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12.01.2018, 16:56

Verein beklagt nicht erfolgte "dringend angezeigte Korrektur"

Babelsberg: Offener Brief ans DFB-Präsidium

Der Vorstand des SV Babelsberg hat sich in der Causa Energie Cottbus vom 28. April 2017, bei der vom NOFV auch gegen Babelsberg eine Strafe verhängt worden war, mit einem offenen Brief ans DFB-Präsidium gewandt. Der Viertligist erhofft sich dadurch eine Korrektur des gegen den Verein ausgesprochenen Urteils.

SV Babelsberg 03
Symbolbild: SV Babelsberg 03.
© imagoZoomansicht

Das Regionalliga-Spiel zwischen Babelsberg und Energie Cottbus im April 2017 sorgt weiter für Diskussionen und Schlagzeilen. Seit Monaten liefern sich beide Klubs einen teilweise öffentlichen Konflikt mit dem Nordostdeutschen Fußball-Verband. Neuester Anlass für Aufregung: Nachdem der FC Energie Cottbus erfolgreich gegen ein zweites Urteil der Sportgerichts Einspruch eingelegt hatte, schaltete sich der Deutsche Fußball-Bund (DFB) in die Angelegenheit ein. Für den SV Babelsberg Anlass, sich am Freitag erneut an die Öffentlichkeit zu wenden und beim DFB auf eine Korrektur der eigenen Strafe zu drängen. Die Stellungnahme im Wortlaut.

Offener Brief von Archibald Horlitz, Vorstandsvorsitzender des SV Babelsberg, an das DFB-Präsidium

"Sehr geehrter Herr Grindel,
sehr geehrter Herr Dr. Koch,

bezugnehmend auf die aktuellen Ereignisse in Sachen NOFV, resultierend aus dem Spiel SV Babelsberg 03 gegen Energie Cottbus am 28. April 2017, wenden wir uns erneut an Sie. Als Reaktion auf unser erstes Schreiben an DFB-Präsident Reinhard Grindel wurde eine erneute Ermittlung der Vorfälle durch den Nordostdeutschen Fußballverband vorgenommen. Diese haben klar bestätigt, dass die bis dahin von der breiten Öffentlichkeit, aber nicht vom NOFV wahrgenommenen rechtsextremen Vorfälle im Gästefanblock Bestandteil und auch Auslöser der Vorgänge bei diesem Spiel waren - unter anderem der Aufschrei gegen Nazis durch Babelsberger Fans. In der Konsequenz dieser "neuen" Erkenntnisse wurde eine neue, zusätzliche Strafe gegen Energie Cottbus verhängt. Aber eine nun dringend angezeigte Korrektur des gegen uns verhängten Urteils fand bis heute nicht statt.

Ihre extrem zeitnahe bzw. taggleiche und klare Reaktion auf die nun erfolgte Aufhebung des zweiten Urteils gegen Energie Cottbus durch den NOFV begrüßen wir in aller Form. Und wir bitten Sie nun in diesem Zusammenhang, auch unser Urteil durch den DFB-Kontrollausschuss überprüfen zu lassen. Es handelt sich schließlich um den gleichen Vorgang bzw. das gleiche Spiel, aus denen diese Urteile resultieren. Wir merken in diesem Kontext an, dass der NOFV bisher jegliche Möglichkeit einer neuen Urteilsfindung und/oder Revision verhindert hat und sich bis heute einer sachlichen Diskussion entzieht.

Zu jedem Zeitpunkt hätte es Chancen für den NOFV gegeben, gesichtswahrend das skandalöse erstinstanzliche Urteil zu revidieren, spätestens nach den erneuten Ermittlungen und den darauf basierenden Feststellungen. Die gesamte Berichtserstattung in der Presse und Rundfunk zu diesen Vorgängen, wie z. B. in der ZEIT oder im Deutschlandfunk hat mehrfach das eindeutige Unverständnis zur Haltung des NOFV zum Ausdruck gebracht. Daher bitten wir Sie in aller Form und mit Nachdruck, diesem unwürdigen Verhalten des NOFV in unserer Angelegenheit Einhalt zu gebieten und für ein sowohl inhaltlich, wie auch in der Strafbemessung angemessenes Urteil zu sorgen.

Mit sportlichen Grüßen
Archibald Horlitz Vorstandsvorsitzender"

kid/pau

 
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