
Stefan Reinartz, der beim jüngsten 3:3 in Mönchengladbach erkrankt gefehlt hatte, steht gegen Benfica wieder zur Verfügung. Genau wie der in der Liga gesperrte Ömer Toprak und Sebastian Boenisch, der vor dem Jahreswechsel in der Europa League noch nicht spielberechtigt war.
Und so herrscht Optimismus im Lager des Bundesligadritten. "Ich gehe davon aus, dass wir kein Tor kassieren und gewinnen", erklärte Hyypiä am Mittwoch forsch und präzisierte augenzwinkernd: "Ein 1:0 wäre gut, ein 5:0 sehr gut."
Natürlich weiß man bei Bayer, dass mit Benfica ein europäisches Schwergewicht wartet, das in der Gruppenphase noch in der Champions League mitwirkte, national in dieser Spielzeit noch ohne Niederlage ist und über einen Topstürmer wie Oscar Cardozo verfügt. Aber: "Wir treten auf eigenem Platz an und waren in den letzten Wochen auch nicht so schlecht", betonte Gonzalo Castro, der am Mittwoch ebenfalls auf der Pressekonferenz Rede und Antwort stand.
„Wenn die Europa League geopfert werden muss, dann tun wir das auch.“Benfica-Trainer Jorge Jesus
Zumal die Gäste aus Lissabon freimütig einräumen, dem spannenden Titel-Kampf in Portugal mit dem punktgleichen FC Porto Priorität einzuräumen. "Und wenn die Europa League geopfert werden muss, dann tun wir das auch", ließ Chefcoach Jorge Jesus Spekulationen über eine 1B-Aufstellung in Leverkusen zu.
Doch auch Bayer ist dem Rotationsprinzip nicht abgeneigt, schließlich wartet schon am Samstag (15.30 Uhr, LIVE! bei kicker.de) gegen den FC Augsburg die nächste Aufgabe. "Da ist es klar, dass wir nicht beide Male mit der gleichen Elf auflaufen werden. Wir werden etwas rotieren", sagte Hyypiä.
Das Rezept fürs Hinspiel ist klar: anders als gegen Dortmund (2:3) oder Gladbach (3:3) zuletzt möglichst kein Gegentor zulassen. "Benfica ist ein hartes Los, da können wir keinen Hurra-Fußball spielen", mahnt Abwehrmann Toprak und empfiehlt ein Auftreten "wie in der Bundesliga - nur kontrollierter".