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Benfica Lissabon

 - 

Hertha BSC

 

4:0 (1:0)

Hinspiel: 1:1

Nach Hin- & Rückspiel: 5:1

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Benfica Lissabon
Hertha BSC
1.
15.
30.
45.


46.
60.
75.
90.










Nur Raffael schoss aufs Tor - Jetzt zählt nur noch der Abstiegskampf

Cardozo & Co. demontieren die Hertha

Hertha BSC durfte ein bisschen von der nächsten Runde in der Europa League träumen, doch spätestens mit dem schnellen 0:2 zu Beginn der zweiten Halbzeit war für die Berliner die Messe gelesen. Benfica Lissabon war beim 4:0 in allen Belangen überlegen und nahm nach dem vierten Tor zwei Gänge raus. Für die Hertha, die sich nun komplett auf den Abstiegskampf konzentrieren darf, schoss nur Raffael einmal aufs Tor.

Fußball, Europa League: Berlins Arne Friedrich gegen Benficas Saviola.
Klar unterlegen: Berlins Arne Friedrich sah gegen Benficas Saviola kaum Land.
© picture-allianceZoomansicht

Bei Benfica Lissabon spielte im Vergleich zum 1:1 im Hinspiel in Berlin Aimar für den gesperrten Ramires. Zudem ersetzte Coentrao auf der linken Abwehrseite Cesar Peixoto.

Bei der Hertha kam im Vergleich zum 3:0-Ligaerfolg in Freiburg von Bergen in der Abwehrzentrale für Hubnik zum Zug, der schon für Sparta Prag in der Europa League am Ball war und somit gesperrt war. Lustenberger war leicht angeschlagen und wurde durch Nicu ersetzt. Zudem rotierte Gekas auf die Bank, weil Trainer Funkel das Mittelfeld stärken wollte und dafür Ebert in die Anfangself berief. Zudem spielte Janker anstelle von Kobiashvili.

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Die Berliner waren vom Anpfiff weg in der Defensive gefordert. Benfica wollte ein schnelles Tor vorlegen und drückte die Hertha in die eigene Hälfte. Die Portugiesen spielten vor allem über die linke Seite, wo Piszczek große Probleme gegen den trickreichen di Maria hatte. Zwar überstanden die Berliner die Anfangsviertelstunde unbeschadet, doch für Entlastung konnten sie nicht sorgen - das Geschehen spielte sich bis zur 20. Minute fast ausnahmslos in der Hälfte der Hertha ab.

Das Hauptproblem der Berliner war, dass sie nach Balleroberung die Kugel allzuschnell wieder verloren, so dass es nur eine Frage der Zeit war, bis die spielstarken Portugiesen die Lücke im Deckungsverbund der Hauptstädter finden würden. In der 25. Minute war es dann soweit. Legte Benfica bislang die Angriffe zumeist über die Außen an, schlug es nun durch die Mitte zu. Saviola steckte die Kugel per Doppelpass zu Aimar durch, der Argentinier ließ Friedrich ins Leere grätschen und schloss aus 12 Metern überlegt ins lange Eck ab.

In der Folgezeit blieb Benfica überlegen, nahm aber etwas das Tempo raus. Dadurch kamen die Berliner besser ins Spiel und auch in die gegnerische Hälfte, doch nur Raffael mit zwei Distanzschüssen deutete an, dass bei der Funkel-Elf auch offensiv etwas gehen könnte. Bei seinem ersten Versuch in der 33. Minute lag sogar der Ausgleich in der Luft, doch Benfica-Keeper Julio Cesar faustete den Flatterball gerade noch weg.

Die klareren Möglichkeiten hatte aber weiterhin Benfica. Neben einigen Halbchancen hatte Saviola die größte, als er nach einer schönen Hereingabe von Maxi Pereira vom kurzen Pfosten aus nur die Latte traf (40.). So ging die Hertha mit einem 0:1 noch gut bedient in die Halbzeit.

Die Zwischenrunde

Nach dem Wechsel ließ Benfica dann aber binnen weniger Minuten druchblicken, dass es nicht gewillt war, die Hertha nochmal rankommen zu lassen. Schon in der 48. Minute erhöhte Cardozo per Kopf auf 2:0, nachdem Berlins Keeper Drobny unter di Marias Flankenball durchsprang - ein ungewöhnlicher Patzer des tschechischen Schlussmanns.

Berlin machte nun ein wenig auf und konnte für einige Minuten das Spiel geringfügig offener gestalten, dann aber wurden die Hauptstädter noch allen Regeln der Spielkunst ausgehebelt. Beim 3:0 konnte die Berliner einen Eckball nicht richtig klären, und Javi Garcia schoss aus acht Metern unhaltbar ins kurze Eck (59.). Drei Minuten später war es erneut Cardozo, der seine Torjägerqualitäten voll entfaltete: Di Maria flankte unbedrängt mal wieder vom linken Flügel, der Mittelstürmer nahm den Ball mit der Brust runter und versenkte die Kugel mit links im langen Eck (62.).

Die bittere Pleite war damit perfekt, nun mussten die Berliner aufpassen, dass der Ausflug in Portugals Hauptstadt nicht zu einem kompletten Desaster ausartete. Dies schaffte die Hertha dann auch, was auch daran lag, dass Benfica den letzten Druck rausnahm, und Trainer Jorge Jesus seine brandgefährlichen Offensivkräfte Aimar, Saviola und di Maria der Reihe nach vom Platz nahm.

Für Benfica geht es am Samstag in der portugiesischen Liga zu Leixoes Matosinhos. Ebenfalls am Samstag begrüßt Hertha die TSG Hoffenheim im Olympiastadion.

Das Achtelfinale in der Europa League findet am 11. und 18. März statt. Benficas Gegner ist der Sieger des Duells FC Kopenhagen gegen Olympique Marseille.

23.02.10
 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Benfica Lissabon
Aufstellung:
Julio Cesar (3,5) - 
Luisao (3) , 
David Luiz (2,5) , 
Fabio Coentrao (2,5) - 
Javi Garcia (2)    
Ruben Amorim (3,5) , 
di Maria (1)   
Aimar (3)       
Saviola (2)   
Cardozo (2)        

Einwechslungen:
66. Carlos Martins für Aimar
69. Cesar Peixoto für Saviola
74. Nuno Gomes für di Maria

Trainer:
Jorge Jesus
Hertha BSC
Aufstellung:
Drobny (5) - 
Piszczek (5,5)   
A. Friedrich (4)   
von Bergen (5)   
Kringe (4) - 
Janker (5,5) , 
Cicero (5) - 
Ebert (5,5) , 
Nicu (5) - 
Raffael (4)   
Ramos (5)   

Einwechslungen:
63. Wichniarek für Ramos
63. Gekas für Raffael
72. Pejcinovic für Piszczek

Trainer:
Funkel

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Aimar (25., Rechtsschuss, Saviola)
2:0
Cardozo (48., Kopfball, di Maria)
3:0
Javi Garcia (59., Rechtsschuss)
4:0
Cardozo (62., Linksschuss, di Maria)
Gelbe Karten
Benfica:
-
Hertha:
A. Friedrich
(3. Gelbe Karte)
,
von Bergen
(1.)

Spielinfo

Anstoß:
23.02.2010 18:00 Uhr
Stadion:
Da Luz
Zuschauer:
30401
Spielnote:  3
eine unterhaltsame, aber extrem einseitige Begegnung zweier Teams, die zwei Klassen trennten.
Chancenverhältnis:
11:1
Eckenverhältnis:
8:3
Schiedsrichter:
Pieter Vink (Niederlande)   Note 5
das Gespann produzierte auf beiden Seiten mehrere falsche Abseitsentscheidungen; die Gelben Karten gegen Friedrich (14., Foul an Saviola) und von Bergen (75., Foul an Cardozo) waren vertretbar, aber recht hart; Pejcinovic, der gegen Fabio Coentrao im Strafraum beim Laufduell den linken Arm ausfuhr, hätte sich über einen Foulelfmeter nicht beschweren dürfen (87.).
Spieler des Spiels:
Angel di Maria
Machte mit Piszczek, was er wollte - und war an der Entstehung von drei Toren mit dem letzten oder vorletzten Zuspiel beteiligt.
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