Nachbarschaftsduell gegen Würzburg im Landespokal

Schweinfurt will im Derby "für Furore sorgen"

Regionalliga - 12.09. 11:25

Dreieinhalb Jahre ist das letzte Aufeinandertreffen zwischen den Würzburger Kickers und dem 1. FC Schweinfurt her. Am Mittwochabend (19 Uhr) kommt es zu einer Neuauflage des Unterfranken-Derbys: Im bayerischen Landespokal spielen die beiden Teams um den Einzug ins Viertelfinale. Die Beteiligten schlagen vor der Partie entsprechend emotionale Töne an.

Blick in Richtung Derby: Schweinfurts Trainer Timo Wenzel. © imago

"Ich erwarte ein heißes und kampfbetontes Spiel", wird Kickers-Kapitän Sebastian Schuppan auf Würzburgs Website zitiert. Seine Mannschaft hat als Drittligist und somit klassenhöheres Team gegenüber dem Fünften der Regionalliga Bayern die Favoritenrolle inne. Aber, so Cheftrainer Michael Schiele: "Das wird eine harte Nuss für uns." Auch, weil Schweinfurt den Wettbewerb in den vergangenen beiden Jahren jeweils für sich entscheiden konnte und in den DFB-Pokal einzog. Dieses Ziel hat man bei den Schnüdeln bereits vor dem Achtelfinale erneut vor Augen. "Das Spiel ist für beide Mannschaften sehr wichtig, will man sich für den kommenden DFB-Pokal qualifizieren", so Schweinfurts Sportlicher Leiter Gerd Klaus in einer entsprechenden Vereinsmitteilung.

Erst im August hatte der FCS in der ersten Pokalrunde vor ausverkauftem Haus und über 15.000 Menschen Schalke 04 empfangen. So viele Zuschauer wie gegen die Königsblauen werden es am Mittwochabend gegen Würzburg zwar nicht, dennoch erwartet der Verein über 6.000 Zuschauer - und eine Kulisse, die die Mannschaft beflügelt. "Wir sind im Willy-Sachs-Stadion eine Macht, das werden wir auch am Mittwoch gegen die Kickers zeigen", kündigt Schweinfurts Trainer Timo Wenzel an. "Mit unseren Fans im Rücken wollen wir für Furore sorgen und das Spiel gewinnen."

Auch sein Gegenüber Schiele ist sich der emotionalen Pokal-Atmosphäre im gut 40 Kilometer entfernten Schweinfurt bewusst und zieht den Vergleich zum 4:0 im Stadtderby beim Würzburger FV in der vorherigen Runde. "Es wird ein noch emotionaleres Spiel als beim WFV, da die Kulisse deutlich größer sein wird", so der Kickers-Coach. Den Gegner aus Schweinfurt habe er "genau analysiert" und befindet: "Sie verfügen über viel Erfahrung. Es ist aber unser Anspruch, uns durchzusetzen und das Viertelfinal-Ticket zu buchen."

mib

weitere News und Hintergründe