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MarcAndreFrost
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11.12.17, 23:15

Die drei Vereine, die sich dem Ganzen von Anfang an entgegengestellt haben und nicht an der Farce teilnehmen, lachen sich bestimmt seit geraumer Zeit ins Fäustchen. Alle paar Wochen ein 1. April, hat man das Gefühl, seit die Nachricht von diesem Deal samt Bild mit Grindel und chinesischen Delegierten publik wurde...

@VGler
Ob wir jemals wieder China bei einer WM sehen... so gut scheinen die gar nicht zu sein. Es ist zwar eine U20, die aktuell in Deutschland hospitiert (bzw. sind die Schmollenden überhaupt noch hier oder mit dem Stoppen der Testspielserie nach China abgereist?), aber sie haben ihr erstes und Stand jetzt einziges Spiel 0:3 gegen den TSV Schott Mainz, einen deutschen Regionalligisten, verloren, und das lag bestimmt nicht an der Handvoll fähnchenschwenkender Tibet-Freunde.

@wisent
Da die Teilnehmer an den Aufstiegsspielen, die die RL Südwest stellen darf, zum dritten Mal in Folge beide nicht aufgestiegen sind, und zum zweiten Mal in Folge zwei SW-Klubs aus der 3. Liga runtergerasselt sind, hat man es nicht einmal mit sechs Absteigern geschafft, die Ligastärke unter 19 zu bringen. Aber 19 ist in der Tat eine krumme Zahl... also lieber gleich auf 20 aufstocken, das stimmt schon... und zwar mit dem FK Pirmasens, der mit 42 Punkten (in der 2. BL hättest du damit einen Mittelfeldplatz gebucht) als 14. absteigen musste, durch das Versagen der oben genannten Klubs und die Insolvenzverschleppung von Hessen Kassel. Mit ein bisschen Sinn für Fairness und Gerechtigkeit... aber wo gibt's das heute noch...
nun aber zu den Folgen: Der FK Pirmasens hätte in der Saison 2017/2018 in einer RL Südwest mit 20 Teams 38 Spiele absolviert, nämlich auch eine Hinrunde, was die Chinesen scheinbar nicht konnten. Jeder Gegner wäre gegen ihn angetreten, auch Waldhof, Koblenz und die Stuttgarter Kickers, und keiner hätte 15.000 € bekommen und auch nicht gefordert, um gegen den FK Pirmasens zu spielen. Desweiteren würden dessen Spieler nicht den Platz verlassen, wenn Menschen am Rand stehen und ihre Meinung äußern
VGler
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09.12.17, 10:06

Wegläufer

sollten die Chinesen sich mal für ne WM-Endrunde qualifizieren laufen die dann auch vom Platz wenn 3-4 Leutchen unter den 50.000 Zuschauern mit tibet-Fahnn winken?
Das würd mich mal interessieren
der_kleine_Koenig
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08.12.17, 20:58

@Blaize

Um auf deine Frage zu antworten: Ja, ich habe mich bereits aktiv und auch auf Demos für die Unabhängigkeit Tibets bzw. die Wahrung der Menschenrechte der dortigen Bevölkerung eingesetzt.
Ist das denn die Voraussetzung dafür, dass man im Stadion eine Tibet-Fahne zeigen darf?

Und wie kommst du darauf, dass alle nur reden und keiner was macht? Das lässt sich doch aus den hiesigen Beiträgen überhaupt nicht ablesen. Wir sind ja hier nicht bei Campact, Avaaz oder Indymedia - Demoaufrufe mit Terminen, Treffpunkten, politischen Thesen etc. sind hier doch eher selten zu finden.
Zum Glück, möchte ich sagen, denn dafür gibt es eindeutig andere Foren und Plattformen, hier soll es überwiegend um Fußball gehen.

Wenn du dir das Video zum Stein des Anstoßes mal anschaust, wirst du bestimmt zustimmen, dass es den friedlichen - ja was waren das eigentlich? Demonstranten, Aktivisten, Störer? - sagen wir Kritikern im Stadion tatsächlich um die Sache ging.
Nach "Sch...DFB" oder "gegen den modernen Fußball" sahen die mir nicht gerade aus.

Auch in dem Interview-Ausschnitt im Video ging es um die Sichtbarmachung des seit Jahrzehnten andauernden Unrechts in Tibet und nicht um den DFB oder um die Kommerzialisierung im Fußball.

Auch eher ungewöhnlich für übliche Fußballfan-Proteste: Die Tibet-Unterstützer im Stadion haben freiwillig ihre Fahnen wieder eingerollt, damit das Spiel weitergehen konnte. Es ging nicht um maximale (Zer)störung, sondern um Sichtbarmachung einer himmelschreienden Ungerechtigkeit.

Dass die Chinesen wie bereits selbst erlebt so über die Maßen gereizt auf das Zeigen einer Tibet-Flagge reagieren und damit dem Protest erst die gewünschte Aufmerksam verschaffen, stachelt natürlich nun auch ein wenig den Erfindungsreichtum an.
Will heißen: Sollten diese ursprünglich auch mal irgendwie als Freundschaftsspiele gedachten Matches künftig unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden, bin ich mir ziemlich sicher, dass dies dann einen noch größeren Protest vor den Stadien nach sich ziehen wird.

Diese ganze Geschichte war von Anfang an ein Eigentor mit Ansage vom DFB, ganz kleines Tennis. Jeder einzelne Schritt im Anschluss an die Verkündung der Spiele war exakt so vorhersehbar. Und wird es weiterhin bleiben, wenn man dem nicht ein Ende macht - auch aus Respekt den Chinesen gegenüber.

Am besten die Regionalligisten ausbezahlen, die Chinesische Delegation höflich wieder ausladen und idealerweise was aus dem Ganzen lernen.
Kopperle
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07.12.17, 20:13

@Blaize

...wen meinst Du eigentlich mit "Alter"?...und wer spuckt große Töne?...ich kann hier niemanden finden, der sich für die chinesische Regierung stark macht...

Aufklärung tut not...
Blaize
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07.12.17, 14:26

Danke, dass der Beitrag durchgewunken wurde. Ich habe in der Aufregung doch glatt Taiwan vergessen, die sind nämlich auch wiederrechtlich von China aufgesaugt worden. Mea Culpa
Blaize
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07.12.17, 12:36

Jajaja, blablabla. Von wegen unsere Grundrechte, hier springen (wie immer eigentlich) die Schafe wieder nur auf den Zug auf (sorry für die sinnfreie Metapher :)).
Alter, wenn du hier so groß Töne spuckst, können wir doch alle mal zusammen zum Bundestag marschieren und Merkel zwingen in China eimzumarschieren und Tibet selbst befreien, von mir aus auch dem Bund dann beitreten für diesen Auslandseinsatz, denn mit blablba Dipolmatie wird China leider gar nichts machen. An der Stelle können wir Hong Kong und Macau gleich mit befreien.
Mich kotzt es einfach an, wie immer nur gelabert wird, aber keiner macht was.

@marc.cat@freenet.de
Wenn dies deine Email ist, schicke ich dir gerne mal ein paar Bespiele, wie ich mich für andere einsetze, habe keinen Bock das hier groß breitzutreten.
Kopperle
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07.12.17, 09:23

@Blaize

...wo bitte geht es denn hier um den Kommerz im Fußball? Hier geht es um eines unserer Grundrechte, nämlich dem auf freie Meinungsäußerung...und es ist beschämend, wie hier versucht wird, alles dafür zu tun, um dieses zu untergraben...

"Kriecht nicht hinein" möchte man dem DFB zurufen...in den dicken chinesischen Hintern...wohlwissend dass der Ruf unbeachtet verhallen wird...

Bei den Handballzuschauern scheint sich die Sache mit Tibet noch nicht rumgesprochen zu haben...hab mir gestern das WM-Spiel Deutschland gegen China im TV angesehen...hab allerdings zu spät eingeschaltet...hat da jemand was mitbekommen?...
Kalawrititnov
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07.12.17, 07:35

Um es noch freundlich auszudrücken muss ich ganz ehrlich sagen, dass sich bei manchen Kommentaren der Magen dreht. Es geht bei der, aus chinesischer Sicht Provokation, eventuell auch um politische Gedanken, aber auch und in erster Linie darum, dass wir in Deutschland leben; einem Land in dem freie Meinungsäußerung besteht und auch gelebt werden muss. Es wird hierbei niemand körperlich verletzt oder sonst wie beeinträchtigt und wenn man dies in einem Land wie Deutschland nicht äußern darf, ist es schlecht bestellt. Wenn z.B. im Iran keine Fussballspiele übertragen werden, wenn im Sommer auf den Zuschauerrängen leicht bekleidete Frauen zu sehen sind, ist das deren Ding, wenn aber das Spiel in Deutschland stattfindet und alle Damen genötigt werden würden sich gefälligst zu vermummen, weil das Spiel sonst nicht stattfinden würde, wird dann ebenso verfahren und herumgeeiert? Es geht auch darum, dass man dort wo freie Meinungsäußerung und eine gesellschaftliche Freiheit besteht auch gelebt werden darf und muss, und das sich diejenigen, die hier als Gast sind sich auch als Gäste verhalten und hier übliche Gepflogenheiten akzeptieren, so wie ich in einem anderen Land mich so verhalte wie die Gepflogenheiten dort als üblich angesehen werden. Mir wird immer mehr schlecht dabei, dass wir selbst in Deutschland bei Gelegenheit ständig versuchen selbst die Gepflogenheiten anderer Länder, aus welchen Gründen auch immer (Wirtschaftl. Interessen, politische Seilschaften nicht zu zerstören etc.), krampfhaft zu berücksichtigen. Auf der einen Seite sind wie froh und glücklich über die freie Gesellschaft in unserem Land, dürfen sie aber je nach Gast nicht ausleben;.....Und ja ich finde auch bei dieser Gelegenheit muss man das dürfen, weil dort wo es vielleicht eher angebracht wäre, nämlich in China, wird man weggesperrt, gefoltert oder "entfernt"........
Sportsfreund_
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06.12.17, 15:12

Warum spielen die Chinesen nicht einfach gegen den BVB?

Da hätten sie wenigstens eine Chance...
ToppiTrainergott
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06.12.17, 12:56

@wisent
Kurz zur Erklärung: Die 19 Teams hat sich niemand ausgedacht, das hätte auch der DFB gern anders. Aber bei überregionalen Ligen (3. Liga) kann es eben passieren, dass durch die regionale Verteilung der Absteiger und Aufsteiger irgendwo ein Überhang entsteht, den man nicht immer flexibel ausgleichen kann, weil ja (um gleiche Bedingungen für alle zu schaffen) schon vor einer Saison klar sein muss, unter welchen Voraussetzungen es wie viele Ab- und Aufsteiger nach unten hin gibt. Im letzten Sommer gab es eben eine für die Regionalliga Südwest ungünstige Konstellation, deshalb ist das passiert. Soll ja kein Dauerzustand sein.
Ansonsten: Volle Zustimmung zu Ihrem Post.

@Sonnenlöwe
Dass Sie Menschen, die friedlich ein Fußballspiel anschauen, und dabei eine Tibetfahne hochhalten, als "Störer" bezeichnen, finde ich traurig und bedenklich. Die Leute haben genau das getan, was Sie eingangs schreiben:
"Wenn ich PRO Tibet bin - kann ich auch jeden Tag und Nacht mit der tibetischen Flagge laufen"
Wenn sie das nicht im Stadion des TSV Schott Mainz oder anderer Regionalligisten dürften, ist es doch genau das: Eine Einschränkung der Meinungsfreiheit.
Aber ich störe mich wirklich an dem Wort "Störer". Das bedeutet doch, dass in Ihren Augen jeder, der eine abweichende Meinung sichtbar macht, ein "Störer" ist. Und zwar immer und überall. Ist das Meinungsfreiheit? Die Leute haben schließlich keine Böller geworfen oder sonst irgendetwas getan, was andere gefährdet oder in ihrer Freiheit einschränkt. Es gab nicht einmal Sprechchöre oder Plakate mit Verunglimpfungen oder ähnliches.

@Lonetsar
Amüsanter Vergleich mit der Meinungsfreiheit daheim ... :-)
Bei der Sache mit dem Geld haben Sie Recht, wenn es um kleine Vereine geht. Kickers Offenbach zum Beispiel dürfte aber nicht 20, sondern locker 3.000 Zuschauer haben. Und wenn jeder von denen 5 Euro zahlt sind das in Summe ... 15.000!

@Pramel
Ich wollte mich mal diplomatisch ausdrücken. ;-)

@ jene, die finden, Sport sollte frei von Politik sein
Schön wäre es ja, aber es ist illusorisch. Flächendeckendes Doping in Russland, WM in Katar, Eigentümerschaft PSGs durch Katar ... das hat alles auch eine politische Dimension. Wenn man diese Dimension ignoriert, spielt man denen in die Karten, die den Sport als politische Plattform missbrauchen. Schließlich nutzt z. B. Katar den Sport, um sich ein besseres Image zu geben. Und die DDR hatte ihre frühere Dopingpraxis auch nicht eingeführt, weil jemandem langweilig war, sondern weil man durch Siege die Überlegenheit ihres Systems demonstrieren wollte.

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