VfL-Trainer Felix Magath setzte im Vergleich zum 2:2-Remis in Berlin wieder auf zwei Spitzen: Dzeko stürmte neben Grafite und verdrängte Dejagah auf die Bank. Zudem begann Madlung für Ricardo Costa. Gäste-Trainer José Peseiro, nach dem mäßigen Saisonstart (vier Siege, drei Niederlagen) schon in der Kritik, beantwortete die offene Torwartfrage mit dem Spanier Urko.
Die Wolfsburger begannen extrem offensiv, schon in den ersten zehn Minuten ergaben sich fünf zum Teil richtig gute Möglichkeiten! Die besten hatten Josué aus wenigen Metern (6.) und Gentner aus der Distanz (8.) - zweimal war Urko zur Stelle. Doch schon bald ließ der Druck der Hausherren merklich nach. Rapid nahm immer mehr am Spiel teil, ohne jedoch zunächst selbst gefährlich zu werden. Von Hereas Volleyschuss aus knapp 25 Metern einmal abgesehen (25.). Ein Antritt von Linksverteidiger Schäfer brachte nach langer Zeit die nächste gute Möglichkeit für den VfL. An Urko kam der leicht abgefälschte 20-Meter-Hammer aber nicht vorbei (27.).
Die "Wölfe" blieben dran: Hasebes Schuss vier Minuten später lenkte Constantin, der für den Japaner unfreiwillig aufgelegt hatte, knapp am Pfosten vorbei, Dzekos Versuch im Strafraum nach Hasebes schöner Vorarbeit landete deutlich neben dem Tor (39.). Rapid verteidigte in dieser Phase nicht konsequent genug, der VfL hatte im Mittelfeld viel Platz. Und in der Nachspielzeit der ersten Hälfte fiel dann auch das verdiente Tor für den Gastgeber. Schäfer legte von der linken Seite zurück, Hasebe sprintete heran, wurde dabei aber von Cesinha leicht geschubst. Elfmeter - eine strittige Entscheidung. Diesmal war Urko chancenlos, Grafite schob sicher zur Pausenführung ein.
In der zweiten Halbzeit entwickelte sich ein wenig aufregendes Spiel. Wolfsburg legte nun verstärkt Wert auf eine stabile Defensive, vorne lief nicht mehr viel zusammen. Rapid traute sich zwar mehr zu, wirkliche Chancen hatten die Rumänen aber auch nicht. Es dauerte 72 Minuten (!), bis das Publikum einmal wieder Grund zum Aufschreien hatte: Kurz nach Magaths Doppelwechsel - Dejagah und Saglik kamen für Misimovic und Grafite - flankte Gentner flach in den Strafraum, doch Dzeko traf aus bester Position den Ball nicht richtig! Hasebe stellte wenig später Urko aus 18 Metern auf die nächste Probe, doch der spanische Keeper wehrte zur Seite ab.
Mehr passierte nicht. Wolfsburg tat nach dem Seitenwechsel zu wenig für ein zweites Tor, Rapid gab sich mit dem knappen 0:1 zufrieden. Letztlich konnte der VfL aufgrund seiner klaren Überlegenheit vor der Pause nicht glücklich sein mit dem nicht ungefährlichen Hinspielergebnis. Beim Rückspiel am 2. Oktober (16 Uhr) in Bukarest wird sich die Magath-Truppe nicht allein aufs Verteidigen beschränken können. Zuvor wartet am Sonntag aber erst einmal der HSV in der Liga.
| VfL Wolfsburg |
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| Rapid Bukarest |
![]() Aufstellung: Pardo (2) - Maftei (4) , Ricardo Fernandes (4) , M. Constantin (5) - Herea (3,5) , Daniel Paulista (4,5) - Vella (5) , V. Bozovic (5) - Juliano (4,5) - Pitbull (4) , Cesinha (5) Trainer:
Peseiro |
Gelbe Karten |
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Wolfsburg: Josué(1. Gelbe Karte) , Hasebe(1.) Rapid Bukarest: M. Constantin(1. Gelbe Karte) , Daniel Paulista(1.) |