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Zenit St. Petersburg

Zenit St. Petersburg

Russland
4
:
0

Halbzeitstand
2:0
Hinspiel: 1:1
Nach Hin- & Rückspiel: 5:1
Bayern München

Bayern München

Deutschland

ZENIT ST. PETERSBURG
BAYERN MÜNCHEN
15.
30.
45.


60.
75.
90.










Bayerns Tripleträume geplatzt

Zenit zerlegt den FC Bayern

Der FC Bayern München muss sich vom angestrebten Triple verabschieden! Der designierte deutsche Meister kam in St. Petersburg mit 0:4 unter die Räder und erlebte eines der schmachvollsten Spiele der jüngeren Vergangenheit. Der russische Meister dagegen freut sich auf das Finale am 14. Mai in Manchester gegen die Glasgow Rangers, muss dort aber auf den gelbgesperrten Toptorjäger Pogrebnyak verzichten.

Ribery im Duell mit Denisov (li.).
Auf den Fersen: Bayerns Ribery hatte es gegen die Russen - hier Denisov - schwer.
© dpaZoomansicht

Zenit-Coach Dick Advocaat musste im Vergleich zum 1:1-Unentschieden im Hinspiel auf drei Spieler verzichten: Sirl, Ricksen und Arshavin fehlten gelbgesperrt. Dafür spielten Gorshkov, Dominguez und der wiedergenesene Anyukov.

Bayerns Trainer Ottmar Hitzfeld hingegen brachte nach dem 4:1 gegen Stuttgart gleich fünf neue Akteure aufs Feld: In der Viererkette kehrte nach überstandenen Leistenbeschwerden Lahm für Lell zurück. Zudem ersetzten Lucio, Zé Roberto und Ribery Ottl, van Buyten und den abgestraften Sagnol, der die Reise in die Zarenstadt gar nicht erst antreten durfte. Darüber hinaus hütete nach auskurierten Rückenbeschwerden Kahn wieder das bayerische Tor. Dafür fand sich Rensing auf der Bank wieder.

Von Beginn an übernahmen die Bayern die Initiative und schalteten in den Vorwärtsgang. Nach nur zwei Minuten wären sie fast in Führung gegangen: Jansen flankte von links auf Toni, der per Kopf auf Klose weiterleitete. Der Nationalstürmer überwand dann aus acht Metern rechter Position Zenit-Keeper Malafeev, scheiterte jedoch an Shirokov. Der Innenverteidiger klärte auf der Linie.

Bilder von den Rückspielen
UEFA-Cup-Halbfinale
Luca Toni (re.) stand gegen Krizanac zumeist auf verlorenem Posten. Die russische Defensive ließ den italienischen Weltmeister nicht zur Entfaltung kommen.
Ladehemmung

Luca Toni (re.) stand gegen Krizanac zumeist auf verlorenem Posten. Die russische Defensive ließ den italienischen Weltmeister nicht zur Entfaltung kommen.
© dpa

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Im Gegenzug der Schock: Pogrebnyak nutzte den ersten Freistoß der Russen, der zugleich auch der erste Torschuss war, um das 1:0 zu erzielen. Er profitierte dabei jedoch von Riberys Abwehrverhalten, der sich aus der Mauer rausdrehte und so den Weg für den Ball frei machte (4.).

Die Münchner ließen sich von dem frühen Rückstand zunächst nicht verunsichern. Sie spielten weiter nach vorne und drängten nun auf den Ausgleich. Vor allem über die Außen kamen sie ein ums andere Mal durch die russische Deckung, aber es fehlte an der notwendigen Präzision im Abschluss. So schoss Zé Roberto nach neun Minuten drüber, Ribery links vorbei (19.) und Toni köpfte aus zwei Metern knapp über die Latte (26.).

Vor dem 1:0: Pogrebnyak (2.v.li.) erzielt die Führung.
Vor dem 1:0: Pogrebnyak (2.v.li.) erzielt die Führung.
© dpa

Mit zunehmender Spieldauer beruhigte sich das Spiel. Der deutsche Rekordmeister ging nicht mehr das Tempo der Anfangsphase und konnte damit auch nicht mehr den Druck aufrecht erhalten. Zugleich wurde St. Petersburg mutiger und trug inzwischen eigene Angriffe vor. Nach 39 Minuten musste Bayerns Torhüter Kahn dann erneut hinter sich greifen: Dominguez passte schön in die Gasse auf Zyryanov, der dann Demichelis und Zé Roberto vernaschte und schließlich den 2:0-Halbzeitstand besorgte.

Zur zweiten Hälfte brachte Ottmar Hitzfeld mit Podolski und Lell frische Kräfte. Die Bayern begannen engagiert, druckvoll und kamen gleich zu Einschussgelegenheiten, jedoch mangelte es weiterhin an der Auswertung. So zog Toni mit einem 16-Meter-Schuss gegen Malafeev den Kürzeren (50.). Vier Minuten danach stellte Lells Flatterschuss von der Strafraumgrenze den russischen Nationalkeeper zwar vor größere Probleme, konnte ihn aber dennoch nicht überwinden.

Die Bayern drückten, die Tore fielen aber auf der anderen Seite: Nach einer Anyukov-Flanke von rechts köpfte der sträflich freigelassene Fayzulin locker zum 3.0 ein (54.).

Die Bayern zeigten Moral, taten sich jedoch gegen stärker werdene Russen immer schwerer. In der 73. Minute fiel schließlich die endgültige Entscheidung: Zuerst machte Dominguez Lahm auf der rechten Seite nass, legte dann zurück auf den freistehenden Pogrebnyak, der aus 15 Metern seinen zehnten Treffer im laufenden Wettbewerb markierte.

Der russische Meister brachte das Spiel dann souverän in trockene Tücher und kann sich nun aufs Finale, das am 14. Mai im City of Manchester Stadium stattfinden wird, freuen. Gegner sind die Glasgow Rangers, die sich im Elfmeterschießen beim AC Florenz durchgesetzt haben. Die Bayern können sich am Sonntag in Wolfsburg den Frust von der Seele spielen.

 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Zenit St. Petersburg
Aufstellung:
Malafeev (2) - 
Anyukov (1,5) , 
Shirokov (2) , 
Krizanac (2) , 
Gorshkov (3) - 
Denisov (3)    
Tymoshchuk (1,5) , 
Zyryanov (2)    
Dominguez (1,5)    
Fayzulin (2)    
Pogrebnyak (1)            

Einwechslungen:
89. Ho Lee für Dominguez
90. + 2 Ionov für Denisov

Trainer:
Advocaat
Bayern München
Aufstellung:
Kahn (4) - 
Lahm (5) , 
Lucio (4,5) , 
Demichelis (4,5) , 
Jansen (5,5)    
Zé Roberto (5)    
van Bommel (5,5) - 
B. Schweinsteiger (5)    
F. Ribery (4,5) - 
Klose (5,5)    
Toni (4)    

Einwechslungen:
46. Lell (5,5) für Jansen
46. Podolski (5) für Zé Roberto
62. Sosa für Klose

Trainer:
Hitzfeld

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Pogrebnyak (4., direkter Freistoß, Linksschuss)
2:0
Zyryanov (39., Rechtsschuss, Dominguez)
3:0
Fayzulin (54., Kopfball, Anyukov)
4:0
Pogrebnyak (73., Rechtsschuss, Dominguez)
Gelbe Karten
Zenit:
Pogrebnyak
(3. Gelbe Karte)
Bayern:
Toni
(6. Gelbe Karte)
,
B. Schweinsteiger
(2.)

Spielinfo

Anstoß:
01.05.2008 18:30 Uhr
Stadion:
Petrovski, St. Petersburg
Zuschauer:
21500 (ausverkauft)
Spielnote:  2
viele Chancen und ein hoher Unterhaltungswert, dazu prima Fußball von St. Petersburg.
Chancenverhältnis:
9:4
Eckenverhältnis:
1:1
Schiedsrichter:
Tom Henning Övrebö (Norwegen)   Note 3
hat das Spiel nach internationalen Maßstäben laufen lassen, hätte nur Schweinsteiger mindestens Gelb zeigen müssen (55.).
Spieler des Spiels:
Pavel Pogrebnyak
Immer dabei, immer gefährlich. Machte das 1:0, erhöhte später und hat nun im Wettbewerb zehn Tore erzielt - wie Luca Toni.