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08.06.2017, 17:32

Hertha-Profi trainiert individuell - Kuntz' Aussprache mit Preetz

Stark: "Als Spieler sitzt man zwischen den Fronten"

Als eine Kernaufgabe im Trainingslager im bayerischen Grassau sieht Stefan Kuntz das Angleichen der unterschiedlichen Fitnesslevel seiner Spieler an. Das ist dem Team rund um den U-21-Nationaltrainer bisher gut gelungen. Während Jonathan Tah und Lukas Klünter am Donnerstag ein wenig geschont wurden, trainierte Niklas Stark in Folge seiner Ermüdungsreaktion im rechten Fuß separat. Jedoch fühlt er sich bereit für die EM. Seine Nominierung hatte Hertha-Manager Michael Preetz als "unglücklich" bezeichnet, hat sich inzwischen aber mit Kuntz ausgesprochen.


Aus dem U-21-Trainingslager in Grassau berichtet Carsten Schröter


Niklas Stark
Gibt den EM-Titel als klares Ziel aus: Defensivallrounder Niklas Stark.
© imagoZoomansicht

"Die Probleme bei Niklas sind immer noch da, deshalb finde ich es unglücklich, dass er jetzt mitfährt, ohne ganz gesund zu sein. Wenn dann im ersten Turnierspiel etwas Schlimmes passiert, nützt das niemandem", erklärte Preetz im kicker (Donnerstagausgabe). Inzwischen hat sich der Ex-Torjäger aber mit seinem ehemaligen Stürmerkollegen Kuntz ausgetauscht und die Meinungsverschiedenheit ausgeräumt. "Wir haben gesprochen, es ist alles ok", sagte Kuntz am Donnerstagmittag zum kicker. Die medizinische Abteilung des DFB hatte ihm vor der endgültigen EM-Kader-Nominierung am späten Dienstagabend grünes Licht in der Personalie Stark gegeben.

Hohe Belastung kommt für Stark noch zu früh

Auch der Spieler selbst präsentierte sich am Donnerstagmittag im Mediengespräch gelassen: "Es geht mir recht gut." Dennoch muss der 22-Jährige aktuell kürzertreten. "Wir haben jetzt entschieden, dass man mich nochmal rausnimmt aus dem Trainingsbetrieb, weil ich das Gefühl hatte, dass die Belastung von null auf hundert ein bisschen zu viel war für den Fuß. Bis jetzt läuft mein Programm recht gut", erläutert Stark, der Ärzte, Physiotherapeuten und Fitnesstrainer mit einem Lachen als sein derzeitiges Team bezeichnet. Während seine kickenden Kollegen auf dem Rasen viel mit dem Ball arbeiten, steht für den Defensivallrounder Lauftraining an - auch über die nach der Abreise am morgigen Freitagmittag eigentlich drei freien Tag bis zum Treffen am Dienstag in Frankfurt.

In enger Abstimmung mit dem DFB absolviert er ein Programm bei einem Therapeuten in München. Ungeachtet der aktuellen Pause im Mannschaftstraining sieht er für sich realistische Einsatzchancen beim Turnier in Polen, das am übernächsten Sonntag mit dem ersten Gruppenspiel gegen Tschechien beginnt: "Wenn es von der Zeit her die Chance nicht gäbe, würde wir es nicht machen."

Das ist immer nicht ganz einfach. Da muss man miteinander reden.Niklas Stark über die Kommunikation zwischen Verband und Verein

Die teilweise unterschiedlichen Interessen bei Vereinen und Verband kann er nachvollziehen. "Als Spieler sitzt man zwischen den Fronten. Gerade mit dieser Mannschaft hat man die Chance, ein wirklich gutes Turnier zu spielen. Gleichzeitig muss man auch im Hinterkopf behalten, dass man danach wieder zum Verein zurückgeht. Das ist immer nicht ganz einfach. Da muss man miteinander reden. Ich glaube, wenn es wirklich so dramatisch wäre, hätte mich Michael Preetz sicher angerufen. Stefan Kuntz kam auch zu mir, und meinte, dass alles geklärt sei", erklärt Stark.

"Wenn du zu lange brauchst, um reinzufinden, hast du schon verloren"

Der als Leistungsträger eingeplante Defensivmann, der am liebsten in der Innenverteidigung agiert, aber auch auf der Sechs spielen kann, ist heiß auf die EM-Endrunde und bekennt sich klar zum Ziel, den Titel holen zu wollen: "Als Deutschland kannst du nicht hinfahren und sagen, wir wollen nur die Gruppenphase überstehen." Dennoch sei das durch den verschärften Modus - nur die drei Gruppenersten kommen sicher ins Halbfinale - das erste Zwischenziel. Da die hoch eingeschätzten Italiener erst als dritter Gegner warten, gelte es die Partie gegen Tschechien und Dänemark auf jeden Fall zu gewinnen. "Wenn du zu lange brauchst, um reinzufinden, hast du schon verloren. Es gibt keine Eingewöhnungszeit", so Stark. Er selbst braucht allerdings noch ein paar Tage zur vollständigen Fitness.

 
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weitere Infos zu Stark

Vorname:Niklas
Nachname:Stark
Nation: Deutschland
Verein:Hertha BSC
Geboren am:14.04.1995

weitere Infos zu Kuntz

Vorname:Stefan
Nachname:Kuntz
Nation: Deutschland
Verein:Deutschland


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