Bremens Trainer Thomas Schaaf brachte nach dem 4:1 gegen Hannover 96 am letzten Sonntag gleich drei neue Spieler in die Startelf. Fritz, Tziolis und Hugo Almeida ersetzten Prödl, Niemeyer und Rosenberg (Magenprobleme). Udineses Coach Pasquale Marino tauschte nach der 0:1-Niederlage gegen Inter Mailand ebenfalls auf drei Positionen: Der wiedergenesene Stammkeeper Handanovic kehrte für Belardi zurück in die Anfangself. Der in der Liga Rot-gesperrte Domizzi verdrängte Isla in der Abwehr, und Sanchez erhielt den Vorzug vor Floro Flores.
Bei sehr gutem Fußballwetter lieferten sich beide Mannschaften von Beginn an ein intensives, sehr umkämpftes, aber nicht unfaires Duell. Werder hatte zwar die Initiative, leistete sich zunächst aber im Spielaufbau zu viele Ungenauigkeiten. Auf der anderen Seite agierten die Italiener sehr diszipliniert und lauerten auf Konter, konnten aber ebenfalls kaum ernsthafte Torgefahr entwickeln. Klare Einschussgelegenheiten blieben daher erst einmal aus.
Für den ersten Weckruf sorgte schließlich Naldo nach einer halben Stunde: Der Brasilianer hämmerte den Ball aus 35 Metern an den Querbalken. Naldos Landsmann Diego schien den Weckruf gehört zu haben, denn der 24-Jährige besorgte kurz darauf nach feinem Zuspiel von Özil mit einem Schuss ins linke Eck die verdiente Führung für Werder Bremen (34.).

Udinese spielte jedoch unbeirrt weiter, zwar investierten die Italiener nun mehr, gingen dennoch aber keine allzu hohen Risiken ein. Kurz vor der Pause prüfte Diego noch einmal Udineses Keeper Handanovic mit einem Schuss aus knapp 20 Metern. Doch diesmal behielt der slowenische Nationaltorhüter die Oberhand, so dass es mit der knappen Führung der Bremer in die Kabinen ging.
Ohne personelle Änderungen ging es im zweiten Durchgang weiter, dafür mit der bis dato dicksten Chance der Gäste: Fritz ließ Asamoah unbedrängt zu Quagliarella passen, der dann aber zu unpräzise war. Er lupfte den Ball freistehend knapp am rechten Pfosten vorbei (47.). Auf der Gegenseite klärte Domizzi bei einer Ecke in höchster Not vor dem einschussbereiten Pizarro (52.).
Es war inzwischen eine Partie auf Augenhöhe, in der aber die Gäste aus dem Friaul die besseren Chancen hatten. Sowohl Inler per Kopf als auch Quagliarella per Lupfer scheiterten an Werders Schlussmann Wiese (55., 59.). In der 67. Minute sorgte jedoch ein Geniestreich von Diego für die Vorentscheidung: Mit einer Körpertäuschung ließ er zuerst d'Agostino ganz alt aussehen und traf dann mustergültig mit einem Schlenzer in den rechten Winkel. Nur zwei Minuten später lief Hugo Almeida allen davon und ließ aus sieben Metern linker Position Handanovic keine Chance - 3:0!
Die Italiener drängten danach auf den Auswärtstreffer, rannten sich aber immer wieder in der Bremer Defensive fest. Die Hanseaten zogen sich zurück, gaben sich mit dem Drei-Tore-Polster zufrieden und waren nun auf Ergebnissicherung bedacht. Dafür wurden sie in der Schlussphase bestraft. Zuerst konnte Wiese noch gegen d'Agostino, der es per Freistoß versucht hatte, parieren, gegen Quagliarella hatte der Bremer Keeper in 87. Minute aber keine Chance mehr: Zapata flankte von rechts in die Mitte zu Floro Flores, der im Fallen zu Quagliarella weiterleitete, der aus kurzer Distanz einnetzte. In der Nachspielzeit hätte Quagliarella verkürzen können, aber er jagte den Ball aus sechs Metern drüber, so dass die Italiener im Rückspiel nun ein 1:3 aufholen müssen.
Bevor es am kommenden Donnerstag um den Einzug ins Halbfinale geht, müssen beide Mannschaften am nächsten Sonntag in der Liga antreten. Werder Bremen gastiert in Leverkusen, Udinese trifft in der Serie A auf Reggina Calcio.
| Werder Bremen |
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| Udinese Calcio |
![]() ![]() Aufstellung: S. Handanovic (4) - Zapata (4) , Felipe (3) , Domizzi (4) , Pasquale (4) - Inler (4,5) , d'Agostino (4) , Asamoah (2,5) - Pepe (5) - Quagliarella (4,5) , Sanchez (3) Trainer:
Marino |
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3:0
Hugo Almeida (69., Linksschuss, Boenisch)
3:1
Quagliarella (87., Linksschuss, Floro Flores)
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Gelbe Karten |