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Olympiakos Piräus

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Hertha BSC

 

4:0 (0:0)

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Olympiakos Piräus
Hertha BSC
1.
15.
30.
45.
46.
60.
75.
90.
















Brasilianer Lucio wieder für Berlin im Einsatz

Piräus rupft die "Alte Dame"

Nach einer überzeugenden ersten Hälfte, in der die Berliner mehrere hochkarätige Torchancen vergaben, drehten die griechischen Gastgeber auf und schossen einen letztlich etwas zu hohen Sieg heraus. Hertha ist nun aus dem UEFA-Pokal ausgeschieden, konnte aber dennoch zum Jahresabschluss einen Lichtblick verzeichnen: Der Brasilianer Lucio kam nach einer sehr langen Verletzungszeit zum ersten Mal wieder zum Einsatz.

Dardai versucht hier, den Torschützen Dudu abzugrätschen.
Dardai versucht hier, den Torschützen Dudu abzugrätschen.
© picture-allianceZoomansicht

Olympiakos kassierte im UEFA-Cup zuletzt eine 0:1-Niederlage bei Metalist Kharkov, rangierte aber vor dem letzten Spiel einen Zähler vor der Hertha, ein Remis genügte also der Elf von Ernesto Valverde zum Überstehen der Gruppenphase. Bei der Hertha, getragen von der Euphorie eines 4:0-Erfolgs gegen den KSC und von der besten Hinserie der Vereinsgeschichte, war daher die Marschrichtung vorgegeben: Es zählte nur ein Sieg! Kacar (verletzt) und Voronin (Grippe) konnten aber nicht mit dabei sein. Lucien Favre vertraute Raffael und Lustenberger die freien Plätze in der Startelf an.

Und die Hertha legte im Hexenkessel von Piräus sehr gut los. Nach einem Traumpass von Raffael verlor die Olympiakos-Defensive im von Rauchschwaden verhangenen Georgios-Karaiskakis-Stadion die Übersicht, Dardai stand ganz alleine vor Nikopolidis, die kurze Ecke war völlig offen. Aber der Ungar vergab kläglich (2.).

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Piräus antwortete umgehend, profitierte dabei von einem Querschläger von Friedrich. Diogo konnte das Spielgerät aber an Drobny und Kaka nicht vorbeistochern, der Argentinier Belluschi scheiterte dann aus einem Meter an Stein, der auf der Linie rettete (5.).

Es ging in der sehr unterhaltsamen und temporeichen Partie schwungvoll weiter. Nicu prüfte Nikopolidis aus der Distanz (8.) - Piräus-Keeper hatte so seine Mühe mit Distanzschüssen - dann hatte es Pantelic auf dem Fuß. Einen Schuss von Cicero konnte Nikopolidis nicht festhalten, aber der Serbe schaffte das Kunsstück, frei und unbedrängt vor dem Tor daneben zu schießen (10.).

UEFA-Cup, Gruppenphase

Hertha präsentierte sich weiter mutig, hielt gut dagegen und schaffte es meist, die heimstarken Griechen von Drobnys Tor fern zu halten. So probierten es die Hausherren zunächst meist aus der Ferne: Patzatsoglou scheiterte noch an Drobny (15.), Belluschi zielte zu hoch (18.), ehe wieder Patzatsoglou Drobny zu einer starken Parade zwang (31.).

Die Partie verflachte nun etwas, die großen Chancen blieben bis kurz vor der Pause Mangelware. Dann schlug die Stunde Raffaels! Mit Übersicht stieg der Brasilianer im gegnerischen Strafraum auf den Ball, verschaffte sich den Raum und zog knallhart ab. Nikopolidis lenkte mit einem tollen Reflex zur Ecke (40.). Torlos ging es dann in die Kabinen.

Nach der Pause kam Olympiakos mit mehr Elan zurück auf das Feld und drückte mächtig auf das Führungstor. Hertha geriet ins Wanken, nach einem Standard von Routinier Djordjevic musste Drobny das erste Mal hinter sich greifen. Dudu stand nach der scharfen Flanke des Serben im Fünfmeterraum frei und köpfte problemlos ein (54.).

Es wurde nun hektischer und ruppiger! Kaka hatte großes Glück bei einer griechisch-römischen Ringer-Einlage gegen Djordjevic, dass es der Spielleiter bei der Gelben Karte beließ. Beide Teams erhöhten die Schlagzahl und Hertha besaß wieder durch Dardai die große Ausgleichschance, die er aber mit einem unpräzisen Schuss vergab (64.).

Piräus ließ in dieser Phase nicht locker, drängte auf die Entscheidung. Die kam nach einem unglücklichen Foul von von Bergen an Dudu im Strafraum. Galetti verwandelte den fälligen Strafstoß sicher (68.).

Was folgte, war ein Schaulaufen des griechischen Tabellenführers, der sich den Luxus erlaubte, die Starspieler Djordjevic und Galetti früh zu schonen. Die Griechen zogen sich jetzt weit zurück, Hertha fand einfach keine Mittel, den Ball im Tor der Valverde-Elf unterzubringen. Domovchiyski vergab aus wenigen Metern noch Herthas beste Möglichkeit in der Schlussphase (77.).

Treffsicherer waren da die Gastgeber. Torosidis (86.) und Diogo (89.) besiegelten eine hohe Niederlage der Berliner, die damit aus dem UEFA-Cup ausschieden. Trotzdem sorgte die Hertha noch für einen kleinen Lichtblick: Der lange verletzte Lucio konnte zum ersten Mal seit dem September 2007 wieder die Berliner Farben auf dem Feld vertreten.

Ein bitteres Ende für die Hertha - zumindest für das Jahr 2008. Am 31. Januar geht es dann in der Bundesliga mit einem Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt weiter.

18.12.08
 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Olympiakos Piräus
Aufstellung:
Nikopolidis (2,5) - 
Torosidis (2,5)    
Domi (3) - 
Dudu (2)    
Patsatzoglu (3) - 
Galletti (3,5)       
P. Djordjevic (3)      
Belluschi (3)   
Diogo (2,5)       

Einwechslungen:
60. Leto (2,5) für P. Djordjevic
75. Pantos    für Galletti
85. Kovacevic für Belluschi

Trainer:
Valverde
Hertha BSC
Aufstellung:
Drobny (3) - 
von Bergen (5)   
Kaka (4,5)   
Stein (4) - 
Dardai (4,5) , 
Lustenberger (4,5) - 
Nicu (4)   
Cicero (4,5) - 
Raffael (3) - 
Pantelic (5)   

Einwechslungen:
69. Domovchiyski für von Bergen
75. Chermiti für Pantelic
87. Lucio für Nicu

Reservebank:
Gäng (Tor)
,
Rodnei

Trainer:
Favre

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Dudu (54., Kopfball, P. Djordjevic)
2:0
Galletti (68., Foulelfmeter, Rechtsschuss, Dudu)
3:0
Torosidis (86., Rechtsschuss, Leto)
4:0
Diogo (89., Linksschuss, Domi)
Gelbe Karten
Piräus:
P. Djordjevic
(1. Gelbe Karte)
,
Diogo
(1.)
,
Pantos
(2.)
Hertha:
Kaka
(1. Gelbe Karte)

Spielinfo

Anstoß:
18.12.2008 20:45 Uhr
Stadion:
Georgios Karaiskakis
Zuschauer:
33000
Spielnote:  2,5
ein unterhaltsames Spiel mit einem verdienten Sieger: Hertha, mit Vorteilen in der ersten Halbzeit, verlor nach dem Wechsel den Faden und brach ein. Das 4:0 war allerdings zu hoch.
Chancenverhältnis:
10:6
Eckenverhältnis:
7:5
Schiedsrichter:
Martin Hansson (Schweden)   Note 3
korrekte Elfmeterentscheidung, dem Freistoß, der zum 1:0 führte, ging allerdings kein Foulspiel voraus.
Spieler des Spiels:
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