Frankfurts Coach Friedhelm Funkel änderte sein Team gegenüber dem 2:0 im DFB-Pokal in Siegen für den Auftritt auf internationaler Ebene auf zwei Positionen. Fink kehrte nach seinem Zehenbruch ins Mittelfeld zurück und ersetzte Köhler. Auch Thurk konnte nach seinen Rückenproblemen mitwirken und verdrängte Takahara in der Offensive.
Bröndbys Trainer Rene Meulensteen bot mit Thomas Rasmussen einen Ex-Rostocker auf. Lantz, der ebenfalls für Hansa aktiv war, musste verletzt passen. Im Sturm setzte Meulensteen auf den jungen Isländer Sigurdsson.
Frankfurt begann nach elf Jahren Abstinenz auf europäischer Bühne verhalten, zog die von Trainer Friedhelm Funkel angekündigte "kontrollierte Offensive" zunächst konsequent durch. Nach einer Chance von Retov (9.), der den Ball über das Tor drosch, legte die Eintracht aber mehr und mehr den Respekt ab und ließ nach einer Streit-Ecke durch einen Kopfball von Kyrgiakos knapp über das Tor erstmals aufhorchen (12.). Weissenberger sorgte nach 19 Minuten mit einem gefährlichen Distanzschuss für Gefahr.
Bröndby agierte zu ideenlos und konnte die von Kyrgiakos gut organisierte Eintracht-Defensive nicht ernsthaft in Gefahr bringen. Die Hessen dagegen hatten in Form von Thurk in der 37. Minute den Führungstreffer auf dem Fuß. Der Eintracht-Akteur spitzelte nach Kopfballvorlage von Amanatidis den Ball auf das Tor, doch Ankergren vereitelte das 1:0. Bröndby übertrieb in der Folge den Einsatz, Amanatidis musste so nach einer rüden Attacke von Spelmann verletzt vom Feld und wurde von Takahara ersetzt.
Der zweite Durchgang begann mit einem Paukenschlag. Streit kam im Strafraum an den Ball und bugsierte ihn Richtung Bröndby-Tor. Kildentoft wehrte mit der Hand ab. Schiedsrichter Styles zögerte nicht, zeigte auf den ominösen Punkt und gab Kildentoft die Rote Karte. Thurk und Howard gerieten zudem noch aneinander, mit der Folge, dass der Bröndby-Akteur vom Platz gestellt wurde. Thurk dagegen trat zum Elfmeter an und behielt die Nerven.
In zweifacher Überzahl fand die Eintracht zunächst kein passendes Rezept, da sich Bröndby mit allen Akteuren um den eigenen Strafraum versammelte. Nach 66 Minuten versuchte es Köhler über außen und hob den Ball gefühlvoll an das hintere Fünfmetereck. Ochs nahm das Leder mit vollem Risiko und drosch es an das Außennetz. Die Funkel-Elf agierte nun zielstrebiger. Allerdings blieb die Pfeife des Unparteiischen stumm, als Takahara im Strafraum von Morten Rasmussen geschubst wurde. Auch bei einer Hereingabe von Thurk auf Weissenberger, der den Ball kurz anlupfte und volley auf das Tor schoss, hatte Bröndby Glück.
In der 71. Minute war es dann aber soweit: Torwart Ankergren brachte Streit im Strafraum zu Fall und Thurk versenkte den fälligen Elfmeter wieder im linken Eck. Nachdem Takahara, von Köhler bedient, am reaktionsschnellen Ankergren noch scheiterte, machte Thurk in der 78. Minute mit seinem dritten Treffer alles klar. Eine Flanke von Streit köpfte der Ex-Mainzer unhaltbar zum 3:0 ein. Frankfurt ließ nicht locker und wurde in der Schlussminute noch mit einem weiteren Treffer belohnt. Spycher bediente Weissenberger, der im Strafraum querlegte auf Köhler. Der Eintracht-Akteur drückte den Ball aus kurzer Distanz über die Linie.
Die Eintracht geht so mit einem beruhigenden Polster in das Rückspiel in Kopenhagen in 14 Tagen.
| Eintracht Frankfurt |
|---|
| Bröndby IF |
![]() Aufstellung: Ankergren (2,5) - Kildentoft (5) , Nielsen (4) , Howard (5) , Elanga (4,5) - Retov (4) , Daugaard (4) , T. Rasmussen (4) - Spelmann (5) , Ericsson (5) - Sigurdsson (5) Trainer:
Meulensteen |
Rote Karten |
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Gelbe Karten |
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Frankfurt: Huggel(1. Gelbe Karte) , Thurk(1.) , Köhler(1.) Bröndby: Elanga(1. Gelbe Karte) , M. Rasmussen(1.) |