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Odense BK |
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Hertha BSC |
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1:0 (0:0)Hinspiel: 2:2Nach Hin- & Rückspiel: 3:2 |
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Odenses schottischer Trainer Bruce Rioch schickte jene Elf auf das Spielfeld, die auch vor zwei Wochen beim 2:2 im Olympiastadion begann. Mittelfeldspieler Grahn, der an einer Zerrung laborierte, wurde rechtzeitig fit. Dagegen musste Hertha-Coach Falko Götz notgedrungen umstellen: Im Vergleich zum 1:1 in der Bundesliga in Mainz musste van Burik wegen Knieproblemen passen, Samba rückte in die Innenverteidigung. Dagegen konnte Boateng (Hüftprellung) spielen.
Die Rollenverteilung war von Beginn an klar verteilt: Odense zog sich weit zurück, überließ den Berlinern das Mittelfeld und machte in der Defensive die Räume extrem eng. Die Hertha übernahm so sofort die Initiative und hatte ein deutliches optisches Übergewicht.
Der Bundesligist kam in der Anfangsphase gleich zu einigen guten Möglichkeiten, doch sowohl Pantelic (8.) und Boateng (17.) als auch Gimenez (21.) hatten ihr Visier nicht richtig eingestellt. Danach aber taten sich die Berliner immer schwerer, in den gegnerischen Strafraum einzudringen. Das Fehlen der Kreativkräfte Bastürk und Gilberto machte sich gegen die tief stehenden Dänen bemerkbar.
So wurde es doch das befürchtete zähe Geduldsspiel. Odense igelte sich hinten ein und wartete auf Konter. Bis auf einen Freistoß von Sörensen (26.), der knapp am rechten Pfosten des Berliner Tors vorbei ging, war die Offensive aber quasi nicht zu sehen. Berlin fehlten nicht nur die Ideen, sondern auch die Einsatz- und Laufbereitschaft, um die Deckung der Dänen zu knacken. So ging es nach 45 relativ ereignislosen Minuten torlos in die Kabinen.
Gleiches Bild in der zweiten Halbzeit. Hertha legte den Vorwärtsgang ein, Odense zog sich zurück und wartete auf Konter. Trotz aller Bemühungen der Berliner blieben die Mittel allerdings zu limitiert, um Odense ernsthaft in Gefahr zu bringen.
Und so kam es, wie es kommen musste. Durch einen kapitalen Patzer von Fiedler gerieten die Berliner in der 62. Minute in Rückstand. Der Berliner Keeper - bis dato kein einziges Mal geprüft - ließ einen Freistoß von Bechara Oliveira aus rund 30 Metern nach vorne abprallen, Timm war zur Stelle und staubte aus kurzer Distanz ab.
Die Berliner waren an diesem Nachmittag nicht mehr in der Lage, die Partie noch zu drehen. Zwar reagierte Götz und brachte mit Okoronkwo noch einen Stürmer, nachdem zuvor bereits Cairo ins Spiel kam, und setzte so voll auf Offensive, doch Impulse gingen von den Einwechslungen nicht aus. Im Gegenteil: In der 74. Minute hatte Bechara Oliveira die Entscheidung auf dem Fuß, doch der Brasilianer verzog aus zehn Metern.
In der Schlussphase war die Begegnung sehr hektisch, einige Berliner Spieler hatten ihre Nerven nur schwer im Griff. Schiedsrichter Brines beruhigte mit etlichen Gelben Karten wieder die Gemüter.
Das Kapitel Europa ist für Hertha BSC bereits wieder beendet, ehe es richtig angefangen hat. Odense BK dagegen feiert den größten Erfolg seit 1994/95, als die Dänen Real Madrid aus dem UEFA-Cup warfen.