben den linken Pfosten. Fünf Minuten später machte es van Nistelrooy schließlich besser: Wieder ging es schnell über Elia, der im Strafraum an der linken Grundlinie ans Leder kam und sofort per Außenrist auf seinen Landsmann ablegte. Der Niederländer drückte den Ball aus spitzem Winkel unter Zuhilfenahme des linken Pfostens ins Tor.

Fast mit dem Pausenpfiff folgte allerdings der Schock für die Labbadia-Elf! Legear trat zu einem Freistoß aus 25 Metern halblinker Position an und schlenzte den Ball wunderbar ins linke Eck (45.+ 1).

Jarolim macht den Deckel drauf

Ruud van Nistelrooy
Er gab sein Debüt in der Startelf des HSV und bedankte sich gleich mit einem Tor für das Vertrauen seines Trainers: Ruud van Nistelrooy.
© picture-allianceZoomansicht

Ohne personelle Änderungen ging es nach Wiederanpfiff weiter, dafür mit druckvolleren Hamburgern. Allerdings entwickelte die Labbadia-Elf unter den Augen des mittlerweile aus Peru zurückgekehrten Paolo Guerrero kaum Durchschlagskraft gegen sehr tief stehende Gäste. Jarolim wurde geblockt (52.), während van Nistelrooy aus einer Abseitsposition heraus traf (56.).

Die Partie avancierte zu einem echten Geduldsspiel. Anderlecht war mittlerweile fast ausschließlich auf die Defensive fokussiert, während die Hanseaten verständlicherweise nicht volles Risiko gingen. Warum auch? Schließlich stand eine 2:1-Führung zu Buche.

Mit fortschreitender Spieldauer schwanden aber die Kräfte auf beiden Seiten, Konzentrationsschwächen waren die Folge und auch weitere Einschussgelegenheiten. Doch Petric scheiterte an Proto (66.), während Biglia im Gegenzug gegen Rost den Kürzeren zog. In der 76. Minute war es dann so weit! Bei einer Flanke von rechts köpfte Gillet direkt vor die Füße von Jarolim, der nicht lange fackelte und aus 18 Metern ins linke untere Eck einnetzte.

Die Belgier steckten nicht auf, taten plötzlich wieder etwas für die Offensive und kamen auch zugleich gegen eine etwas wackelige HSV-Abwehr zu guten Möglichkeiten. Doch Legear vergab gleich zweimal den erneuten Anschluss: Zuerst schoss der 22-Jährige links daneben, ehe er mit einer Direktabnahme gegen einen glänzend reagierenden Rost den Kürzeren zog (85., 86.).

Ehe es am nächsten Donnerstag um 21.05 Uhr in Brüssel im Rückspiel um den Einzug in die Runde der letzten Acht geht, müssen beide Mannschaften in ihrer jeweiligen Liga antreten. Der Hamburger SV gastiert dabei am Sonntag bei Bayer Leverkusen. Am gleichen Tag empfängt der RSC Anderlecht den KRC Genk in der belgischen Jupiler League.

 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Hamburger SV
Aufstellung:
Rost (2,5) - 
Rincon (4) , 
Rozehnal (3) , 
Mathijsen (2)    
Aogo (3) - 
Jarolim (2,5)        
Zé Roberto (5) - 
Elia (5)    
Jansen (3) - 
Petric (3) , 
van Nistelrooy (2,5)    

Einwechslungen:
78. Trochowski für Elia

Trainer:
Labbadia
RSC Anderlecht
Aufstellung:
Proto (4) - 
G. Gillet (3,5) , 
Mazuch (4) , 
Juhasz (4,5) , 
Deschacht (3)    
Kouyaté (2) , 
Biglia (5) , 
van Damme (4) - 
Legear (2,5)    
Kanu (3)    

Einwechslungen:
77. Suarez für Kanu

Trainer:
Jacobs

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Mathijsen (23., Rechtsschuss)
2:0
van Nistelrooy (40., Linksschuss, Elia)
2:1
Legear (45. + 1, direkter Freistoß, Rechtsschuss)
3:1
Jarolim (76., Rechtsschuss)

Spielinfo

Anstoß:
11.03.2010 19:00 Uhr
Stadion:
HSH-Nordbank-Arena, Hamburg
Zuschauer:
34921
Spielnote:  2
Rasse, Klasse, ein packender Europapokal-Abend.
Chancenverhältnis:
7:4
Eckenverhältnis:
4:2
Schiedsrichter:
Laurent Duhamel (Frankreich)   Note 2
souveräner Leiter, kam in einem rassigen Spiel ohne Verwarnung aus.
Spieler des Spiels:

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