Ohne personelle Probleme und mit einem 2:0 über Chornomorets Odessa im Rücken ging Metalist Charkov ins Spiel gegen die Hertha. Beide Tore erzielte der Serbe Marko Devic. Sturmpartner Jaja führt derzeit die Torjägerliste in der Ukraine an. Hertha-Trainer Lucien Favre stellte sein Team nach der 1:5-Schlappe in Bremen auf zwei Positionen um. Der wiedergenesene Drobny kehrte für Gäng ins Tor zurück, zudem spielte Kaka von Beginn an für Nicu (Wadenprobleme).
"Das Spiel wird schwerer als gegen Benfica, uns erwartet das beste Publikum der Ukraine", so Andrej Voronin vor der Partie. Der Ukrainer in den Reihen der Hertha sollte recht behalten. Das Publikum in Kharkov feuerte seine Mannschaft frenetisch an - doch Hertha ließ sich davon nicht sonderlich beeindrucken. Der Favre-Elf gelang es, Kharkov in Schach zu halten, lediglich zweimal kam Metalist gefährlich vor das Tor von Drobny. Simunic störte Devic entscheidend am Abschluss (13.), Gleiches gelang Kaka gegen Edmar nur eine Minute später. Und in der 22. Minute hatte die Hertha ihre erste Riesenchance. Nach einem Abwehrfehler prallte der Ball zu Kacar, sein 15 Meter-Schuss traf aber nur die Latte der Hausherren.
Im weiteren Verlauf hielt Hertha den Gegner endgültig auf Distanz. Metalist kam kaum zur Entfaltung, und Berlins Keeper Drobny verlebte eine ruhige erste Hälfte. So hatte die Favre-Elf auch die nächste Großchance. Eine kluge Kombination über Chahed und Kacar schloss Voronin ab - erneut fehlten nur Zentimeter. Der Angreifer schoss knapp am rechten Pfosten vorbei. Viel mehr brachte aber auch Berlin nicht zusammen, so pfiff Referee Kuipers pünktlich zur Pause.
In der zweiten Hälfte gab es ebenfalls nur vereinzelt Höhepunkte im Metalist-Stadion zu bestaunen. Ein erstes Ausrufezeichen setzte Bordian in der 64. Minute, seinen Distanzschuss lenkte Drobny mit Mühe über die Querlatte. Die Herthaner hingegen hatten nur eine gefährliche Szene: Pantelic tankte sich im Strafraum durch, sein abgeblockter Schuss aus zehn Metern landete auf dem Tornetz (68.). Ansonsten fehlte den Angriffsversuchen der Berliner die Genauigkeit, die meist weit auf das Sturmduo Pantelic/Voronin geschlagenen Pässe kamen zu selten an. Wie ungefährlich auch der Gastgeber war, belegten die 70. und die 81. Minute. Der eingewechselte Trisovic köpfte frei stehend aus neun Metern den Ball in die Arme von Drobny. Aus bester Position schoss später Gancarczyk einen Freistoß aus 17 Metern in die Wolken - es war der letzte "Höhepunkt" in einer mäßigen zweiten Hälfte.
Metalist Charkow tritt im UEFA-Cup am 27.11. bei Galatasaray Istanbul an. Hertha BSC, das bisher zwei Punkte in der Gruppenphase sammelte, tritt am Sonntag gegen Hoffenheim an, im UEFA-Cup sind die Berliner in der kommenden Runde spielfrei.
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