Amsterdam: Van der Sar (2,5) - Tobiasen (3), Oliseh (2,5), Blind (3), Frank de Boer (3) - Ronald de Boer (3), Dani (4), Witschge (3) - Babangida (2), Arweladse (3), Laudrup (1,5) Bochum: Gospodarek (4) - Sundermann (3,5), Waldoch (3,5), Kracht (3), Schreiber (3,5)- Reis (4), Dickhaut (3), Hofmann (3) - Wosz (3) - Donkov (4,5), Juran (4,5) Eingewechselt: 46. Sier (3) für Blind, 70. Hoekstra (-) für Laudrup, 84. Rudy (-) für Oliseh - 46. Peschel (4) für Juran, 63. Hutwelker (-) für Waldoch, 81. Reichel (-) für Dickhaut Reservebank: Grim (Tor), McCarthy, Melchiot, Gorre - Ernst (Tor), Baluszynski, Bastürk, Mamic Tore: 0:1 Reis (20., Vorarbeit Donkov), 0:2 Waldoch (24., Wosz), 1:2 Laudrup (34., Arweladse), 2:2 Laudrup (36., Babangida), 3:2 Arweladse (38., Laudrup), 4:2 F. de Boer (45., Oliseh) Chancenverhältnis: 7:4 Schiedsrichter: Muhmenthaler (Schweiz), Note 2, bisweilen zu großzügig bei der Beurteilung von Zweikämpfen, aber insgesamt souverän Zuschauer: 50 000 Gelbe Karten: Blind - Juran (4., gesperrt) Spielnote: 2,5 Spieler des Spieles: Michael Laudrup Die Analyse: Beide Mannschaften operierten mit einem 4-3-3-System. Die Unterschiede: Bei Ajax lösten sich abwechselnd Blind und Oliseh aus der Vierer-Abwehrkette, während die Bochumer Dekungsreihe meist geschlossen auf einer Linie stand. Im Angriff zog Ajax das Spiel mit den Flügelspielern Babangida (rechts) und Laudrup (links) weiter auseinander als der VfL, bei dem Wosz knapp hinter den beiden Spitzen Donkov und Juran agierte. 30 Minuten lang funktionierte die VfL-Taktik glänzend. In der Deckung wurden die Räume sehr eng gemacht, bei Bedarf orientierten sich die Mittelfeldspieler zurück, um die Verteidiger zu unterstützen. So hielten Schreiber den später stärkeren Babangida und Sundermann Laudrup zunächst in Schach, Arweladse wurde von Waldoch und Kracht beherrscht, während Dickhaut mit Dani die Amsterdamer Schaltstelle lahmlegte. Nach dem 2:0-Vorsprung allerdings begünstigte eine kurze Phase von Unkonzentriertheiten und Fehlern die schnelle Wende. Ajax, zuvor ohne Torchance, nutzte innnerhalb von 15 Minuten jede Unzulänglichkeit des VfL, mit ihren plötzlich entfesselten Angreifern konsequent. Nach der Pause fingen sich die Bochumer jedoch wieder, ließen nur noch wenige Torchancen der Gastgeber zu, kamen ihrerseits über Wosz und Hofmann zu einigen vielversprechenden Angriffen.