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Rapid Bukarest

 - 

VfL Wolfsburg

 

1:1 (0:1)

Hinspiel: 0:1

Nach Hin- & Rückspiel: 1:2

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Rapid Bukarest
VfL Wolfsburg
1.
15.
30.
45.


46.
60.
75.
90.












Wolfsburg übersteht 20-minutige Endspurt-Phase der Bukarester

Grafite sichert Gruppenphase

Der VfL Wolfsburg hat sich mit einem leistungsgerechten 1:1 in Bukarest für die Gruppenphase des UEFA-Cups qualifiziert. Bis zur 70. Minute waren gut sortierte Niedersachsen gegen im Offensivspiel zu biedere und einfallslose Rumänen das klar bessere Team. Die Schlussphase spannend machte allerdings Claudio Pitbull, nach dessen klasse Freistoß Joao Paulo I die Wolfsburger Führung egalisierte. Danach rannten die Gastgeber mutig, aber kopflos an, konnten aber keine weiteren Tore erzielen.

Grafite im Kopfball-Duell mit Rapids Constantin
Augen zu und durch: Torschütze Grafite und seine "Wölfe" sind in der UEFA-Cup Gruppenphase
© dpaZoomansicht

Wolfsburgs Trainer Felix Magath veränderte die VfL-Startformation nach der ersten Saisonniederlage der "Wölfe", dem 1:2 beim KSC, auf zwei Positionen: Ricardo Costa agierte an der Stelle von Madlung in der Innenverteidigung. Dzeko kam als zweiter Stürmer neben Grafite von Beginn, dafür musste Dejagah auf der Bank Platz nehmen.

Rapid-Coach José Peseiro stand nach drei Niederlagen in den letzten vier Ligaspielen und einem enttäuschenden elften Tabellenplatz in der Divizia Nationala A vor dem Rückspiel erheblich zur Disposition. Der Portugiese nahm im Vergleich zum knappen 0:1 im Hinspiel gleich vier personelle Änderungen vor: Torhüter Elinton, Lazar, Joao Paulo II und der bullige Kameruner Boya kamen somit in die Startformation des dreimaligen rumänischen Meisters.

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Wolfsburg fand im engen, stimmungsvollen Stadion Giulesti-Valentin Stanescu gut in die Partie und zeigte schwungvolles Direktspiel und sichere Ballzirkulation. Nahezu zwangsläufig hatten die Wölfe eine erste Gelegenheit durch Grafite, dessen Kopfball jedoch am rechten Pfosten des Rapid-Gehäuses vorbeistrich (7.). Doch auch die Gastgeber versteckten sich in der höhepunktarmen Anfangsphase nicht. So hatte etwa der brasilianische Angreifer Claudio Pitbull nach einer scharfen, flachen Hereingabe vom linken Flügel die Möglichkeit, verzog aber in aussichtsreicher Position (15.). Fast im Gegenzug gingen die "Wölfe" in Führung: Grafite setzte sich robust gegen Ricardo Fernandes durch und hämmerte das Leder fulminant und unhaltbar für Elinton mit rechts in die Maschen (16.).

Kurz darauf stand bei den geschockten Gastgebern Torhüter Elinton wieder im Blickpunkt, als er einen fein gezirkelten Freistoß von Misimovic um den Pfosten lenken musste (18.). Wolfsburg hatte in der Folge die Partie sicher im Griff, zeigte die reifere Spielanlage und war auch bei Offensivansätzen gefährlicher als das deutlich verunsicherte Peseiro-Team. Rapids Bemühen wieder mehr Spielkontrolle zu bekommen war zwar ersichtlich, aber der Tabellenelfte der rumänischen Liga agierte zu ideenlos und ohne nötiges Tempo in der Vorwärtsbewegung.

Das an sich schon höhepunktarme Spiel verflachte in der Folge immer weiter, so dass das Spiel sicher verwaltende und im Abwehrverbund gut sortierte Wolfsburger bis zur Halbzeit nicht mehr in Bedrängnis kamen.

"Wölfe"-Coach Magath verzichte auf einen Wechsel zu Beginn des zweiten Durchgangs. Schnell hatte seine Elf die Chance zum 2:0: Misimovic bediente Landsmann Dzeko maßgenau in den Lauf. Dieser lief aufs Tor zu, scheiterte jedoch aus 12 Metern am herauslaufenden Rapid-Keeper Elinton (52.) Während in dieser Phase die Bukarester keine Torgefahr und Durchschlagskraft zeigten, vergab Wolfsburg einige gute Konteransätze und Chancen etwa durch Josué (61.). So plätscherte das Spiel vor sich hin.

Ausgehend von der 70. Spielminute entschieden sich die Peseiro-Schützlinge noch einmal zu einem mutigen Endspurt. Startpunkt hierfür war ein Freistoß an die Latte durch den fortan aufdrehenden und schussstarken Claudio Pitbull: Seinen klasse gezirkelten Ball auf das Tor konnte Benaglio mit den Fingerspitzen nur an die Latte lenken. Im Nachschuss war dann Maftei erfolgreich (70.).

Der Ausgleich lähmte das Spiel des nun konfus wirkenden VfL in dem Maße, in dem es Rapid Auftrieb gab. Die "Wölfe" verloren gegen engagiert nach vorne spielende Gastgeber vollkommen den spielerischen Faden. Doch agierte der rumänische Hauptstadtklub in den letzten Minuten zu kopflos, so dass Tormöglichkeiten durch den eingewechselten Julio Cesar (78.) und Boya (86.) ungenutzt blieben. In der Nachspielzeit brachte Magath noch Madlung für Misimovic, um das Ergebniss zu sichern, was letztlich auch gelang.

Während auf die Rumänen nun wieder der Ligaalltag wartet, kann der VfL Wolfsburg gespannt der Auslosung für die Gruppenphase des UEFA-Cups entgegen sehen. Diese findet am 7.Oktober in Nyon statt. In der Bundesliga haben die "Wölfe" am kommenden Spieltag ein schwieriges Auswärtsspiel vor der Brust. Die Magath-Schützlinge gastieren kommenden Sonntag bei Schalke 04.

02.10.08
 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Rapid Bukarest
Aufstellung:
Maftei (3)       
Ricardo Fernandes (5)   
M. Constantin (5)   
V. Bozovic (4,5) - 
Joao Paulo (5) , 
Pitbull (3)   
Lazar (5) , 
Juliano (4,5)   
Boya (5)

Einwechslungen:
46. Grigore (4) für M. Constantin
62. Joao Paulo für Juliano
73. Julio Cesar für Maftei

Trainer:
Peseiro
VfL Wolfsburg
Aufstellung:
Benaglio (3,5) - 
Riether (4)   
Barzagli (3,5) , 
M. Schäfer (3,5)   
Josué (3) - 
Hasebe (4)      
Misimovic (3,5)   
Gentner (3,5)   
Grafite (2,5)    
Dzeko (4)

Einwechslungen:
63. Dejagah für Gentner
87. Madlung für Misimovic
90. + 1 Zaccardo für Hasebe

Trainer:
Magath

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
Grafite (16., Rechtsschuss)
1:1
Maftei (70., Linksschuss, Pitbull)
Gelbe Karten
Rapid Bukarest:
Ricardo Fernandes
(1. Gelbe Karte)
,
Pitbull
(1.)
Wolfsburg:
Riether
(1. Gelbe Karte)
,
M. Schäfer
(1.)
,
Hasebe
(2.)

Spielinfo

Anstoß:
02.10.2008 16:00 Uhr
Stadion:
Giulesti-Valentin Stanescu
Zuschauer:
6000
Spielnote:  4
ein höhepunktarmes Spiel; Rapid ohne Mittel gegen defensiv gut organisierte Wolfsburger.
Chancenverhältnis:
5:6
Eckenverhältnis:
3:3
Schiedsrichter:
Paul Allaerts (Belgien)   Note 3
immer ruhig, ließ viel laufen; zeigte erst Gelbe Karten, als es nicht mehr vermeidbar war.
Spieler des Spiels:
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