Zwei Änderungen nahm HSV-Trainer Martin Jol im Vergleich zum 3:2 gegen Leverkusen in der Abwehr vor. Alex Silva feierte sein Debüt für die Hanseaten, Jansen durfte auf der linken Seite ran. Dafür fanden sich Mathijsen und Atouba auf der Bank wieder.
Zudem nahm Martin Jol eine Taktikänderung vor, stellte von einer Aufstellung mit zwei Sechsern auf ein 4-4-2 um, wobei Thiago Neves den offensivsten Part im Mittelfeld einnahm. Der Ertrag in der ersten halben Stunde: Null. Die Maßnahme verpuffte wirkungslos, Hamburg kam zu keinen erwähnenswerten Gelgenheiten gegen die kompakt stehenden und früh angreifenden Rumänen. Dafür hatten sie aber eine Schrecksekunde zu übestehen: Alex Silva sprang der Ball bei einer Hereingabe an die Hand, Referee Aydinus ließ aber weiterspielen (5.). Urziceni gefiel grundsätzlich durch Kombinationssicherheit, Balan und Mara sorgten immer wieder für Druck über die Außenbahnen. Jedoch blieben auch die Versuche der Gäste zunächst wirkungslos.
Es dauerte eine satte halbe Stunde, bis sich die Hamburger die erste Gelegenheit erarbeiteten. Thiago Neves legte im Strafraum zurück auf Jarolim, der Tscheche zog postwendend ab - der Pfosten rettete die Gäste vor dem Rückstand. Nun nahm das Spiel an Fahrt auf, jedoch war es in erster Linie der Gast, der die Musik machte. Bilasco verpasste eine scharfe Hereingabe von rechts nur knapp (36.), einen Schuss von Mara, der Demel ausgetanzt hatte, blockte de Jong in höchster Not ab.
Lediglich Trochowski konnte aus der Distanz nochmals ein Ausrufezeichen zugunsten des HSV setzen, der Nationalspieler verfehlte jedoch knapp das Gäste-Gehäuse. Die Antwort der zielstrebiger agierenden Rumänen folgte prompt: Onofras tat es jedoch Trochowski gleich, auch der Angreifer verfehlte das Tor mit seinem Schlenzer um wenige Zentimeter (42.). Die Quittung für die Hamburger für die dürftige Vorstellung: ein gellendes Pfeifkonzert von den Rängen der HSH Nordbank-Arena.
Wesentliches änderte sich auch zunächst nach Wiederanpfiff nicht. So gehörte auch die erste richtige Gelegenheit Unirea. Onofras verzog nach einem Stellungsfehler des schwachen Alex Silva aus sieben Metern nur knapp. Dann hatte Martin Jol genug gesehen: Er brachte in der 58. Minute Pitroipa für den ebenfalls enttäuschenden Thiago Neves. Einen noch mieseren Tag hatte aber Alex Silva erwischt. Onofras zog in der 64. Minute in den Strafraum ein, der Brasilianer wusste sich nur mit einem Foul zu helfen. Erneut hatte Schiedsrichter Aydinus nichts gesehen, der fällige Elfmeterpfiff blieb aus.
Was folgte, war erneut eine Menge Leerlauf - bis dann die Zuschauer durch einen unverhofften Lattentreffer wieder geweckt wurden. Trochowski zirkelte eine Ecke von links mit rechts Richtung Tor, das Leder klatschte auf den Querbalken (80.). Auch in der Schlussphase ließ der HSV den letzten Biss vermissen, auch wenn sich die Hanseaten nun deutliche Feldvorteile gegen die nun zurückhaltend agierenden Rumänen erspielten. Guerrero diente als Beispiel. Nach feiner Vorarbeit von Demel verzog der Peruaner freistehend aus 14 Metern, in der Nachspielzeit jagte er im Strafraum einen Volleyschuss in die Wolken. So reichte es letztlich nur zu einem 0:0, das für das Rückspiel dennoch alle Möglichkeiten, die Gruppenphase zu erreichen, offen lässt.
Kommenden Sonntag geht es für die Hamburger mit dem Bundesliga-Alltag weiter. Die Hamburger müssen zum VfL Wolfsburg reisen.
| Hamburger SV |
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![]() ![]() Aufstellung: Rost (3) - Demel (3) , Reinhardt (3) , Alex Silva (5) , Jansen (4,5) - Jarolim (3,5) , N. de Jong (3) , Trochowski (4) - Thiago Neves (5) - Guerrero (5) , Olic (5) Trainer:
Jol |
| Unirea Urziceni |