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26.11.2018, 15:08

Arbeitsgruppe wurde aufgelöst

Regionalliga-Reform steht vor dem Scheitern

Eine Arbeitsgruppe sollte während einer zweijährigen Übergangsphase eine Regionalliga-Reform erarbeiten, um eine neue Aufstiegsregelung zu finden. Der Versuch ist so gut wie gescheitert - die Arbeitsgruppe wurde aufgelöst. Der weitergereichte Vorschlag schiebt das Problem an die Regionalverbände Nord und Nordost sowie den Landesverband Bayern weiter.

Magdeburger Fans zeigen im Dezember 2017 in Chemnitz ein Banner "Meister müssen direkt aufsteigen"
"Meister müssen direkt aufsteigen": Die Forderung hält sich.
© imagoZoomansicht

Fünf Ligen, aber nur drei Aufsteiger - dieses Ungleichgewicht mit der Konsequenz, dass Regionalliga-Meister am Ende einer Saison nicht aufsteigen, führte zu großem Unmut. Und im Dezember 2017 zu einem mit großer Mehrheit getroffenen Beschluss auf einem Außerordentlichen DFB-Bundestag: Eine Übergangsphase von zwei Jahren, in denen vier von fünf Regionalliga-Meistern aufsteigen, sollte Zeit schaffen für eine Arbeitsgruppe, die eine Regionalliga-Reform mit dann nur noch vier Staffeln erarbeiten sollte.

"In einer komplexen Fragestellung, in der sehr viele unterschiedliche Interessen berücksichtigt werden mussten, ist es uns gelungen, bis zum nächsten Ordentlichen DFB-Bundestag eine Übergangslösung zu finden, die eine deutliche Verbesserung der Ist-Situation darstellt und die von allen Regionalverbänden mitgetragen wird. So werden in den kommenden zwei Spielzeiten zumindest vier von fünf Regionalliga-Meistern aufsteigen können", hatte DFB-Vizepräsident Dr. Rainer Koch damals zu der Zwischenlösung erklärt, nach dem Beschluss aber auch gemeint: "2019 muss die Zukunft der Regionalliga final geklärt werden. Hoffentlich im Konsens."

Arbeitsgruppe wurde am 14. November aufgelöst

Dieser ist aber nicht in Sicht: Die Reform-Arbeitsgruppe fand in drei Sitzungen kein konkretes konsensfähiges Modell, am 14. November wurde sie aufgelöst. Nach kicker-Informationen erklärte Koch, selbst Mitglied der AG und Präsident des bayerischen Verbandes, den vom Bundestag vor rund einem Jahr präferierten Vorschlag für faktisch nicht umsetzbar. Für keines der diskutierten Modelle war offenbar eine Mehrheit in Sicht.

DFB verkündet: Nord, Nordost und Bayern sollen sich einigen

Wie der DFB am Montag mitteilte, wird dem Präsidium nun - wie vom kicker skizziert - ein Vorschlag der Aufstiegsregelung zur 3. Liga unterbreitet, der zwar weiterhin das Ziel der Reduzierung auf vier Regionalligen enthält, aber am entscheidenden Punkt doch keinen Lösungsansatz: Zwei Aufstiegsplätze würden an die Regionalligen West und Südwest gehen, die bevölkerungsstarke Gebiete umfassen. Zwei weitere Aufsteiger kämen demnach aus den Bereichen der bisherigen Regionalligen Nord, Nordost und Bayern - hier soll es nur noch zwei statt drei Staffeln geben, der Weg dahin bleibt aber offen und die Lösung soll gemäß AG-Vorschlag von den Regional- und Landesverbänden selbst geliefert werden. "Sollten die Regionalverbände Nord und Nordost sowie der Landesverband Bayern zu keiner Aufteilung in zwei Staffeln gelangen, hätten sie eine genaue Begründung darzulegen, wie stattdessen die beiden Aufsteiger in ihrem Gebiet zu ermitteln sind", heißt es in der DFB-Mitteilung. Hier droht eine Aufstiegsrunde, in der drei Meister zwei Aufstiegsplätze ausspielen.

Das von der AG vorgeschlagene Vorgehen wird nun auf der nächsten DFB-Präsidiumssitzung am 7. Dezember diskutiert werden - und anschließend an die Regional- und Landesverbände weitergereicht.

Aufstiegsregelung soll im September 2019 beschlossen werden

Dann sollen - wie bereits in der AG - auch Vertreter der 3. Liga aus den betroffenen Regionen beteiligt sein. Diese fühlten sich beim AG-Treffen Mitte November, bei der sich die Kommission selbst auflöste, vor vollendete Tatsachen gestellt. Und die Steigerung von drei auf vier Absteiger war aus ihrem Kreis schon vor einem Jahr kritisiert, bereits für die Übergangslösung aber doch akzeptiert worden: "Die 3. Liga hat, auch mithilfe des DFB, in den vergangenen Jahren aus Vermarktungssicht an Attraktivität gewonnen", hatte beispielsweise Michael Schwetje als Geschäftsführer von Fortuna Köln erklärt: "Das hat auch etwas mit Kontinuität in der Liga zu tun. Diese wird aber gefährdet, wenn die ohnehin schon hohe Fluktuation durch mehr Absteiger noch mal steigt."

An einem hält der DFB trotz einer weiterhin ausstehenden konkreten Lösung fest: Die Neuregelung des Aufstiegs in die 3. Liga soll auf dem DFB-Bundestag Ende September 2019 verabschiedet werden.

bru/Benni Hofmann


"Eine Reform als PR-Maßnahme" - lesen Sie im kicker am Montag weitere Hintergründe und den Kommentar von kicker-Reporter Benni Hofmann.

 

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