Nach Sicherheitsgipfel: Partie nach hinten verlegt

Fährt der BAK nach Chemnitz? Entscheidung am Freitag

Regionalliga - 11.09. 16:08

Das Regionalliga-Spiel zwischen dem Chemnitzer FC und dem Berliner AK 07 am kommenden Samstag ist von 13.30 Uhr auf 15 Uhr verlegt worden. Das gab der CFC am Dienstag bekannt. Ob die Partie überhaupt stattfinden wird, steht indes noch gar nicht fest. Denn: Aus Angst vor möglichen Übergriffen will der BAK erst kurzfristig entscheiden, ob er zum Auswärtsspiel beim Tabellenführer antritt.

Lässt die Austragung der Partie in Chemnitz noch offen: BAK-Präsident Mehmet Ali Han. © imago

Bereits nach den Ausschreitungen in Chemnitz Ende August hatte der Hauptstadtklub angekündigt, gegebenenfalls nicht anreisen zu wollen. Der Verein, dem zahlreiche Spieler und Verantwortliche mit Migrationshintergrund angehören, äußerte Sorge um die Sicherheit seiner Spieler und Zuschauer. BAK-Präsident Mehmet Ali Han forderte von DFB und NOFV, ein tragbares Sicherheitskonzept für das Spiel vorzulegen.

Der daraufhin einberufene Sicherheitsgipfel ging am Dienstag über die Bühne. Neben Mitarbeitern beider Klubs waren auch Vertreter der Staatsanwaltschaft und Polizei sowie Fanbeauftragte anwesend. Wichtigstes Ergebnis: Aufgrund der besseren Verfügbarkeit von Polizeikräften wurde das Spiel von 13.30 Uhr auf 15 Uhr verlegt. Gleiches gilt für die Partie zwischen dem VfB Auerbach und Lok Leipzig. "Zunächst einmal sind wir zufrieden. Man hat unsere Sorgen ernst genommen", sagte Ali Han im Anschluss dem SID. Ob die Berliner antreten werden, wolle der Verein dennoch erst am Freitag entscheiden. "Wir wollen noch abwarten und schauen, wie sich die Lage entwickelt", so der BAK-Präsident.

Zuvor hatte der Verein bereits angekündigt, die Mannschaft, werde bei rassistischen Aktionen oder Zwischenrufen das Feld sofort verlassen. Auch sein Nachtquartier will der BAK im Falle der Anreise 40 Kilometer entfernt von Chemnitz aufschlagen. Bereits beim Auswärtsspiel im sächsischen Auerbach Anfang des Monats übernachtete der BAK aus Angst vor Übergriffen in Tschechien.

mib/sid

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