Hannover fackelte gegen Helsingborg nicht lange und legte einen Blitzstart hin. Einmal mehr war es Diouf, der schon beim 2:1-Sieg bei den Schweden den Führungstreffer besorgte und auch diesmal die 96er wieder in die Spur brachte. Und wie im Hinspiel traf er per Kopf. In der Folge beherrschten die Niedersachsen die Gäste, erhöhten und steuerten eigentlich einem klaren Erfolg entgegen. Eigentlich! Die zu sorglose Slomka-Elf ermöglichte Helsingborg zwei Tore - 2:2. Am Ende überschlugen sich die Ereignisse: Elfmeter, Doppel-Rot für Helsingborg - 3:2 Hannover. Und das Zwischenrundenticket. Im Parallelspiel der Gruppe L gab es zwischen Twente und Levante nach weitestgehend ereignislosen 90 Minuten eine Nullnummer, die nur den Spaniern hilft.
In Leverkusen deutete zunächst vieles darauf hin, dass Bayer einen komplett entspannten Abend erleben würde. Mit der frühen Führung im Rücken - Hegeler staubte nach einem Aluminium-Treffer ab - zeigte sich Rapid in der BayArena aber lange nicht als dankbarer Gegner. Leverkusen agierte viel zu sorglos und ermöglichte den Wienern hochkarätige Chancen (Kulovits alleine vor Rensing, Trimmel-Kopfball an den Pfosten). Erst mit dem 2:0 durch Schürrles Direktabnahme entspannte sich die Lage. Die Werkself erhöhte und ist mit dem 3:0 eine Runde weiter.

Bayer bleibt als einziges Team ohne Gegentor vor Charkiw, das sich ebenfalls das Weiterkommen sicherte. Metalist fuhr in der Gruppe K drei Zähler ein und ist punktgleich mit Leverkusen. Schon früh schlug Metalist durch Taison gegen Trondheim zu und dominierte in der Folge gegen die Norweger. Nach 40 Minuten Einseitigkeit und einer Reihe ausgelassener Chancen kam die kalte Dusche für die Ukrainer: Nach einem Konter bediente Holm Dockal, der Torwart Disljenkovic tunnelte - 1:1. Wie schon im Hinspiel gelang Cleiton Xavier in der zweiten Hälfte das 2:1, am Ende siegte Metalist 3:1.
Klose wurde geschont und saß gegen Panathinaikos nur auf der Bank, Lazio siegte aber auch ohne den deutschen Nationalstürmer. Kozak schlüpfte in die Rolle von Klose und sorgte mit einem Doppelschlag schon im ersten Durchgang für klare Verhältnisse. Rom legte nach, gewann 3:0 und ist in der Gruppe J auf dem besten Weg in die nächste Runde. Die Option hat sich Tottenham offengehalten. Die Spurs bezwangen vor den Augen von Fabrice Muamba, der nach seinem Herzstillstand erstmals an die White Hart Lane zurückkehrte, Maribor mit 3:1. Dreimal war Defoe erfolgreich.
Rubin Kasan hatte durch ein 1:0 in Baku vorgelegt. Inter konnte sich wie zu Hause in Mailand (1:0) auch in Belgrad auf Joker Palacio verlassen, der nach seiner Einwechslung gegen Partizan doppelt traf und den Serie-A-Klub in das Sechszehntelfinale schoss.
Lyon zieht in der Gruppe I einsam seine Kreise, landete als einziger Europa-League-Klub im vierten Spiel den vierten Sieg und ist klar weiter. Vorjahresfinalist Athletic Bilbao zog mit 2:3 den Kürzeren und ist so gut wie raus. Auf Kurs ist Sparta Prag, das dank eines Treffers des Ex-Cottbusers Kweuke ein 1:1 bei Ironi Kiryat Shmona holte.
In der Gruppe G lässt Streller den FC Basel hoffen. Dem Ex-Bundesligaprofi gelang das Tor des Tages gegen Videoton FC Szekesfehervar, die Schweizer sind nur noch einen Punkt hinter den zweitplatzerten Ungarn. Genk spielte 1:1 gegen Sporting Lissabon und bleibt Erster.