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FC Getafe

 - 

Bayern München

 

n.V. 3:3

Hinspiel: 1:1

Nach Hin- & Rückspiel: 4:4

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FC Getafe
Bayern München
1.
15.
30.
45.





46.
60.
75.
90.







91.
105.



106.
120.




Zehn Spanier verpassen die Sensation um eine Minute

Toni rettet die Bayern in letzter Sekunde

In einem denkwürdigen Spiel brachten zehn Spanier die Bayern an den Rande einer Niederlage. Nach einem Doppelschlag in der Verlängerung schien die Partie entschieden, ehe Toni mit zwei Treffern die Partie im Alleingang drehte. Das dezimierte Getafe war mit einer leidenschaftlichen Leistung mehr als nur ein ebenbürtiger Gegner, hatte am Ende aber nicht das Glück des Tüchtigen. Bayern trifft nach dem Viertelfinalkrimi, als letzte verbliebene deutsche Mannschaft im Halbfinale auf Zenit St. Petersburg.

Schweinsteiger und Licht
Kampf mit allen Mitteln: Schweinsteiger und Licht gehen rustikal in den Zweikampf.
© dpaZoomansicht

Getafes Trainer Michael Laudrup wechselte im Vergleich zum 1:1 im Hinspiel gleich auf sechs Positionen. Ins Tor kehrte Abbondanzieri an Stelle von Ustari zurück. Außerdem rückten Licht, Celestini, Contra, Gavilan und Manu für Mario, Signorino, Pablo Hernandez, Granero (Gelbsperre) und Albin in die Startelf.

Bayern-Coach Ottmar Hitzfeld vertraute nach dem 3:1 gegen Bochum hingegen auf die bewährten Kräfte. Lediglich im Sturm wurde gewechselt, so dass Klose neben Toni wieder für Podolski begann.

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Vor den Augen von Spaniens König Juan Carlos nahm das Spiel ohne Vorgeplänkel sofort Fahrt und Dramatik auf. Bereits nach wenigen Sekunden legte Klose für Ribery ab, dessen Schuss - zum Glück für Getafe - ausgerechnet von Toni vor der Linie aufgehalten wurde (1.). Aber auch die Spanier legten gleich den Vorwärtsgang ein. Ein Schuss von Contra streifte dabei nur knapp über die Latte (3.). Und in diesem Takt sollte es weiter gehen. Als Klose Richtung gegnerisches Tor unterwegs war, wurde er von de la Red mit einem Foul gestoppt. Der Schweizer Schiedsrichter Massimo Busacca zeigte dem Spanier die Rote Karte, was allerdings eine harte Entscheidung war (6.). Wieder zwei Minuten später landete ein Freistoß von Ribery nur am Pfosten. Im Nachschuss war der Ball zwar hinter der Linie, doch Toni hatte zuvor die Hand im Spiel.

Franck Ribery
Künstlerpech: Ribery trifft mit seinem Freistoß nur den Pfosten.
© dpa

Während die Hitzfeld-Elf versuchte Struktur ins Spiel zu bringen, zog sich Getafe zurück, stellte die Räume zu und lauerte auf Konter. Doch der nächste Rückschlag ließ nicht lange auf sich warten. In der 21. Minute musste Uche mit einer Oberschenkelverletzung für Belenguer ausgewechselt werden. Mit hoher Intensität und viel Hektik ging die Partie vor allem in den Zweikämpfen weiter. Contra machte dabei die Bekanntschaft mit Riberys Arm, der ihm unbeabsichtigt eine blutende Nase bescherte.

Den Bayern gelang es nicht, das Spiel zu beruhigen, aber sie hatten jetzt neben der numerischen auch die optische Überlegenheit. So vergab nach einer Ecke zunächst Demichelis eine Kopfballmöglichkeit (33.), wenig später hatte Lell nach einem Torwartfehler von Abbondanzieri die große Einschusschance, zielte jedoch zwei Meter am Tor vorbei (34.). Die Spanier setzten leidenschaftlichen Kampf entgegen und spielten ihrerseits immer wieder frech nach vorne, fanden aber meist nicht den Abschluss. Doch dann kam Contra mit einem Konter, den er weit in der eigenen Hälfte begann: Demichelis und van Bommel blieben in der Statistenrolle, als sie vom Rumänen umkurvt wurden. Der Schuss unter die Latte war dann unhaltbar für Kahn (44.).

Hitzfeld reagierte zur Pause und schickte Jansen für Lell aufs Feld, der jetzt die linke Position einnahm, so dass Lahm auf rechts wechselte. Und mit hohem Tempo sollte es direkt weitergehen und kurz nach Wiederanpfiff lag der Ball im Netz von Getafe. Doch Toni hatte bei seinem Kopfball den Gegenspieler zu Boden gedrückt (49.). Die nächste Großchance ließ Klose aus, als er nach Hereingabe von Jansen das Tor nur um Zentimeter verfehlte (58.). Doch auch die Laudrup-Elf setzte ihre Nadelstiche weiter, so vergab Casquero eine gute Schusschance (60.). Die besseren Chancen verbuchten bis dahin weiterhin die Bayern, ließen sie aber ungenutzt verstreichen: Klose schoss aus kurzer Distanz drüber (63.).

Der eingewechselte Braulio hatte schließlich den zweiten Treffer auf dem Fuß, als er erst Kahn umkurvte, rutschte aber mit dem Standbein weg. Dabei hatte er nur noch das leere Tor vor sich (68.). Dass Getafe seit der sechsten Minute in Unterzahl bestehen musste, war kaum zu sehen. In der Defensive standen sie weiter gut organisiert gegen teilweise kopflos anrennende Bayern, denen aus dem Mittelfeld heraus die Kreativität fehlte. Einzig Jansen sorgte über die linke Seite für einige Vorstöße.

Aber selbst in den Schlussminuten blieben die technisch starken Spanier brandgefährlich, doch Braulio und Gavilan vergaben eine weitere erstklassige Konterchance und die Vorentscheidung (88.). Das wurde bestraft, als niemand mehr daran glaubte. Unglücklich legte Cortes per Kopf genau für Ribery auf, der zielgenau in die rechte Ecke einschoss und die Verlängerung rettete (89.).

Wer nun glaubte, die Moral der tapferen Spanier sei gebrochen, sah sich schnell eines besseren belehrt. Mit einem Doppelschlag schockten sie die Bayern zu Beginn der Verlängerung. Von der Strafraumgrenze donnerte Casquero den Ball an den Innenpfosten, von wo er ins Netz sprang (92.). Die Bayern, vom Gegentreffer noch konsterniert, sahen sich gleich dem nächsten Angriff gegenüber. Cotelo passte nach innen, wo Lucio ausrutschte. Braulio war zur Stelle und schoss zum 3:1 ein (94.).

Ideenlos schlugen die Bayern zu oft weite Bälle nach vorne, so dass sich die beste Möglichkeit noch nach einem Freistoß ergab, als Ribery knapp übers Tor schlenzte (110.). Erneut legte Getafe für die Gäste auf: Abbondanzieri ließ eine harmlose van Bommel-Flanke fallen und Toni schob ein (115.) und läutete damit die hektische Schlussphase ein. Und wieder war es Toni, der mit der letzten Szene des Spiels per Kopfballaufsetzer das Spiel drehte (120.). Damit blieb Kahn, der mit nach vorne geeilt war, der Abschied vom internationalen Parkett erspart.

Bayern darf sich jetzt auf das Halbfinalhinspiel am Donnerstag, 24. April gegen Zenit St. Petersburg freuen. Davor geht es aber am Sonntag in der Liga gegen Dortmund weiter.

10.04.08
 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

FC Getafe
Aufstellung:
Cortes (4)   
de la Red   
Tena (3) , 
Licht (3) - 
Celestini (2,5) - 
Contra (2)       
Casquero (2,5)    
Gavilan (3,5) - 
Manu del Moral (3)   
I. Uche   

Einwechslungen:
21. Belenguer (3) für I. Uche
62. Braulio (2)     für Manu del Moral
66. Mario Cotelo für Contra

Trainer:
Laudrup
Bayern München
Aufstellung:
Kahn (3) - 
Lell (5)      
Lucio (4,5) , 
Demichelis (4) , 
Lahm (4)   
van Bommel (4,5) , 
Zé Roberto (5)   
Schweinsteiger (5)   
Ribery (3)    
Toni (2)           
Klose (5)

Einwechslungen:
46. Jansen (5) für Lell
64. Sosa (5) für Schweinsteiger
75. Podolski    für Zé Roberto

Trainer:
Hitzfeld

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Contra (44., Rechtsschuss)
1:1
Ribery (89., Rechtsschuss)
2:1
Casquero (92., Rechtsschuss, Braulio)
3:1
Braulio (94., Rechtsschuss, Mario Cotelo)
3:2
Toni (115., Linksschuss)
3:3
Toni (120., Kopfball, Sosa)
Rote Karten
Getafe:
de la Red
(6., Notbremse, Klose)
Bayern:
-
Gelbe Karten
Getafe:
Cortes
(1. Gelbe Karte)
Bayern:
Lell
(1. Gelbe Karte)
,
Lahm
(2.)
,
Toni
(5.)
,
Podolski
(2.)

Spielinfo

Anstoß:
10.04.2008 20:45 Uhr
Stadion:
Coliseum Alfonso Perez
Zuschauer:
17000 (ausverkauft)
Spielnote:  1
mehr Spannung, Dramatik und Emotionen kann ein Fußballspiel nicht bieten.
Chancenverhältnis:
5:10
Eckenverhältnis:
2:7
Schiedsrichter:
Massimo Busacca (Schweiz)   Note 5
gab de la Red eine viel zu harte Rote Karte, keine Linie im Strafmaß.
Spieler des Spiels:
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