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Fenerbahce Istanbul

 - 

Eintracht Frankfurt

 

2:2 (0:1)

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Fenerbahce Istanbul
Eintracht Frankfurt
1.
15.
30.
45.

46.
60.
75.
90.














Friedhelm Funkels Serie gegen türkische Teams hält

Sentürk zerstört Eintracht-Traum

Frankfurt hat es nicht geschafft: Der Eintracht gelang im Hexenkessel des ausverkauften Stadion "Sükrü Saracoglu" bei Fenerbahce Istanbul trotz eines zwischenzeitlichen Zwei-Tore-Vorsprungs nicht der erhoffte Sieg. Fenerbahce verdiente sich das Remis durch ein deutliches Chancenplus und steht damit in der K.O.-Runde.

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Frankfurts Abwehrriese Kyrgiakos klärt konzentriert
Frankfurts Abwehrriese Kyrgiakos klärt konzentriert, Feners Brasilianer Alex schaut andächtig zu.
© dpa Zoomansicht

Bei Fenerbahce, nach der Hinserie in der "Turkcell Süper Lig" mit sieben Punkten Vorsprung auf Stadtrivale Galatasaray souveräner Tabellenführer, schickte Trainer Zico dasselbe Team wie beim 0:1 bei Celta Vigo bis auf einen aufs Feld. Frankfurt vermasselte die Generalprobe bei der 2:6-Klatsche gegen Bremen gehörig. Coach Friedhelm Funkel ließ im Vergleich zur Liga-Partie Ochs, Meier und Thurk auf der Bank und brachte dafür Fink, Köhler und Weissenberger.

Ohne großes Abtasten ging es im mit 52.000 Zuschauern ausverkauften Stadion "Sükrü Saracoglu" sofort zur Sache. Die Eintracht stelle sich nicht hinten rein, versuchte mitzuspielen. Vom fanatischen Publikum nach vorne gepeitscht hatte die Zico-Elf dann aber gleich drei gute bis sehr gute Chancen: Ein Kopfball des nach einer Ecke völlig freien Aurelio rauschte knapp rechts, Sekunden später Kezmans Schrägschuss einen Meter am Winkel vorbei (6.). Eine Minute später servierte Aurelio erneut Kezman den Ball. Der Serbe versuchte das Leder über den kompromisslos herausstürzenden Pröll zu heben, doch der bremste den Schuss mit seinem Körper, so dass Russ klären konnte. In dieser Phase fiel wie aus dem Nichts das Führungstor der Gäste: Weissenberger flankte von der rechten Seite an den Fünfer, wo Takahara einen Tick schneller war als Gegenpart Önder und den Ball mit der Stirn ins lange Eck drückte (8.).

Takahara jubelt
Es fing so gut an: Takahara nach seinem Führungstor.
© dpa

Wütende Attacken der Zico-Elf gegen eine nicht immer sattelfeste Abwehr der Hessen folgten. Zum Glück für Frankfurt fehlte es den Angriffen zunächst an Esprit und Konstruktivität und auch die Genauigkeit, wie bei einem Schuss des unermüdlich rackernden Tuncay (13.). Der Kapitän der Hausherren war es auch, der den Ball aus 17 Metern aus der Drehung an die Oberkante der Querlatte hämmerte (20.). Danach wirkte die Eintracht in der Defensive gefestigter, ließ wenig zu, ohne freilich für Entlastung sorgen zu können. Die nächste dem Dauerdruck Istanbuls entspringende Chance hatte der bis dorthin reichlich unauffälige Alex, der aus 16 Metern knapp über die Querstange hämmerte (33.). Die Lufthoheit im gegnerischen Strafraum gehörte im Schlussspurt vor dem Pausenpfiff eindeutig Fenerbahce: Doch weder Tuncay (40.) noch Alex (42.) sowie Kezman, dessen Aufsetzer Pröll bravourös aus dem Eck fischte (45.), konnten ihre Kopfballchancen nutzen.

Unverändert liefen beide Teams nach Wiederanpfiff auf. Und der zweite Duchgang begann mit einem Paukenschlag: Streit tauchte bei einem Konter in der linken Strafraumhälfte auf und flankte in die Mitte. Takahara erwischte den Ball optimal und köpfte aus zehn Metern ins rechte untere Eck ein (51.). Istanbul war angknockt, die Hessen hatten die Partie in den nächsten Minuten im Griff, vergaben einzelne Konterattacken fast schon leichtfertig. Das sollte sich gegen die Gastgeber rächen: Tuncay köpfte eine Ecke von Alex in den Winkel (63.).

Der Druck Fenerbahces nahm mit stimmgewaltiger Unterstützung der Fans wieder zu - eine spannende Schlussphase konnte beginnen. Beide Coaches brachten zum Erreichen ihres jeweiligen Ziels frische Kräfte. Die Funkel-Elf igelte sich in der eigenen Hälfte ein und erwartete die Angriffe der Türken, denen nach wie vor aus dem Spiel heraus nicht viel einfiel - Chancen blieben so hüben wie drüben in der Folge zunächst Fehlanzeige. Bis zur 82. Minute, als der eingewechselte Sentürk mit einem Seitfallzieher aus sechs Metern den verdienten Ausgleich perfekt machte. Frankfurt versuchte nochmal alles, konnte aber auch kräftemäßig nicht mehr zulegen. Auch eine kurze zahlenmäßige Überlegenheit auf Grund Sentürks Ampelkarte wegen Ballwegschlagens kurz vor dem Abpfiff brachte nichts mehr - am Ende lagen sich glückliche Türken in den Armen, während die Hessen das Feld enttäuscht verließen.

Für die Eíntracht sicherlich kein Trost: Die Bilanz von Friedhelm Funkel, der weder als Coach noch als Trainer jemals gegen eine türkische Mannschaft verloren hat, hielt zwar, konnte aber das Ausscheiden der Hessen nicht verhindern. Fenerbahce Istanbul, Newcastle United und Celta Vigo erreichen die nächste Runde.

13.12.06
 
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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Fenerbahce Istanbul
Aufstellung:
Lugano (3) , 
Edu Dracena (3) , 
Boral (3) - 
Mehmet Aurelio (3)    
Deniz Baris (4)    
Appiah (2) , 
Alex (2,5) , 
Tuncay (2,5)    
Kezman (4,5)        

Einwechslungen:
57. Mehmet Yozgatli (3) für Deniz Baris
72. Deivid für Kezman
75. Semih Sentürk         für Mehmet Aurelio

Trainer:
Zico
Eintracht Frankfurt
Aufstellung:
Pröll (3,5) - 
Rehmer (3,5)    
Kyrgiakos (3)    
Vasoski (3) , 
Spycher (4) - 
Russ (4,5) , 
M. Fink (4,5) - 
Streit (3,5) , 
Weissenberger (3)    
Köhler (4)    
Takahara (2)        

Einwechslungen:
63. Ochs für Köhler
71. Meier für Weissenberger
85. Thurk für Rehmer

Trainer:
Funkel

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
Takahara (8., Kopfball, Weissenberger)
0:2
Takahara (51., Kopfball, Streit)
1:2
Tuncay (63., Kopfball, Alex)
2:2
Semih Sentürk (82., Rechtsschuss)
Gelb-Rote Karten
Fenerbahce:
Semih Sentürk
(90. + 2)
Frankfurt:
-
Gelbe Karten
Fenerbahce:
Kezman
(3. Gelbe Karte)
Frankfurt:
Kyrgiakos
(1. Gelbe Karte)

Spielinfo

Anstoß:
13.12.2006 20:45 Uhr
Stadion:
Sükrü Saracoglu, Istanbul
Zuschauer:
50000
Spielnote:  2,5
Chancenverhältnis:
9:2
Eckenverhältnis:
10:0
Schiedsrichter:
Jan Wegereef (Niederlande)   Note 2
mit einer guten Leistung, hatte die Partie jederzeit im Griff.
Spieler des Spiels:
Naohiro Takahara
Aus zwei Eintracht-Chancen machte der Japaner zwei blitzsaubere Tore ? es reichte dennoch nicht zum Weiterkommen.
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